'Familienunternehmer' eingeknickt: Blitz-Distanzierung von AfD auf Zuruf
Umfaller unter sich: So ließe sich das Bild von Lindner & Ostermann (2012) aus heutiger Sicht beschreiben. Bild: Dirk Vorderstraße, Wikimedia Commons, Wikimedia Commons CC BY 3.0
Es reicht schon die Einladung eines Vertreters der inzwischen in Umfragen führenden, bis dato zweitstärksten Partei im Bundestag und mächtige Verbände fallen auf Zuruf vor der Empörungsindustrie auf die Knie. Wer wagt, den demokratischen Diskurs zu öffnen, wird sofort unmöglich gemacht.
Binnen 140 Stunden wird doch zurückgerudert
Es ist ein Erfolg der Einschüchterungskultur in Deutschland, dass sich der Verband der Familienunternehmer nunmehr doch von seinem erst kürzlich abgegebenen Standpunkt, die Brandmauer zur AfD einreißen zu wollen, zurückzieht. In einer Veröffentlichung in den sozialen Medien schreibt man: „Es ist das Gegenteil von dem passiert, was wir wollten. Wir erkennen an, dass sich diese Einladung als Fehler erwiesen hat und nicht zu dem geführt hat, was wir beabsichtigt haben. Wir distanzieren uns von Extremisten und lassen uns von ihnen nicht vereinnahmen“.
So funktioniert sie also, die Kontaktschuld. Da wurde offenbar derart lange Druck ausgeübt, dass der Zusammenschluss an Betrieben zurückrudert. Ursprünglich wollte man den Dialog suchen, sich der argumentativen Auseinandersetzung mit der Partei nicht mehr verschließen. Doch über die etablierten Parteien hinaus, insbesondere durch NGOs und Medien aus der „antifaschistischen“ Szene, gab es Empörungsrufe, Boykottandrohungen und Moralisierung. Der demokratische Weg des inhaltlichen Stellens gilt jetzt als verpönt, die Präsidentin Marie-Christine Ostermann unterwirft sich der Kampagne des reißerischen Portals „Campact“ aus dem mittelbaren Soros-Dunstkreis.
Totalitarismus der an die DDR errinert
Wieder einmal sind wir ein Stückchen näher an totalitären Verhältnissen, wenn Bankkonten gekündigt, Hotelreservierungen storniert, Berufsverbote angedroht und Vereinsausschlüsse vollzogen werden. Es handelt sich hierbei nicht um ein singuläres oder isoliertes Phänomen, sondern das orchestrierte Handeln folgt altbekannten Mustern. Die Methoden errinern an vergleichbare Ausgrenzungspraktiken der SED.
In ihrem ideologischen Absolutismus erweisen sich die Vielfaltsfetischisten als so gar nicht tolerant, verweigern die Anerkennung der legitimen Opposition, verfolgen Gruppenidentität insbesondere in urbanen Milieus, machen Konformität zum sozialen Klebstoff. Dieses Elitenkartell von Presse über Kirchen, Gewerkschaften, Universitäten bis zur Wirtschaft will von der Dynamik der Empörungswellen profitieren.
Illiberalität linker Kräfte entpuppt sich wieder
Man entkoppelt sich von der Wählerschaft, lebt in einer Parallelwelt vor sich hin, verdrängt in Redaktionen, Theatern oder Vorständen die Zustimmungswerte für die Alternative für Deutschland von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent über die Regionen hinweg. Das strategische Kalkül weist dabei erhebliche Similarität zum Radikalenerlass in den 1970er-Jahren, zur Zersetzung von Widerstandsbewegungen während des Honecker-Regimes, zur McCarthy-Ära gegenüber vermeintlichen Kommunisten in den USA oder der aktuellen Repression in vielen anderen europäischen Ländern, beispielhaft sei die „Generation Identitaire“ in Frankreich erwähnt, auf.
Lässt man diese Mentalität laufen, so beginnt die Willkür zu galoppieren. Die Warnungen sollten daher nicht etwa einem gescholtenen Feind gelten, sondern den Zügen von Autorität, welche man selbst im Ausland mitbekommt. Ein ehemaliger Musterschüler in Sachen liberaler Ordnung und Volksherrschaft hat sich neuerlich auf den Weg von Zensur des Andersdenkenden gemacht. Der Kampf für ein wehrhaftes Miteinander entpuppt sich als Ventil für illiberale Impulse der ach so scheinheiligen Linksschickeria.
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