Fürs leistbare Eigenheim: Trump will Immo-Spekulanten ausbremsen
Die USA gelten als Bastion des ungezügelten Kapitalismus, es gibt gefühlt nichts, was dort nicht am vielzitierten "freien Markt" verhandelt wird. Doch ausgerechnet US-Präsident Donald Trump, selbst Milliardär und wirtschaftsfreundlich, schiebt nun beim Grundbedürfnis auf Wohnraum einen Riegel vor. Er kündigte an, dem Kongress ein Gesetz zu empfehlen, das es Wall-Street-Konzernen verbietet, den Immobilienmarkt für Wohnhäuser leerzukaufen und so die Preise für Wohnraum nach oben zu treiben.
Spekulation macht Eigenheim unleistbar
Ein eigenes Stück Land samt einem gediegenen Haus besitzen und dort nach seiner Facon glücklich werden: Diese Vorstellung ist untrennbar mit dem Anspruch vieler Amerikaner an ein erfülltes Leben verbunden. Doch selbst im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" wird es insbesondere für junge Familien immer unmöglicher, sich ein Eigenheim zu leisten. Während der Biden-Jahre stieg der durchschnittliche Hauspreis in den USA von unter 400.000 Dollar auf mittlerweile über 500.000 Dollar.
Schuld ist auch der Wildwuchs an großen Immo-Konzernen, die Wohnraum im großen Stil kaufen. Im Vorjahr ging ein Drittel der Wohn-Immobilienkäufe aufs Konto von Investoren. In Memphis waren es vor einigen Jahren gar jeder zweite Kauf. In New York gehört den Konzernen schon jetzt mehr als die Hälfte. Das treibt die Preise für Eigentum - und auch Mieten, denn inzwischen gehört auch jedes vierte Zinshaus großen Investoren und Konglomeraten. Dort steigen die Mieten stärker als im nationalen Schnitt.
Menschen statt Immo-Riesen im Fokus
Konzerne, die am Immobilienmarkt wildern und mit Wohnraum spekulieren, sind also auch in den USA ein wachsendes Problem, auch wenn ihnen ein geringerer Anteil der Wohnhäuser gehört, als etwa in Deutschland, wo alleine den beiden größten Konzernen "Vonovia" und "Deutsche Wohnen" zusammen fast 600.000 Einheiten besitzen. Skurriles Detail am Rande: Auf der englischen Wikipedia wird behauptet, es sei eine "Verschwörungstheorie", dass sich Investment-Konzerne wie BlackRock und Blackstone große Anteile des Wohnhausmarktes sichern. Für gelernte Bürger ist schon diese Betitelung spätestens seit der Asylkrise & Corona eher ein Zeichen, dass etwas dran sein könnte...
Denn der Trend existiert - und Trump will ihm, wie im Wahlkampf versprochen, nun entgegen wirken. Auf sozialen Medien erklärte er seine Beweggründe: "Für eine sehr lange Zeit, galt es als Erreichen des amerikanischen Traums, ein Eigenheim zu kaufen und zu besitzen. Es war der Lohn für harte Arbeit und gute Entscheidungen. Aber jetzt ist das, auch wegen der Inflation unter Biden, gerade für junge Amerikaner außer Reichweite. Deshalb werde ich mit sofortiger Wirkung Schritte unternehmen, um institutionelle Investoren davon auszuschließen, noch mehr Einfamilienhäuser aufzukaufen. Der Kongress soll das in ein Gesetz gießen. Menschen leben in Häusern, nicht Korporationen."
BREAKING: President Trump announces steps to ban large institutional investors from buying single-family homes.
— The White House (@WhiteHouse) January 7, 2026
"People live in homes, not corporations." - President Donald J. Trump 🇺🇸 pic.twitter.com/MvG2mGodR2
Unterstützung aus beiden Parteien möglich
Teile der amerikanischen Mainstream-Presse sind über die Ankündigung bereits in heller Aufregung. Sie bemühen sich, darauf zu verweisen, dass auch demokratische Politiker sich im Laufe der Zeit für leistbares Wohnen eingesetzt hätten. Dass nun ausgerechnet Trump leistbares Wohnen und die soziale Frage für sich entdeckt, passt vielen Unkenrufern in den Kram. Dazu kommt nun auch noch, dass drei republikanische Senatoren aus Ohio, Missouri und Indiana bereits ankündigten, entsprechende Maßnahmen als regionale Gesetze einzuführen. Und es kommt noch dicker: Denn sogar einige Abgeordnete der Demokraten signalisieren bereits ihre Unterstützung...
Trump wiederum hat Leistbarkeit als Thema dermaßen hoch auf seine Agenda gesetzt, dass er noch dieses Monat sogar bei WEF-Gipfel ansprechen will. Anders als viele andere Länder treten die USA dort nicht als Bittsteller gegenüber globalistischen Ideologien, sondern aus einer Position der Stärke auf. Und das Immobilien-Thema dürfte nicht das einzige sein, was anwesenden CEOs nicht schmecken wird. Denn kurz zuvor erklärte Trump, dass er auch bei Dividenden in Millionenhöhe bei Rüstungskonzernen einen Riegel vorschieben will. Die Branche möge sich auf die Entwicklung schlagkräftiger Waffengattungen konzentrieren, statt Tür und Tor für Spekulanten & Lobbyisten zu öffnen.
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