Geburtenraten: Die 'schon länger hier Lebenden' sterben aus
Symbolbild: Freepik
Im Land der Dichter und Denker herrscht Geburtenflaute, Abwanderung und Selbstzufriedenheit. Während andere Nationen wachsen, diskutiert Deutschland lieber Nebensächlichkeiten und sieht tatenlos zu, wie das eigene Fundament zerbröckelt.
Ein Beitrag aus unserer Kooperation mit Unser-Mitteleuropa
Wachstum und Schrumpfung
In 2024 war die Geburtenrate in Deutschland 8,1 Lebendgeborene pro 1000 Einwohner. Die Fertilitätsrate hingegen beziffert die Geburten pro Frau: Sie belief sich 2024 in Deutschland gesamt auf 1,35. Dabei brachten es Frauen deutscher Staatsbürgerschaft nur auf 1,23. Um die Bevölkerung konstant zu halten, müsste die Fertilitätsrate zumindest 2,1 erreichen. Rund die Hälfte der der bevölkerungsreichsten Staaten der Welt liegen inzwischen auch darunter.
DochNigeria mit 233 Millionen Einwohnern (2024), Äthiopien mit 132 Millionen (2024), Pakistan mit 251 Millionen (2024), Bangladesch mit 174 Millionen (2024) und Indonesien mit 284 Millionen (2024) wachsen weiter bzw. halten ihren Bevölkerungsstand. Indien mit 1.45 Milliarden Einwohnern (2024), Brasilien mit 212 Millionen (2024), USA mit 340 Millionen (2024), Russland mit 144 Millionen (2024) und China mit 1.4 Milliarden hingegen schrumpfen in Bezug auf die Bevölkerungszahl, wie auch die kollektiven EU-Staaten.
Anteil ethnischer Deutscher sinkt
Yuri Kofner, Ökonom des MIWI, des Instituts für Marktintegration und Wirtschaftspolitik, hat Ende 2023 in seiner Studie, "Finis Germaniae: Düstere demografische Zukunft der Volksdeutschen", auf folgende negative Entwicklungen und folgenschwere Trends des Niedergangs aufmerksam gemacht: Die unterschiedlichen Fertilitätsraten zwischen "Personen ohne Migrationshintergrund" [= Bezeichnung der ethnischen Deutschen im Jargon offizieller Statistiken] und Asylsuchenden, die weit auseinanderklaffen. Die Auswanderung von mehr als 582.000 gut ausgebildeten Deutschen unter der Kanzlerschaft von Angelika Merkel hat die Situation zusätzlich schlechter macht.
Der Anteil der ethnischen Deutschen in der BRD belief sich 2022 nur noch auf 73%. Zwischen 1960 – 2022 sank die Zahl der autochthonen Deutschen um 12,8 Millionen von 72,1 Millionen auf zuletzt nur noch 59,3 Millionen deutsche Bürger. Vermeintlichem Fachkräftemangel standen 2022 533.000 offene Stellen gegenüber.
Über den demographischen Tod darf man nicht sprechen
Schon zur Mitte des Jahrhunderts werden Bürger mit Migrationshintergrund die absolute Mehrheit der Bevölkerung in der Bundesrepublik Deutschland stellen. Bei Fortsetzung solcher Trends würden ethnische Deutsche bis zum Jahr 2116 beinahe vollständig verschwunden bzw. dann mehr oder weniger ausgestorben sein! Eine Überprüfung mit Künstlicher Intelligenz im Netz bestätigte besagten schleichenden und vollständigen Abgang der deutschen Bevölkerung über die nächsten 90 Jahre, über den man besser nicht spricht, denn das gehört sich nicht. Die Fragestellung unter Eingabe der folgenden Eckparameter lautete: Wie viel Prozent der Bevölkerung blieben nach 90 Jahren bei einer Gesamtbevölkerung von 60 Millionen, bei einer konstanten Fertilitätsrate von 1,39, konstanten Sterberate von 12,7 sowie Einwanderungsrate von null, noch übrig?
