Razzia bei Selenski-Bürochef: Es geht um Schmiergeld-Millionen!
Knalleffekt in Kiew: Ausgerechnet im Büro von Andrij Jermak, der "rechten Hand" von Wolodymyr Selenski, fand auf Geheiß der Anti-Korruptions-Behörden am Freitagmorgen eine Hausdurchsuchung statt. Damit weitet sich der Schmiergeld-Skandal in der politischen Spitze des Landes immer weiter aus.
Schon Justizminister stolperte über Kickbacks
Erst vor knapp über zwei Wochen kam es angesichts der Korruptionsaffäre in der ukrainischen Spitzenpolitik zur Entlassung von Justizminister German Galuschtschenko - Der Status berichtete. Zuvor ließen das Nationale Antikorruptionsbüro (NABU) und der Sicherheitsdienst des Landes (SBU) eine Razzia bei diesem durchführen.
Dort fand man Millionen US-Dollar in bar, fein säuberlich gebündelt. Zeitgleich floh Oligarch Timur Minditsch, zugleich Hauptverdächtiger der Causa, aus dem Land. Der nahe Selenski-Berater gilt als Schlüsselfigur eines 100-Millionen-Dollar-Kickback-Schemas beim staatlichen Atomkonzern "Energoatom".
Nun auch Selenski-Bürochef im Visier
Nun folgt also die Razzia bei Jermak, womit die Affäre den unmittelbaren Bereich von Machthaber Selenski erreicht, amtiert dieser doch als Chef des Präsidialamtes. So groß soll das Vertrauen zwischen dem Staatschef und seiner "rechten Hand" sein, dass dieser Jermak sogar zum Chefverhandler mit Washington & Moskau über die Modalitäten eines allfälligen Kriegsendes ernannte.
Sogar Mainsteam-Medien bezeichnen ihn als "Strippenzieher im Hintergrund" und streichen den Einfluss des Mannes hervor, der zuvor bereits als Aufsichtsratsmitglied beim staatlichen Rüstungskonzern "Ukroboronprom" arbeitete und als Netzwerkspinne einer aufstrebenden Oligarchen-Gruppe galt.
Korruption auch bei Armeebeschaffung?
Darüber hinaus soll nun auch Ex-Verteidigungsminister Rustem Umjerow als Zeuge vorgeladen werden, der ebenfalls im Friedensverhandlerteam ist. Dies dürfte gemäß der NABU-Kommunikation auf die einstige nahe Zusammenarbeit mit Minditisch zurückführen.
Denn dieser habe nach Ansicht der Korruptiinsjäger nicht nur die "freundschaftlichen Beziehungen zum Präsidenten der Ukraine" ausgenützt, um sich zu bereichern. Sondern es soll auch Korruption im Verteidigungssektor geben, zudem seien Kontakte zwische Minditsch und Umjerow beim Kauf von Schutzwesten für die Armee ruchbar.
Systemisches Korruptionsproblem?
Die Ukraine gilt seit vielen Jahren als Brutstätte für Korruption, im sogenannten "Korruptionswahrnehmungsindex" befindet man sich nicht einmal unter den besten 100 Ländern der Welt, sondern findet sich gleichauf mit Algerien, hinter Weißrussland und nur knapp vor Sierra Leone. Der Rückstand in Punkten auf die Top-20 der korruptionsfreiesten Länder ist fast gleich groß wie der Vorsprung auf Somalia am absoluten Ende des globalen Rankings.
Gleichzeitig versuchen westliche Granden den Bürger weiszumachen, dass das Land angeblich reif für einen raschen EU-Beitritt nach Kriegsende sei. Im osteuropäischen Land weiß man freilich selbst gut genug, dass man dem Problem nicht Herr wird, also suggeriert man Aktivität im Kampf gegen Korruption, indem die zuständigen Behörden hunderte entsprechende Verfahren in die Wege leiten.
Ob man der Weltöffentlichkeit allerdings "Sauberkeit" vermittelt, wenn die 1. & 2. Reihe des Selenski-Regimes selbst impliziert ist, nachdem schon der Machthaber selbst wegen ominöser Offshore-Millionendeals in den "Pandora Papers" auftauchte, sei dahingestellt. Zumal der Präsident nicht der erste ukrainische Staatschef ist, der bei seinem Amtsantritt den Kampf gegen Korruption verspricht und die Realität dann mit den Worten nicht Schritt hält.
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