Auferstanden aus Ruinen der Bedeutungslosigkeit?

Wie Umfragen vor der Wahl „Die Linke“ abfeiern!

Politik
Symbolbild: Freepik

Die politische Landschaft Deutschlands bleibt in Bewegung – und mit ihr die Erzählungen, die über ihre Akteure gestrickt werden. Besonders die Partei „Die Linke“ sorgt derzeit für Debatten, die von Wiederauferstehung bis Untergangsszenarien reichen. Doch ist ihr vermeintliches Comeback tatsächlich Ausdruck eines gesellschaftlichen Wandels oder nur eine mediale Inszenierung?

Politische Wiederauferstehung oder ein letztes Aufbäumen?

Leben Totgesagte wirklich länger? Wenn es nach Meinung journalistischer Haltungskollegen geht, dann dürfte die Partei "Die Linke" in diesen Tagen Ähnliches erfahren wie damals Jesus Christus. Eigentlich schon längst nicht mehr unter den politisch Relevanten, steht sie aus Ruinen wieder auf, um mit ihrer Predigt von Sozialismus 2.0 nicht nur den Milliardären an den Kragen zu gehen, sondern sich trotz Messerattentaten und Amokfahrten weiterhin nach einer bunten Welt zu sehnen.

In ihrer Normalität unterwerfen sich der nonbinäre Veganer und der salafistische Hardliner gen Mekka betend Allah. Und ökonomischer Erfolg muss nicht hart erarbeitet, sondern durch Enteignung erzwungen werden. Natürlich kann man unter diesem Aspekt blind Umfragen vertrauen, die Heidi Reichinnek und Jan van Aken den Sprung in den Bundestag prognostizieren.

Sie schwadronieren in einer beispiellosen Aufholjagd von der Notwendigkeit einer nachhaltigen, toleranten und vielfältigen Republik von morgen, welche den Schwerstverbrecher mit fremden Wurzeln nicht etwa nach Afghanistan zurückschickt. Sondern ihn aufgrund seiner traumatischen Fluchterfahrung für schuldunfähig erklärt und in die Freiheit einer ausgiebig möblierten Sozialwohnung samt Wärmepumpenheizung entlässt.

Spaltung und Manipulation bestimmen den plötzlichen Aufschwung

Ob sich für diese naive, dreiste und spöttische Mentalität tatsächlich Unterstützer in einer zweifelsohne lethargischen Gesellschaft finden lassen, muss sogar in einem von Selbsthass getriebenen Deutschland angezweifelt werden. Letztlich dürfte als Erklärung für ein Überspringen der Fünf-Prozent-Marke die deutlich rückläufige Zustimmung für das abgespaltene BSW nicht genügen.

Was soll also plötzlich dazu führen, dass diejenigen auf dem Spielfeld zurück sind, die doch über Monate der Bedeutungslosigkeit nach waren? Zeigen Spaltung und Polarisierung Wirkung, geraten immer mehr Menschen in die Fänge vermeintlicher Scheindemokraten vor dem Brandenburger Tor, die auch nach dem unzähligsten Einzelfall lautstark "Nazis töten" krakeelen?

Oder will man uns so kurz vor dem 23. Februar eine Entwicklung suggerieren, die mit der Realität ungefähr genauso viel zu tun hat wie das Narrativ einer russischen Beeinflussung des hiesigen Souveräns an der Wahlurne? Dass aktuell massive Desinformation im Gange ist, das würden ehrliche Faktenchecker auch nach den zahlreichen TV-Duellen der Spitzenkandidaten attestieren, wären sie nicht auf einem Auge blind - und mit einer subtilen Einseitigkeit wie latenten Tendenziösität geimpft.

Die Sehnsucht nach Planwirtschaft und gescheiterten Ideologien

Man mag es mit einem gesunden Verstand kaum für bare Münze nehmen. Aber es gibt wohl noch immer Charaktere, die dem Kopfschütteln von Zeitzeugen zum Trotz die Geschehnisse von 1989/1990 zutiefst bedauern, weil mit dem Fall der Mauer und einem Ende der DDR auch Marx und Engels noch einmal begraben wurden. Wie sehr sehnt man sich auch jetzt wieder nach einer Planwirtschaft, in der Bequemlichkeit und Schmarotzertum hofiert werden - und Euronen durch Nichtstun an den Bäumen wachsen.

Betriebe sollen verstaatlicht werden, die Reichen sollen bluten. Man lenkt den Fokus weg von all dem Übel dieser Zeit, weil man Queerismus und Wokeness den grausamen Bildern von fehlgeleiteten Islamisten nicht ohne Hintergedanken vorziehen möchte. Denn nur derjenige, dem insgeheim klar ist, dass er sich mit Pluralismus, Globalismus und Multikulturalismus als längst gescheiterte Ideologien in die Tasche lügt, wird moralische Abstumpfung, ethische Verrohung und sittliche Empathielosigkeit zu Tugenden erklären - und neue Sogeffekte für noch mehr Massenzuwanderung verstärken können.

Um diese Doppelzüngigkeit täglich neu zu pflegen, braucht es eine kaltherzige Gesinnung. Und diese kaltherzige Gesinnung ist 35 Jahre nach Ende des Sozialismus wieder vollends en vogue.

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