sorgt der eine Krieg für das Ende des anderen?

Keine Energie für Krieg: Treibstoffmangel an ukrainischer Front

Die Krise auf dem globalen Energiemarkt und die explodierenden Treibstoffpreise setzen die Kiewer Führung erneut schwer unter Druck, während sie zudem noch auf das EU-Kriegsdarlehenspaket in Höhe von 90 Milliarden Euro wartet, welches bekanntlich von Ungarn blockiert wird. Somit bedrohen die Spannungen nach dem israelisch-amerikanischen Angriff auf den Iran direkt die militärische Versorgung und die operativen Fähigkeiten der ukrainischen Fronteinheiten.

Ein Beitrag aus unserer Kooperation mit Unser-Mitteleuropa, Originalartikel auf Vadhajtasok.

Laut „Politico“ führten mittlerweile die drastischen Diesel-Preiserhöhungen zur Treibstoffmangel der in der ukrainischen Armee, was zu einer kritischen Situation im Betrieb von Panzern, Artillerie und gepanzerten Truppentransportern führen könnte. Laut Schlachtfeldberichten sind diese Auswirkungen bereits an der ukrainischen Front spürbar: So berichtete ein anonym bleiben wollender ranghoher Offizier gegenüber „Politico“, dass bereits strenge Rationierungen innerhalb der Armee eingeführt werden müssten.

Ein anderer Soldat erwähnte: Diesel werde derzeit hauptsächlich für Verteidigungseinheiten an der Ostfront in der Donbas-Region reserviert, wo aufgrund des langsamen, aber stetigen Vormarsches russischer Truppen eine konstante Kampfbereitschaft erforderlich ist. Jene im Hinterland stationierten Einheiten müssen aber bereits mit dem Treibstoff sparsam umgehen, was die Bewegung schwerer Ausrüstung erheblich einschränkt.

Auch Privathaushalte betroffen

Somit zeitigt die Energiekrise nunmehr schwerwiegende Folgen nicht nur auf dem Schlachtfeld, sondern auch auf die Zivilbevölkerung. Der Anstieg der Kraftstoffpreise ließ die Inflation in die Höhe treiben und führte bereits zu explodierenden Stromrechnungen für eine Bevölkerung, die ständig unter russischen Angriffen steht.

Die Situation wird weiterhin durch die Blockade der Straße von Hormus verschärft, über die mehr als zwanzig Prozent der weltweiten Öl- und Flüssiggasversorgung verläuft. Infolgedessen hatte der Preis für Rohöl bis zu 120 Dollar pro Barrel erreicht, was zu einer globalen Rezession führen dürfte.

Ukrainisches Energieministerium beschwichtigt

In seinen offiziellen Erklärungen wird versucht, die Öffentlichkeit zu beruhigen und betont, dass es auf dem ukrainischen Ölmarkt keinen Mangel gäbe. Indem das Ministerium angeblich eng mit Marktteilnehmern zusammenarbeite, um die Versorgungswege so zu diversifizieren, dass diese aber den Bedürfnissen von Militär, Landwirtschaft und Bevölkerung gerecht werden. Gleichzeitig aber musste der Energieminister kürzlich im Parlament zugeben, dass die Ukraine zu 85 Prozent ihres Brennstoffbedarfs von ausländischen Importen abhängig, also fast vollständig europäischen und amerikanischen Lieferanten ausgeliefert ist.

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