Edtstadler & Gewessler zanken sich

EU-Klimaplan: Stutenbissigkeit um 'Great Reset'-Oberbefehl

Great Reset
Hintergrund: Freepik; Edtstadler: © Hanne Salonen | eduskunta, Flickr; Gewessler: BMF/Wenzel, Wikimedia Commons (beide CC BY 2.0); Komposition: Der Status.

Dass man die Welt-Umbau-Agenda der Eliten durchziehen will, da sind sich die schwarz-grünen Ministerinnen einig. Doch nun entbrennt ein Streit darüber, wer die "Maßnahmen", mit denen man seine Hörigkeit den Globalisten zeigen will, bestimmen darf. Und so wettert EU- & Verfassungsministerin Karoline Edtstadler über einen Alleingang der grünen "Klimaministerin" bei der Erstellung des nationalen "Klimaplans". Immerhin will auch sie an vorderster Front mitreden, wie man diesem "höheren Ziel dienen" kann.

Gemeinsam für die Globalisten-Agenda?

Arm in Arm für die Globalisten-Agenda: Diesen Eindruck vermittelte die schwarz-grüne Ministerriege seinerzeit beim 2. SDG-Dialogforum in Wien. Während Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) mit seiner Ansage entsetzte, beim Klima-Thema dieselbe "Radikalität" wie beim Corona-Regime durchsetzen zu wollen, stießen Edtstadler & Gewessler geradezu harmonisch ins selbe Horn. Für letztere war die Umsetzung der UN-Agenda 2030 alternativlos und "notwendig" - und erstere verstieg sich sogar zur Aussage, dass man einem "höheren Ziel" diene, für das man mithilfe gleichgeschalteter Medienpropaganda auch Grundrechte & Rechtsmittel abschaffen möge. 

Zuletzt wurde von staatlicher Stelle auch bestätigt: Die irren Edtstadler-Aussagen zum "höheren Ziel", die Der Status im vergangenen Sommer aufdeckte, bezogen sich ausschließlich auf diese ruinöse Agenda. Was eigentlich kaum verwundert: Denn schon im Frühjahr 2021 ließ sich Edtstadler im Parlament von einer Parteikollegin, welche diese Agenda als "Mega-Instrument" bezeichnete, als "Global-Goals-Ministerin" vorstellen. Bei ihrem Auftritt im Plenum wies sie stolz auf ihren zugehörigen SDG-Anstecker hin. Die globalistischen Umbau-Ziele seien eine "gesamtgesellschaftliche Aufgabe", für die es "ganz konkreter Umsetzungsschritte" bedürfe. 

Edtstadler sauer über "Gewessler-Plan"

Hier haben sich die Nationalstaaten auch den EU-Granden unterzuordnen und einen "Nationalen Energie- und Klimaplan" (NEKP) nach Brüssel zu schicken. Dessen Urversion stammt aus der Zeit der ungewählten "Experten"-Regierung im zweiten Halbjahr 2019, eine verschärfte Überarbeitung muss bis Juni übermittelt werden. Gewessler ließ sich nicht zweimal bitten und erarbeitete jede Menge irrsinniger Maßnahmen, etwa ein Verbrenner-Verbot in wenigen Jahren und noch brutalere CO2-Steuern. Dennoch ist Österreich neben Polen das einzige EU-Land, das nicht einmal einen Entwurf abgeliefert hat . Das liegt auch am Hickhack zwischen Gewessler und Edtstadler. 

Denn die ÖVP-Ministerin fühlt sich von der grünen Kollegin auf den Schlips getreten: "Das war kein nationaler Plan, sondern ein Gewessler-Plan". Weil man sie nicht genug einband, blockierte sie den Entwurf der Klimaministerin, weil diese Einwände mehrerer Ministerien nicht berücksichtigt hätte. Dabei dürfte es mehr um die Profilierung gehen als um handfeste inhaltliche Streitigkeiten. Immerhin tönte Edtstadler im Vorjahr quietschvergnügt: "Es freut mich, dass Österreich bei der SDG-Umsetzung wieder auf Platz 5 weltweit liegt. Das ist eine große Anerkennung für unsere nationalen Bemühungen und motiviert uns, weiterhin mit gutem Beispiel voranzugehen und Vorbild zu sein."

Eitelkeiten lähmen "Great Reset"

Die "Stutenbissigkeit" zwischen den beiden "Great Reset"-Ministerinnen droht nun skurrile Folgen zu zeitigen: Denn erklärt Österreich nicht rechtzeitig in Brüssel, wie man die Globalisten-Ziele bis 2030 umsetzen will, droht ein Image-Schaden in Augen der Eliten. Das Schulterklopfen in Davos, Alpbach & Co. könnte bald mahnenden Zeigefingern der üblichen Verdächtigen zwischen Gates, Schwab & Guterres weichen. Ein Vertragsverletzungsverfahren der EU hat man bereits an der Backe, denn mit dem Entwurf, der schon im Juni des Vorjahres fällig war, ist man bereits neun Monate säumig. Davor bewahrt Österreich auch die bisherige Rolle als "Great-Reset-Musterschuler" nicht...

Kickl als Gefahr für Eliten-Pläne

Wirkliche Zweifel daran, im Gleichschritt in Richtung "Great Reset" voranschreiten zu wollen, hat Edtstadler freilich nicht. Sie deutete zwischen den Zeilen eine Bereitschaft an, das gemeinsame Projekt auch nach der Nationalratswahl durchzuziehen. Offiziell will sie sich zwar auf keine Koalitionsvarianten festlegen. Allerdings erklärte sie bereits, dass sie eine Kooperation mit Herbert Kickl, dem Chef der in Umfragen deutlich führenden FPÖ, ausschließt. Die Begründung jener Frau, die Ungeimpfte einst zu Illegalen erklären wollte und ihnen mit Zwangspfändung und Kündigungen drohte mutet skurril an: Dieser würde angeblich "vor nichts zurückschrecken". 

Darüber, was sie mit dieser Aussage meinte, ließ sie die Seher in der ORF-"Pressestunde" weitgehend im Dunkeln, aber sie deutete die EU-Kritik der FPÖ als Stolperstein für eine blaue-schwarze Regierung an. Erst vor Kurzem stellte Kickl erneut klar, sich als Volkskanzler nicht von globalen Eliten dreinreden zu lassen. Beim Neujahrstreffen in der Steiermark erklärte er unmissverständlich: "Wir werden unsere Verfassung als 'Firewall' gegen diese Übergriffe von EU, NATO, WHO, WEF oder Weltklimarat ausbauen. Es wird keinen Zugriff ohne Zustimmung der Österreicher geben." Kein Wunder also, dass Edtstadler ihn als grundsätzliche Gefahr für ihren Dienst an "höheren Zielen" sieht... 

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