Kapitalflucht ins Ausland: Norwegens Vermögenssteuer scheitert
Bild: Philip N. Cohen , “Esst die Reichen” Protestplakat Washington 2025 , Wikimedia Commons CC BY-SA 2.0
Ein politisches Experiment zeigt das zu erwartende Ergebnis: Was als sozialer Befreiungsschlag verkauft wurde, treibt Vermögende reihenweise ins Ausland und lässt dem Staat nur leere Taschen zurück.
Ein redaktionell bearbeiteter Beitrag aus unserer Kooperation mit JouWatch
"Reichensteuer" führt zu Steuereinbrüchen
In Deutschland und anderen Ländern wird nach immer neuen Möglichkeiten gesucht, die Bürger zu schröpfen. Im Erfinden von offenen oder versteckten Steuererhöhungen ist der Staat unerschöpflich. In Norwegen können die Verfechter des wiedererstarkten Sozialismus hierzulande dabei lehrbuchmäßig mitverfolgen, wie absurd falsch und schädlich linke Umverteilungsphantasien sind und wie sehr sie am Ende oft das Gegenteil des versprochenen Effekts bewirken.
Dort hat man die, auch hierzulande immer wieder ins Spiel gebrachte, Reichensteuer erprobt. Das erwartbare Resultat war eine Massenflucht der davon Betroffenen ins Ausland. Eigentlich sollte die Erhöhung der Vermögenssteuer dem Staat Mehreinnahmen von umgerechnet 126 Millionen Euro bringen, führte aber zu einem Nettoverlust von 387 Millionen Euro, weil Vermögenswerte von knapp 47 Milliarden Euro das Land verließen und die Steuereinnahmen um rund 514 Millionen Euro, bzw. in der Landeswährung etwa 7 Mrd. Kronen, sanken.
Norwegen ist das einzige Land der Welt mit einer derart umfassenden Vermögenssteuer, die zudem äußerst kompliziert ist und keine Höchstgrenze für die Besteuerung im Verhältnis zum Einkommen vorsieht. Sie gilt zwar für Vermögen weltweit, aber nur für Menschen, die in Norwegen wohnen. Wer ihr entgehen will, braucht also nur das Land zu verlassen. Als eine rot-grüne Regierung 2021 eine Erhöhung der Steuer vornahm, setzte eine Massenflucht von Reichen ein, vor allem in die Schweiz.
Linker Kampf gegen die Wirklichkeit
Doch da linke Ideologen praktisch nie lernfähig sind, ist auch die tausendste Wiederholung noch so krachend gescheiterter Ideen für sie Gebot der Stunde. Auch in Großbritannien meint man, einen ähnlichen Weg gehen zu müssen, mit dem gleichen Ergebnis: Allein in diesem Jahr werden voraussichtlich 16.500 Millionäre das Land verlassen. Anstatt die Steuereinnahmen zu erhöhen, werden diese also zum Erliegen gebracht. Es ist der linke übliche Kampf gegen die Wirklichkeit.
Denn gerade Wohlhabende sehen nicht ein, warum sie die unersättliche Verschwendungssucht von Regierungen noch mit ihrem Vermögen belohnen sollen, insbesondere wenn sie Arbeitsplätze geschaffen, Forschung, Bildung und Kultur gefördert und bereits mehr als genug Steuern gezahlt haben. Hinzu kommt, dass die Steuern auf das Vermögen sich oft nicht so einfach bezahlen lassen, wie man landläufig glaubt, da es oft nicht liquide ist und man nicht jederzeit darauf zugreifen kann.
Deshalb verlegen Wohlhabende entweder ihre Unternehmen ins Ausland, reduzieren Investitionen oder verlassen ihre Länder gleich komplett, oder alles zusammen. Als Folge geschieht das genaue Gegenteil dessen, was die Regierung mit ihrer Vermögenssteuer beabsichtigt hat. Dieses Schicksal würde auch Deutschland blühen, wo die Vermögenssteuer zu den Dauerbrennern im Arsenal der Linken gehört, die dabei immer auf den von ihnen auch noch nach Kräften geschürten Neidfaktor zählen können. (TPL)
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