Love me gender?

Die Irrenanstalt hat ein Gender- und Sprachlabor!

Meinung
Symbolbild: Freepik

Wie Gender-Studies behaupten, sei ein kulturfreier und wertneutraler Blick auf die biologischen Strukturen der Geschlechterdifferenz nicht möglich. Die amerikanische Philosophin Judith Butler radikalisiert diese Sichtweise weiter: „Mann“ und „Frau“ seien ausschließlich soziale Kategorien, die dem Körper erst später ein biologisches Geschlecht einprägen.

Gastkommentar von Dr. med. Rüdiger Pötsch

Romeo: “Oh, sie nur lehrt den Kerzen hell zu glühn!
Wie in dem Ohr des Mohren ein Rubin
So hängt der Holden Schönheit an den Wangen
 Der Nacht: zu hoch, zu himmlisch dem Verlangen!
 Sie stellt sich unter den Gespielen dar
 Als weiße Taube in der Krähen Schar.
Schließt sich der Tanz, so nah‘ ich ihr: ein Drücken
Der zarten Hand soll meine Hand beglücken,
Liebt ich wohl je? Nein, schwör es ab, Gesicht!
Du sahst bis jetzt noch wahre Schönheit nicht.“

(William Shakespeare, "Romeo und Julia")

Ist Romeo maskulin, feminin, non binär, divers oder was?
Ist Julia feminin, maskulin, non binär, divers oder was?
Soziale Spannungen zwischen Montagues und Capulets liegen seit Generationen offen auf der Hand.

Radikale Ansichten zu den Geschlechtern

Wie Gender-Studies behaupten, sei ein kulturfreier und wertneutraler Blick auf die biologischen Strukturen der Geschlechterdifferenz nicht möglich. Professor Stefan Hirschauer (Mainz): „Selbstverständlich gibt es körperliche Aspekte der Geschlechterdifferenz. Aber sie können das nicht als ein Fundament beschreiben, das unabhängig wäre von sozialen Beziehungen, von Geschichte und so weiter.“

Die amerikanische Philosophin Judith Butler radikalisiert diese Sichtweise weiter: „Mann“ und „Frau“ seien ausschließlich soziale Kategorien, die dem Körper erst später ein biologisches Geschlecht einprägen. Die Einteilung der Menschen in Männer und Frauen schaffe eine „binäre Opposition“ Lesben, Schwule, Transsexuelle und Intersexuelle seien aus dieser Ordnung ausgeschlossen.

Die Biologie sagt etwas anderes

Der Behauptung, das biologische Geschlecht sei nur eine soziologisch-kulturelle Konstruktion, widersprechen zahlreiche Biologen: Prof. Axel Meyer (Evolutionsbiologe in Konstanz) hält Gender-Forschung für „unwissenschaftliche Ideologie“ . Der Kasseler Biologe Prof. Ulrich Kutschera wählt den Begriff „universitäre Pseudowissenschaft“. Vor diesem Diskussionsszenario erblüht ein neues Anstaltsphänomen: Die Illusion, die Realität durch sprachpolizeiliche Verordnungen zu verändern, greift immer stärker um sich. Wichtige Begriffe werden attackiert:

  • Patriotismus: „Vaterlandsliebe fand ich stets zum Kotzen“ (Habeck).
  • Kulturbewusstsein: „Die deutsche Sprache ist die Sprache der Mörder“ (F.-W.Steinmeier).
  • Innere Sicherheit: „Polizisten gehören auf die Mülldeponie“ (H. Yahghoobifarah).

Und der Sarotti-Mohr wird zur rassistischen Provokation (trotz Shakespeare: „Wie in dem Ohr des Mohren ein Rubin, so hängt der Holden Schönheit an den Wangen“.)

Brauchen wir angesichts der gesellschaftszerstörenden Genderisten noch die x- und y-Chromosomen unseres Erbguts oder können wir diese mit allen bekannten Aberrationen in den Orkus werfen? Müssen wir im Rahmen der vielzitierten Digitalisierung etwa auch die „binäre“ Programmierungssprache unserer digitalen Systeme unter dem Druck der Genderisten aufgeben und vollkommen verändern?

Hausordnung der Irrenanstalt

Die Hausordnung dieser Irrenanstalt ist jedenfalls klar:

Verbieten wir den Karneval und tragen Masken überall! Der Journalist und Kritiker Carl Ludwig Börne (1786-1837) verspottete im 19. Jahrhundert den „Lakaien-Charakter“ der Deutschen, durch welchen sie zum „Lampenputzer der Weltgeschichte“ wurden.

Wenn die Gesichtswindelträger glauben, jetzt über die wichtigsten Vorgänge der Irrenanstalt informiert zu sein. irren sie sich gewaltig: Es handelt sich noch immer nur um einen ganz, ganz kleinen Ausschnitt!

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten