Selbst Subventionen bringen nichts mehr...

Deutschlands kaputte Wirtschaft: Trotz Milliarden kein grüner Stahl

Wirtschaft
Symbolbilder: Freepik (2); Komposition: Der Status.

Es ist bezeichnend für den Zustand der deutschen Wirtschaft und ein weiteres Zeichen für die verfehlte Politik der abgewählten deutschen Ampelregierung, vor allem für den grünen Wirtschaftsminister Robert Habeck. Der Stahlkonzern ArcelorMittal verabschiedete sich nun von Plänen, in einigen seiner Werken auf die Produktion von grünem Stahl umzustellen. Und das, obwohl der Bund mit Milliardenförderungen lockte.

Selbst Förderungen und Subventionen in Milliardenhöhe, 1,3 Milliarden Euro, um genau zu sein, für die natürlich der Steuerzahler aufkommen müsste, können Unternehmen nicht dazu bewegen, in Deutschland zu investieren. Dies ist die traurige Bilanz der deutschen Ampelregierung und vor allem der Ideologiegetriebenen Wirtschaftspolitik des grünen Ex-Ministers Robert Habeck. Dieser hat es binnen weniger Jahre tatsächlich geschafft, mit Energiewende, Atomausstieg und anderen "grünen Schmankerln" Deutschland denkbar unattraktiv zu machen. Und es zeigt sich, alle hochfliegenden Pläne, ob grüner Wasserstoff, Northvolt-Batteriefabrik etc. kosten nicht nur den Steuerzahler Unsummen, sondern scheitern.

Grüner Stahl zu unwirtschaftlich

Nun erwischt es das nächste Vorhaben. Der deutsche Stahlkonzern ArcelorMittal teilte dieser Tage mit, dass er die Produktion in seinen Werken in Bremen und Eisenhüttenstadt vorerst nicht auf die umweltfreundliche Produktion von grünen Stahl umstellen wird. Und die Erklärung dafür, ist denkbar einfach: Zu unwirtschaftlich! "Wir wissen die Finanzierung durch die Bundesregierung und das Land Bremen sowie die Unterstützung des Landes Brandenburg für dieses Projekt zu schätzen", zitiert etwa der Focus den Chef von ArcelorMittal Europe Geert Van Poelvoorde, aber trotz der staatlich zugesagten Unterstützung von 1,3 Milliarden Euro sei die Wirtschaftlichkeit des Projekts nicht gegeben. Dabei hatte der CEO des Konzerns Thomas Bünger noch im Dezember eine Lanze für die grüne Transformation und die Umstellung auf eine umweltfreundliche Stahlproduktion gebrochen.

Hohe Strompreise

Zum Scheitern des Projekts trägt unter anderem der hohe Strompreis in Deutschland bei. Denn bei der Umstellung von Hochöfen auf  Elektrolichtbogenofen, die statt mit Kohle mit Strom und Erdgas betrieben werden - grüner Wasserstoff sei noch keine tragfähige Energiequelle - gerät Deutschland ins Hintertreffen. Der Konzern zieht es daher vor, im Ausland zu investieren. So sollen die ersten neuen Elektrolichtbogenöfen im Ausland gebaut, so etwa in Dünkirchen in Frankreich. Grund für die Entscheidung sei, dass man aufgrund der deutschen Situation in Länder ausweichen würde, die eine wettbewerbsfähige und planbare Stromversorgung bieten könnten. Frankreich setzt im Gegensatz zu Deutschland nicht auf Solar- und Windenergie, sondern forciert weiter Kernkraftwerke.

Produktionsstopp wegen Energiekosten

Während etwa laut Spiegel Gewerkschaften und auch Linkspartei die Entscheidung des Konzerns kritisieren und ihm "eiskalte Geschäftsinteressen" vorwerfen - eine etwas naive Sichtweise - kommt die Entscheidung eigentlich mit Ansage. Denn schon Anfang des Jahres beklagten Unternehmen, darunter das  Elektrostahlwerk der Firma Feralpi im sächsischen Riesa oder der niedersächsische Stahlkonzern Georgsmarienhütte (GMH), dass man aufgrund der hohen Strompreise gezwungen sei, die Produktion in den Werken zu stoppen. Selbst Produktionsausfälle und vermutlich Vertragsstrafen in Kauf zu nehmen, sei günstiger, als bei den hohen Energiekosten, wozu auch Abgaben wie Übertragungsnetzentgelte gehörten, zu produzieren. Die Geschäftsführerin und Gesellschafterin des niedersächsischen Stahlkonzerns Georgsmarienhütte (GMH), Anne-Marie Großmann, erklärte auf einer Veranstaltung der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf (WPV), dass die hohen Strompreise ein Ende der Stahlproduktion in Deutschland bedeuten könnten. "Wir kommen jeden Tag dem Abgrund näher". erklärte sie - Der Status berichtete.

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