Geheimdienste im Hintergrund

Epstein: Warum Trump den Skandal nicht aufdeckt

Welt
Stephen Ogilvy, Public domain, via Wikimedia Commons

Donald Trump will die Epstein-Liste nicht zeigen. Sie würde nicht existieren, behauptet er plötzlich. Alles sei ein Fake der Demokraten. Der renommierte Journalist Tucker Carlson vermutet eine ganz andere Macht im Hintergrund.

Tucker Carlson, einer der bekanntesten politischen Kommentatoren der USA, hat eine wesentliche (alte) Theorie nun laut ausgesprochen: Jeffrey Epstein habe im Auftrag eines ausländischen Nachrichtendienstes gearbeitet – und die Spur führe direkt nach Israel.

Carlson äußerte sich bei einer Veranstaltung der konservativen Organisation Turning Point USA in Tampa, Florida. Dort präsentierte er seine Einschätzung, warum die Wahrheit über Epstein bis heute nicht ans Licht kommt – und warum selbst Donald Trump die vollständige Epstein-Liste nicht veröffentlichen will. "Vigilant Fox" fasste die Zitate zusammen.

Zwei Theorien – eine Richtung

Carlson begann seine Analyse mit zwei konkurrierenden Erklärungen:

Erstens sei es denkbar, dass Trump selbst in die Affäre verwickelt ist – was laut Carlson jedoch „nicht sehr wahrscheinlich“ sei. Hätte Trump Dreck am Stecken, so Carlson, hätten die Medien es längst breit ausgeschlachtet.

Die zweite Theorie hält Carlson für deutlich plausibler: Die US- und israelischen Geheimdienste stehen im Zentrum der Epstein-Affäre – und werden bis heute aktiv geschützt.

„Woher kam das ganze Geld?“

Für Carlson steht fest: Epsteins Reichtum, seine Kontakte und seine weitreichenden Verbindungen zu Politik, Wirtschaft und Hochadel ließen sich nicht mit normalen Mitteln erklären.

„Wie wird ein Mathematiklehrer ohne College-Abschluss innerhalb weniger Jahre zum Multimillionär mit Insel, Flugzeugen und der größten Privatresidenz in Manhattan? Woher kam das Geld?“

Diese Frage werde seit Jahren konsequent ignoriert. Und das nicht ohne Grund.

Der große Elefant im Raum: Israel

Carlson stellte klar, dass niemand sich traue, die entscheidende Verbindung auszusprechen:

„Es ist extrem offensichtlich, dass Epstein direkte Verbindungen zu einer ausländischen Regierung hatte. Und es ist ebenso offensichtlich, dass diese Regierung Israel war.“

Er kritisierte, dass jede Form dieser Feststellung sofort als „antisemitisch“ abgestempelt werde – obwohl sie sich auf nachrichtendienstliche Vorgänge beziehe, nicht auf Religion oder Ethnie.

„Es ist nicht hasserfüllt, es ist nicht antisemitisch, und es ist nicht einmal anti-israelisch, das zu sagen. Es ist eine logische, journalistische Frage.“

Carlson deutete an, dass Epstein nicht nur Verbindungen zum Mossad gehabt haben könnte, sondern dass dieser ihn möglicherweise gezielt aufgebaut, finanziert und als Werkzeug zur Erpressung eingesetzt habe.

Unterstützung durch CIA-Whistleblower

Zur Untermauerung dieser Theorie verwies Carlson auf einen bekannten Fall aus der CIA-Geschichte: Ein unscheinbarer Kopier-Techniker wurde vom US-Geheimdienst dazu benutzt, über Jahre hinweg geheime Regierungsdokumente zu stehlen – indem er ein kleines Gerät in ein Kopiergerät einbaute.

Diese verdeckte Methode sei hocheffektiv – und Epstein habe eine ähnliche Rolle gespielt, nur in einer ganz anderen Liga: Er hatte Zugriff auf die intimsten Details der globalen Elite – und damit das perfekte Material zur Erpressung.

Die große Frage: Wer hat ihn gedeckt?

Carlson kritisiert, dass bis heute niemand ernsthaft versucht habe, die Hintergründe von Epsteins Netzwerk aufzuklären. Weder die Demokraten noch die Republikaner – auch nicht unter Trump.

Trump: "Fake der Demokraten"

Der frühere Präsident behauptete zuletzt sogar, die sogenannte Epstein-Liste existiere gar nicht und sei ein „Fake der Demokraten“. Eine Behauptung, die viele Beobachter erstaunt zurückließ – zumal seine eigene frühere Justizministerin Pam Bondi Zugriff auf relevante Unterlagen hatte.

Für Carlson ist klar: Trump schweigt nicht, weil er persönlich schuldig ist – sondern weil die Interessen, die hier geschützt werden, größer sind als jede Präsidentschaft.

Carlson über angebliche Zahlungen aus dem Ausland

In der Rede äußerte sich Carlson auch zu Gerüchten, er selbst stehe auf der Gehaltsliste des Emirats Qatar. Seine Reaktion: Spott und Gelächter. Er habe Qatar besucht, halte es für ein interessantes Land, aber:

„Ich habe nie einen Dollar von Qatar bekommen. Und selbst wenn – es würde nichts an der zentralen Frage ändern: Warum ist ein Krieg mit Iran überhaupt eine gute Idee?“

Carlson betonte, dass die Weigerung, solche Fragen zu diskutieren, ein sicheres Zeichen dafür sei, dass man es mit Propaganda, nicht mit ehrlicher Politik zu tun habe.

Ein Tabu fällt

Mit seiner Rede hat Carlson ein politisches Tabu gebrochen: Die offene Diskussion über die Rolle Israels im Fall Epstein. Bisher war diese Sichtweise fast ausschließlich alternativen Medien vorbehalten. Nun wird sie von einer prominenten Stimme aus dem konservativen Mainstream vertreten.

Ob sich daraus echte Konsequenzen ergeben – etwa politischen Druck auf Trump oder die Veröffentlichung der Akten – bleibt abzuwarten.

Doch eines ist klar: Tucker Carlson hat das Thema auf eine neue Ebene gehoben – und die Diskussion wird sich nicht länger mit Ausreden zufrieden geben.

+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++

Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!

Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten