Ziel: Multipolare Weltordnung

Sturz der US-Hegemonie: Die Allianz zwischen Putin und Xi

Welt
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Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Vorfeld seiner Reise nach China ein umfangreiches Interview mit der Nachrichtenagentur Xinhua gegeben. Darin zeichnet er das Bild einer immer engeren Partnerschaft mit Peking, die weit über bilaterale Themen hinausreicht: Russland und China verstehen sich als Motor einer multipolaren Weltordnung und als Gegenkraft zur jahrzehntelangen Dominanz der Vereinigten Staaten.

Persönliche Nähe zwischen Putin und Xi

Putin würdigte Xi Jinping als „starken Führer mit strategischem Weitblick und globalem Blickwinkel“, dessen Führung für China und die Welt von zentraler Bedeutung sei. Beide Staatschefs hätten über Jahre hinweg ein Vertrauensverhältnis aufgebaut, das die Richtung für die Entwicklung der Beziehungen bestimme.

Gemeinsame Erinnerung als Fundament

Die Allianz zwischen Moskau und Peking stützt sich nicht nur auf aktuelle Interessen, sondern auch auf eine historische Dimension. Putin erinnerte daran, dass Sowjetunion und China im Zweiten Weltkrieg die größten Opfer trugen und gemeinsam den japanischen Militarismus und den deutschen Nationalsozialismus besiegten. Diese historische Wahrheit werde heute im Westen verfälscht, um eigene geopolitische Ziele zu rechtfertigen. Russland und China hingegen hielten unbeirrt an ihr fest und stellten sich dem Wiederaufleben von Neonazismus und Militarismus entgegen.

Wirtschaftliche Kooperation als strategische Waffe

Mit Blick auf die Gegenwart hob Putin hervor, dass die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen Russland und China auf Rekordniveau liege. Der bilaterale Handel sei seit 2021 um rund 100 Milliarden Dollar gewachsen, zunehmend in Rubel und Yuan abgewickelt und damit unabhängig von westlich kontrollierten Währungen. Energie, Landwirtschaft, Automobile und Hochtechnologien sind die Eckpfeiler dieser Entwicklung. Großprojekte wie neue Gasrouten oder gemeinsame Produktionsstätten sollen die wirtschaftliche Achse Moskau–Peking weiter stärken.

Kultur, Bildung und Wissenschaft als weiche Macht

Auch die kulturelle und wissenschaftliche Zusammenarbeit nimmt eine Schlüsselrolle ein. Zehntausende Studenten aus beiden Ländern studieren an den Universitäten des Partners, während Film- und Forschungsprojekte neue Brücken schlagen. Für 2026–2027 wurden gemeinsame Bildungsjahre vereinbart – ein Signal, dass die Kooperation auf Generationen hinaus vertieft werden soll.

SCO als Gegenpol zu westlichen Bündnissen

Von zentraler Bedeutung ist für Putin die Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO). Sie habe sich seit ihrer Gründung 2001 zu einer Plattform entwickelt, die Sicherheit und Stabilität in Eurasien garantiere und zugleich als Gegengewicht zu westlichen Militär- und Wirtschaftsbündnissen wirke. Die Erweiterung um Länder wie Indien, Pakistan, Iran und Belarus zeige die wachsende Anziehungskraft des Formats.

Gemeinsamer Auftritt in der Weltpolitik

Putin betonte, dass Russland und China eng bei den Vereinten Nationen, BRICS, der G20 und APEC zusammenarbeiten. Ziel sei es, die Dominanz des Westens zu brechen, die Stimme des Globalen Südens zu stärken und eine neue Weltordnung auf den Weg zu bringen. Dazu gehöre auch die Reform von UN, IWF und Weltbank – Institutionen, die bislang als Instrumente neokolonialer Finanzpolitik fungierten.

Auf dem Weg zur multipolaren Ordnung

Das Interview macht deutlich: Moskau und Peking sehen sich als Garanten einer multipolaren Welt, die auf Respekt, Souveränität und Gleichberechtigung basiert. Putin stellt Xi Jinping als Partner dar, mit dem Russland gemeinsam die Grundlagen der US-geführten Hegemonie ins Wanken bringen will. Die Botschaft an Washington ist klar: Die Zukunft gehört nicht mehr dem unipolaren Weltmodell, sondern einer neuen Ordnung, in der Russland und China als strategische Allianz den Takt vorgeben.

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