Schockierendes Blutbad in Minneapolis

Transperson läuft an US-Schule Amok - Medien verdrehen Tatsachen

Welt
Screenshots (3): X; Hintergrund: Freepik; Komposition: Der Status.

In Minneapolis, der größten Stadt des demokratisch regierten US-Bundesstaates Minnesota, kam es zu einer unfassbaren Bluttat: Ein Schütze drang in eine katholische Schule ein und erschoss zwei Kinder und verletzte 17 weitere Personen - großteils Kinder. Obwohl sich wenige Stunden später herausstellt, dass es sich beim Tatverdächtigen um einen Trump-Hasser und eine mutmaßliche Transperson handeln soll, machen Medien hierzulande absurderweise die Republikaner sowie liberale Waffengesetze für die Tat verantwortlich...

Amokläufer wohl Transperson & Trump-Hasser

US-Medien identifizierten den Todesschützen übereinstimmend als Robin Westman (23), eine biologisch männliche Transperson, die als Robert Westman geboren wurde. Vor der Tat lud diese ein Bekennervideo sowie eine Art Manifest hoch. Dabei offenbart sich ein krudes ideologisches Motivlage: Bekenntnisse zur Regenbogen-Flagge sowie Botschaften auf den Munitionsmagazinen, die sich etwa gegen US-Präsident Donald Trump, der im Vorjahr ein Attentat knapp überlebte, richten ("Kill Donald Trump"). 

Außerdem fanden sich darauf radikal antijüdische bis antisemitische Botschaften ("6 Millionen waren nicht genug"). Im vorliegenden Fall dürften diese auf der Sympathie des mutmaßlichen Amokläufers mit der palästinensichen Sache basieren. In den USA gilt der Apparat beider Großparteien als israelfreundlich. Kritik an dessen Vorgehen im Nahost-Konflikt bildet sich in konservativen Kreisen erst relativ rezent, sodass linksradikale studentischen Gruppen den Protest bislang monopolisieren konnten.

Weitere Parolen erinnern indes an Amokläufer unterschiedlichster Motive, neben einer Referenz an die Lieblingsband der Columbine-Attentäter grüßt Westman etwa auch die Rechtsterroristen Timothy McVeigh und Brenton Tarrant Hier dürfte es sich, anders als beim demonstrativen Bekenntnis zur LGBTQ-Agenda ("I'm the Woker Baby. Why so queerious?") eher um eine generelle Faszination mit Attentätern aller Art handeln. Ähnliche Denkmuster wurden bereits beim Graz-Amokläufer ruchbar.

Medien framen Republikaner als Schuldige

Trotz dieser Versatzstücke entschied sich Westman letztendlich, das Feuer in einer katholischen Schule zu eröffnen, in der sich die Kinder gerade im Gottesdienst befanden - zwei Tage nach dem Ende der Sommerferien in der Region. Die amerikanische Öffentlichkeit ist über die brutale Tat entsetzt, Trump rief das ganze Land zum Gebet auf. Auf der anderen Seite des Teichs ist man in der Zwischenzeit v.a. mit einer Sache beschäftigt: Mit der Verschleierung der möglichen Hintergründe der Tat. Denn so berichtet der ORF etwa, dass es "keine Erkenntnisse über Hintergründe und Motiv" gebe.

Doch der Staatsfunk geht sogar noch einen Schritt weiter. Denn hierzulande versucht man bereits eifrig, medial Trump und den Republikanern den schwarzen Peter zuzuschreiben: "In den USA gehört tödliche Schusswaffengewalt zum Alltag. Auch an Schulen kommt es immer wieder zu Fällen. Pistolen und Waffen größerer Kaliber sind leicht zugänglich und millionenfach im Umlauf. Besonders folgenschwere Angriffe entfachen immer wieder Debatten über eine Verschärfung des Waffenrechts. Doch konkrete Fortschritte blieben bisher aus – vor allem aufgrund des Widerstands der Republikaner und der finanziell einflussreichen Waffenlobby, die Reformen seit Jahren blockieren."

Medien verschleiern Transidentität

Auffällig ist, dass dieser Wortlaut nicht nur beim ORF derart vorzufinden ist, sondern praktisch wortgleich auch beim ZDF, beim "Stern", bei den OÖN und bei der "Krone". Offenbar kopierte man reihum dieselbe Agenturmeldung. Auf die mutmaßliche Identifikation als Transperson weisen die Mainstream-Medien gar nicht hin, im "Spiegel", bei der "Berliner Morgenpost" oder bei der NZZ wird der Todesschütze gar ohne weitere Details zum "Mann", bei der "Krone" immerhin noch in der Einleitung. Biologisch entspricht das den Tatsachen, doch wenn's nicht gerade um Amokläufer geht, bestehen die Einheitsmedien ja gerne darauf, Transpersonen nicht zu "misgendern"...

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