Iran will Straße von Hormus schließen: Vergeltung gegen den Westen
Bild: NASA, AThe Moderate Resolution Imaging Spectroradiometer (MODIS) on board NASA’s Terra satellite acquired a stunning true-color image of the Strait of Hormuz and the Musandam Peninsula on December 6, 2018 , gemeinfrei
Die Straße von Hormus wird erneut zur globalen Zündschnur: Iran droht mit Blockade und Vergeltung, Washington rasselt mit dem Säbel, Tanker geraten ins Visier. Der Ölmarkt zeigt, wie schnell aus Machtpolitik Weltkrise wird.
Ein Beitrag aus unserer Kooperation mit UnserMitteleuropa
Der Iran will die Straße von Hormus schließen und wird im Falle eines US-Angriffs doppelt so viele Ziele angreifen. Bereits in den vergangenen Tagen kam es zu Angriffen auf Tanker und andere Handelsschiffe in der Region.
Das hat die Sorge vor einer erneuten faktischen Schließung der Meerenge verstärkt. Ob es tatsächlich zu einer vollständigen Sperrung kommt, ist derzeit jedoch ungewiss.
Bei USA-Angriff massive Vergeltungsschläge gegen amerikanische Ziele
Die Islamische Republik werde in der Frage der Straße von Hormus nicht nachgeben und ist bereit, die Kontrolle über diese strategisch wichtige Wasserstraße zu verteidigen. Berichten zufolge hat er zudem die Verhandlungen über ein endgültiges Friedensabkommen mit den USA ausgesetzt. Nach Trumps Drohungen hat der Iran angekündigt, die Straße zu schließen und die Angriffe zu verstärken.
Im Falle eines Angriffs der USA wird der Iran den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus unverzüglich einstellen und Vergeltungsschläge gegen amerikanische Ziele „im Verhältnis von mindestens zwei zu eins“ durchführen – für jedes getroffene iranische Ziel werden mindestens zwei Ziele angegriffen. Dies berichtete der iranische Fernsehsender Press TV unter Berufung auf eine Sicherheitsquelle.
„Jede Drohung wird mit einer entschiedenen Antwort beantwortet. Der Iran macht keinen Unterschied zwischen den Vereinigten Staaten und ihren Partnern in der Region“, fügte die Quelle hinzu.
Laut dem iranischen Fernsehsender werden die USA durch die Umsetzung ihrer jüngsten Drohungen nichts gewinnen, sondern „mit Sicherheit sowohl die Straße von Hormus als auch die Verhandlungen über ein endgültiges Abkommen verlieren“.
Die Ölpreise reagierten bereits mit deutlichen Anstiegen, weil etwa ein Fünftel des weltweit gehandelten Erdöls diese Meerenge passiert.
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