Die Antwort über KI bestätigte dazu besagten demografisch letalen Abwärtstrend: KI errechnete und bestätigte: Nach 90 Jahren, würde noch ungefähr 0.41% der ursprünglichen 60 Millionen Bürger vorhanden sein, unter einem Rückgang der Bevölkerung auf ungefähr 245,630 Menschen. Die Kalkulation basiert auf der exponentiellen Wachstums-Formel, die sich aus der vorgegebenen konstanten Fertilitätsrate von 1.39 und konstanten Sterberate von 12.7% (oder 1.27% pro Person) ergibt. [Anmerkung der Status-Redaktion: Das bezieht sich auf die ursprünglichen 60 Millionen, von denen nach 90 Jahren kaum noch mehr übrig sein dürfte. Da Kinder geboren werden bedeutet dies, dass jede Generation nur noch zwei Drittel der Bevölkerung der Vorgängergeneration beträgt. In diesem Rechenbeispiel wären das nach 90 Jahren, also drei Generationen ca 17 - 19 Millionen Menschen. Immer noch katastrophal].
Was läuft schief im Lande der Dichter, Denker und Träumer?
Die deutschen A-Gesellschaften und scheinbar Verantwortlichen müssen sich daher die Frage gefallen lassen, wie man so total versagen kann. Die Antwort verlangt herauszufinden, was hinter den Symptomen, welche politische Parteien aller Couleurs und erregte Bevölkerungsteile seit Jahrzehnten umtreibt, sonst noch stecken könnte:
So, wie die deutsche Politik nach dem Fall des Eisernen Vorhanges zum Ende des vorigen Jahrhunderts schlicht und einfach darauf "vergessen hatte" [GG Art. 146], die Souveränität Deutschlands wiederherzustellen, hat auch der Bürger – wie der Herr, so das Gescherr – die notwendige Ursachenforschung hintangestellt und sich mit Vorliebe in die reinen Symptomen verbissen. Es stimmt: Das war weniger anstrengend, dafür spektakulär, doch löste nicht das Kernproblem, wie man sieht!
Souveränität versus Freiheit
Der Begriff der "Souveränität" wurde von Kuratoren und ihren Spin-Doktoren mit dem Surrogat "Freiheit" vertauscht und als atlantisches Ersatzprogramm noch mit materiellem Wert verknüpft und dergestalt an die führenden Gesellschaftskreise verkauft, während sich das Volk an den Problemen der Straße abzuarbeiten hatte. Das heißt: Oben die "Bereicherten" und unten die "Verärgerten"! Von den Alltagsexzessen abgelenkt, wird dann leicht übersehen, dass abträgliche Grundsatzentscheidungen von sehr großer Tragweite, sprich:
Negativ-Konzepte für "Länder ohne Souveränität", die langfristig angelegt sind, zumeist von außen vorgegeben, doch nicht von den Protektoratsverwaltungen unten im Alleingang entschieden werden! Ohne Souveränität entscheiden solche Staaten selbst nicht mehr über ihre Strategie, sondern haben sich vielmehr auf lokale Kümmernisse zu konzentrieren.
Emmanuel Todd, Anthropologe, Demograf und Historiker hat diesen Zustand im Interview mit Flavio von Witzleben sehr klar und deutlich zum Ausdruck gebracht: "Ich meine, die NATO macht es unmöglich, Frankreich, Deutschland und Italien als Demokratien anzusehen, denn um eine echte Demokratie zu haben, müsste man souverän sein. Ich meine, der Begriff einer nicht souveränen Demokratie ist an sich absurd! Es ist ein Witz! Es ist ein Spiel, das wir spielen! Natürlich würden wir wieder zu Demokratien bzw. unabhängigen Oligarchien werden, wenn die Oberschicht des Landes beschließen würde, aus der NATO auszutreten: Aber im Moment sind die Oligarchien in Frankreich, Deutschland und Italien nur Unterabteilungen bzw. werden von der Zentrale aller Dinge, den USA, dominiert!"
Simulationsdemokratie als Ursache
So, ergeben sich in Folge sogenannte Simulations-Demokratien mit von außen und oben vorkuratierten Ergebnissen: Doch diese gehen voll und ganz zu Lasten des Volkes und der großen Mehrheit, wie man inzwischen immer besser es fühlt! Die Opfer, dazu zählen inländische wie ausländische Menschen zusammen, sollen sich nach Anleitung atlantischer Kuratoren sich stets nur im Kreise drehen und idealerweise gegenseitig zerfleischen. Das scheint man bisher auch hinzukriegen.
Denn, der transatlantische Hegemon verfügt nicht nur über hochkarätige Spin-Doktoren. Sondern ist selbst ein skrupelloser und mit allen Wassern gewaschener Drahtzieher, der seine postkolonialen Konzepte der besonderen Art nicht zum ersten Mal gegenüber unliebsamer Konkurrenz, die im Wege steht, in Stellung bringen lässt.
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