NATO-Bruch: Was die Grönland-Kampagne der USA bedeutet
Bild: Giles Laurent,Luftaufnahme des Jakobshavn-Gletschers in der Diskobucht, Grönland,CC BY-SA 4.0
Die Eskalation in Venezuela und Trumps Machtstreben lassen Grönland 2026 zum geopolitischen Zündfunken werden. Dänemark warnt vor dem NATO-Bruch, falls Washington die Insel erzwingen will. Bluff oder Plan?
Ein redaktionell bearbeiteter Beitrag aus unserer Kooperation mit Unser-Mitteleuropa
Nach den jüngsten Ereignissen in Venezuela und den anhaltenden postkolonialistischen Tendenzen von US-Präsident Donald Trump, werfen sich zwangsläufig neue Fragen im Hinblick auf seine Bestrebungen einer Einverleibung Grönlands, auf.
Dänemark bringt NATO-Konflikt ins Spiel
Bei einer anhaltenden US-Jagd auf Grönland könnte ein Bruch der NATO drohen, den sowohl Trump, als auch Teile seiner Administration spielen nicht nur mit dem Gedanken an eine Annexion der, unter Dänischem Protektorat stehenden riesigen Bodenschätze reichen Insel.
Ein Angriff der USA auf Grönland käme somit nach Ansicht der dänischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen einem Ende der NATO gleich. Dänemark ist eines der 12 Gründungsmitglieder und seit 1949 Mitglied des Verteidigungsbündnisses.
"Wenn die Vereinigten Staaten beschließen, ein anderes NATO-Land militärisch anzugreifen, dann ist alles vorbei", sagte Frederiksen am 6. Jänner gegenüber dem dänischen Fernsehsender TV2. Nun ist Dänemark in Grönland selbst Kolonialmacht, insofern könnte das Argument vorgebracht werden, dass Dänemark genauso wenig ein Anrecht auf die Insel, welche geografisch zu Nordamerika gehört, hat. Nichtsdestotrotz sind die Folgen eines solches Agieren in Zeiten immer offensichtlicher werdenden geopolitischen Instabilität nicht absehbar, vor allem, da sich Trump eigentlich vom interventionistischen Kurs seiner Vorgänger hatte abwenden wollen.
Will Trump die USA weiterhin Weltpolizei spielen lassen?
Ähnliche Befürchtungen äußern bereits internationale Medien wie auch geopolitische Experten. Die Krise in Grönland könnte weitaus mehr Uneinigkeit hervorrufen als die Unterstützung der Ukraine, schrieb etwa Politico dazu.
Demnach könnten die USA in den nächsten Monaten, vor den Wahlen zum Repräsentantenhaus im November oder zum 250. Jahrestag der US-Unabhängigkeit am 4. Juli ein Zeitfenster nutzen, um die Kontrolle über Grönland zu übernehmen. In Bezug auf Trumps Ankündigungen wie auch dessen Expansions-Ambitionen ist bekanntlich alles möglich.
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