Ludwig bricht Wahlversprechen

Abzocke in Wien: Öffis um 28%, Parken um 30%, Ortstaxe um 166% teurer

Soziales
Tram: Herbert Orner, Wikimedia Commons, CC BY 4.0; Parkpickerl: Wikimedia Commons, CC0; Ludwig: SPÖ/David Višnjić, Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0; Geldsäcke: Freepik; Komposition: Der Status.

Das Rote Wien ist hochverschuldet und braucht Geld. Wo sollte die SPÖ/NEOS-Koalition also ansetzen, wenn nicht bei den Bürgern, die man nun ein weiteres Mal mit saftigen Gebühren- & Preiserhöhungen schröpft. Sowohl das Parken als auch die Öffi-Jahreskarten werden um mehr als ein Viertel teurer. Und Touristen, die Wien besuchen, dürfen sich darüber freuen, demnächst mehr als den zweieinhalbfachen Preis als Ortstaxe zu berappen. Dazu kommen noch teils absurde Miet-Erhöhungen in manchen Gemeindebauten.

Ständige Gebühren-Erhöhungen in Wien

Das "Rote Wien" positioniert sich gerne als vermeintliche Insel der Heiligen, doch längst ist der soziale Anspruch verlorengegangen. Und so kommt in der Donaumetropole alle Jahre wieder nicht nur zu Weihnachten das Christkind, sondern zu jeder erdenklichen Jahreszeit eine mögliche Erhöhung städtischer Gebühren. Bereits in einem unserer allerersten Artikel im Jänner 2023 "durften" wir daher um eine saftige Erhöhung der Abgaben für Wasser, Abwasser, Müll und Parken berichten.

Vor ziemlich genau einem Jahr dann die nächste Hiobsbotschaft - es folgte die neuerliche "alternativlose" Erhöhung praktisch derselben Gebühren, wie es der damalige Wiener SPÖ-Finanzstadtrat und heutige Verkehrsminister, der Freimaurer Peter Hanke, darstellte. Und schon im September geht's wieder weiter mit der Preislawine, diesmal liegt der Fokus v.a. auf Mobilität. Und dabei ist's völlig egal, ob man sich mit dem Auto oder mit den Öffis fortbewegt: Sozialismus bedeutet in Wien, es wird für alle gleich teurer.

Öffis & Parken: Bald beides unleistbar

So steigen die Kosten des Jahrestickets der "Wiener Linien" von 365 Euro auf saftige 467 Euro - eine Preissteigerung von satten 27,9%. Dabei hatte SPÖ-Bürgermeister noch vor wenigen Monaten beteuert, dass eine solche Erhöhung, die in Wien Ortsansässige UND Pendler massiv trifft, ausgeschlossen sei. Doch nun ist die Landtagswahl geschlagen, und das berühmte "Geschwätz von Gestern" interessiert bei den Genossen niemanden mehr. Im Gegenteil: Finanzstadträtin Barbara Novak und Planungsstadträtin Ulli Sima (beide SPÖ) verteidigten die Teuerung hin zum künftig drittteuersten Bundesländerticket mit der budgetären Situation respektive dem gestiegenen Konsolidierungsbedarf.

Doch wer nun wieder aufs Auto umsteigen will, der wird ebenfalls von einer saftigen Preiserhöhung getroffen - ganz egal, ob es sich um ortsfremde Personen oder ansässige Wiener handelt. Denn sowohl das "Parkpickerl" für das Anwohnerparken als auch die Kurzparkzonen werden sogleich um 30% teurer. Und damit niemand auf blöde Gedanken kommt, steigen auch die Strafen fürs Schwarzfahren in Öffis um etwa 28,5%. Noch teurer als die alltägliche Mobilität ist's nur für Leute, die aus fernen Gefilden nach Wien reisen. Denn die Ortstaxe, die etwa Touristen bei Nächtigungen aufgeschlagen kriegen, beträgt künftig 8,5% statt bisher 3,2% - sie wird also um 166% erhöht.

Hohe Preise für marode Infrastruktur?

Die Teuerung der rot-pinken Stadtkoalition treffen entsprechend bei den Oppositionsparteien in der Stadt auf herbe Ablehnung. So kritisierte etwa FPÖ-Stadtwerkesprecher Klemens Resch: "Lange Intervalle, eine kaputte Schieneninfrastruktur und unklimatisierte Öffi-Garnituren sollen diesen Preisanstieg rechtfertigen? Ein Argument, das wohl nur im roten Sima-Universum zieht." Auch die ÖVP kritisiert die Abwälzung der Kosten auf Bürger, die Grünen wiederum sehen darin das "Gegenteil von klimasozialer Politik". Auf gut Deutsch: Die Einzigen, die etwas gutes daran erkennen, sitzen in der Stadtregierung, die auf Kosten der Menschen das leere Säckel wieder auffüllen wollen.

Indes ist nicht einmal das "Heiligtum" der Wiener Sozialdemokratie, nämlich der Gemeindebau, noch vor Preislawinen sicher. Nachdem zahlreiche Wohnhäuser der Stadt immer wieder wegen ihres baufälligen Zustandes oder als soziale Brennpunkte infolge der ungebremsten Massenmigration im medialen Fokus sind, kommen nun punktuell unfassbare Teuerungen. So ist die Rede etwa von einem eigentlich sanierungsbedürftigen Gemeindebau am Handelskai. Dort müssen die Mieter laut Medienberichten damit rechnen, über Nacht plötzlich bis zu 400 Euro mehr an Miete zu berappen. Kein Einzelfall: Vor 3 Jahren sorgte ein Mietpreissprung in Favoriten um 60% für Aufregung... 

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