Diebstahl von NS-Forschung: Wie die USA zur Technik-Weltmacht wurden
Bild: NASA/MSFC, Wernher von Braun wurde am 1. Juli 1960 Direktor des „NASA Marshall Space Flight Center“, gemeinfrei
Amerikas Aufstieg zur nuklearen, militärischen und technologischen Supermacht beruhte nicht nur auf eigener Forschung. Einen entscheidenden Anteil daran hatten deutsche Wissenschaftler, Ingenieure und geheimes Wissen aus dem NS-Reich.
Ein Beitrag aus unserer Kooperation mit UnserMitteleuropa
Bekanntlich hatten ja die USA bemerkenswerte Fortschritte in der Nuklear- und Raketentechnologie gemacht und zwar direkt nachdem sie das wissenschaftliche Know-how des nationalsozialistischen Deutschlands „gestohlen“ hatten.
Auch die damals federführend beteiligten deutschen Wissenschaftler und Ingenieure waren folglich US-amerikanisch entnazifiziert und in die USA „verbracht“ worden.
Wie kamen die USA also an diese Geheimnisse?
Die Alsos-Mission
Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs hatte Deutschland die Atomforschung zweifelsfrei dominiert. Nach der Entdeckung der Kernspaltung im Jahr 1938 hatte man den führenden Physiker Werner Heisenberg mit der Leitung eines Bombenprogramms beauftragt und begonnen, Uran zu lagern. Während die USA verzweifelt versucht hatten, ihre eigene Bombe zu bauen, hatte das Manhattan-Projekt die Alsos-Mission ins Leben gerufen, um Europa nach deutschen Wissenschaftlern, Uran und allen atomaren Geheimnissen zu durchsuchen, an die es gelangen konnte.
Im Dezember 1943 hatten die USA ein Londoner Verbindungsbüro eingerichtet, um die Geheimdienste zu koordinieren und eine „Einkaufsliste“ von bis zu 50 deutschen Kernwissenschaftlern sowie den Laboren hinter deren Atomforschung zusammenzustellen.
Phase Eins dazu hatte in Italien seinen Ursprung genommen, nach der alliierten Invasion Siziliens. Ein kleines Team ziviler Wissenschaftler, unterstützt von Militärangehörigen, hatte still und leise Informationen gesammelt und dafür gesorgt, dass niemand bemerkte, was sie wirklich gesucht hatten.
Phase Zwei war nach der Landung in der Normandie nach Frankreich verlegt worden, wobei die Alsos-Teams am 9. August 1944 in Rennes einmarschiert waren, während die Suche nach deutschem nuklearem Know-how massiv an Fahrt aufgenommen hatte.
Phase Drei hatte schließlich am 24. Februar 1945 bereits in Deutschland seinen Lauf genommen, als die USA um Deutschlands wissenschaftliche Geheimnisse „bemüht“ hatten, bevor die schnell vorrückende sowjetische Armee ihr zuvorkommen hätte können. Vielleicht hätten die USA und Großbritannien sogar schon früher, wie ihrem sowjetischen Verbündeten versprochen, eine zweite Front eröffnet und sich nicht in einem so hysterischen Durcheinander wiedergefunden.
Als sie schließlich entdeckt hatten, dass eine der wichtigsten deutschen Anlagen für die sowjetische Zone bestimmt gewesen war und die Rote Armee es zeitlich nicht hätte schaffen können, hatte sich die USA für eine einfachere Lösung entschieden. Am 15. März 1945 wurde sie demzufolge unter 2.000 Tonnen Sprengstoff begraben.
Operation Overcast
Das nationalsozialistische Deutschland mit der V-1-Flugbombe und der V-2-Rakete hatten bekanntlich das Zeitalter der Lenkwaffen eingeleitet. Am 19. Juli 1945 hatten dann die USA die Operation Overcast (später Projekt Paperclip) eingeleitet, um sich die Raketenexpertise des nationalsozialistischen Deutschlands zu eigen zu machen.
Mit Hilfe von Alsos‘ Geheimdienstinformationen war es ihnen gelungen, Tausende von nationalsozialistischen deutschen Wissenschaftlern und Ingenieuren zusammenzutreiben, von denen viele später in Einrichtungen von Armee, Luftwaffe und Marine in den gesamten USA gearbeitet hatten.
Diese Spezialisten hatten dabei geholfen, das Kriegs Know-how des nationalsozialistischen Deutschlands in das zu verwandeln, was später als amerikanische technologische Führung vermarktet worden war. Angefangen bei Flugzeug- und Strahltriebwerken bis hin zur Raketensteuerung, Raketentreibstoffe, U-Boot-Technologie und Vielem mehr. Deutsche Raketendesigns hatten zudem die Grundlage für die Programme Polaris, Pershing und Trident gebildet.
Zu den wertvollsten „Zugewinnen“ der USA hatte bekanntlich wie zweifelsfrei Dr. Wernher von Braun gehört, SS-Sturmbannführer und Chefkonstrukteur der V-2, der später als „Vater des amerikanischen Raumfahrtprogramms“ neu erfunden worden war. Anschließend hatte er die Raketen geschaffen, die Amerikas ersten Satelliten gestartet und schließlich Apollo-Astronauten zum Mond gebracht hatten.
Kurz gesagt, es ist schwer vorstellbar, dass die USA ihre einst beeindruckende, inzwischen jedoch rasant schwindende, militärische Stärke ohne den enormen technologischen Einfluss, den sie vom NS-Reich „geerbt hatten“, erreichen hätten können.
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