Wie besinnlich: Ministerin warnt im Advent vor 'Orgasmus-Gap'
Schumann: SPÖ Presse & Kommunikation, Flickr, CC BY-SA 2.0; Bildzitat: Facebook; Komposition: Der Status.
Während Millionen von Österreich am Sonntag mit Keksen & Gesang im Kerzenschein den 4. Advent feierten, beging SPÖ-Sozialministerin Korinna Schumann lieber den "Welt-Orgasmustag". Und diesen zelebrierte ihr Ressort mit etlichen Grafik-Kacheln, die sich über einen "Orgasmus-Gap" echauffieren. Demnach würden Frauen in heterosexuellen Beziehungen zu selten zum Höhepunkt kommen.
Ministeriale Sorge um den Orgasmus
Die "toxische Männlichkeit" versaut echt alles: In der Vorweihnachtszeit könnten weniger Nerven blank liegen, wenn "Netflix & Chill" einfach feministischer wäre, indem man den Stress mit heißen Orgasmen senkt! So zumindest die Gedankenwelt von Sozialministerin Korinna Schumann (SPÖ). Die Vorstellung von Sex sei männlich geprägt, und dies sei angeblich der Grund, weshalb unterdrückte Heimchen an österreichischen Herden seltener zum Orgasmus kämen als ihre Göttergatten und als Lesben.
Auch die vermeintliche "Lösung" hat man gleich parat: "Sexualaufklärung soll neben Fortpflanzung auch Lust und Vielfalt thematisieren". Oder in anderen Worten zwischen den Zeilen: Wenn man Schulkinder einfach häufiger mit Bildern idealerweise homosexueller Paare möglichst unterschiedlicher Hautfarben beim Geschlechtsakt behelligt, wird alles gut. Den Ist-Zustand in heimischen Betten als reines Medium zum Kindermachen wiederum scheint sie mit einer Episode aus dem "Report der Magd" zu verwechseln.
Sex-Kampagnen mit "Tradition"
Woher die - privat verheiratete - Ministerin die Erfahrungswerte für ihren Beitrag nimmt, ist unklar, denn Quellen nennt der ministeriale Post keine. Womöglich hat also jemand im personell üppig & teuer besetzten Ministerium eine Schmökerstunde auf Wikipedia eingelegt, wo v.a. zwei US-Studien das zugehörige Lemma untermauern sollen. Oder liest gerade im Buch der Akte-X-Hauptdarstellerin über sexuelle Fantasien von Frauen, wo der "Orgasmus-Gap" auch vorkommt.
Wie dem auch sei: Vor Schumann setzte sich schon Amtsvorgänger Johannes Rauch (Grüne) mit einer "Safer Sex"-Kampagne in die Nesseln - Der Status berichtete. Mit u.a. auf Bierdeckeln gedruckte Sätzen wie "Bock auf Rimming?" oder "Scharf auf Scissoring?" (vulgo: sinnliches Arschlecken & Muschi-Aneinander-Reiben) ließ er Jugendliche mit Steuergeld über LGBTQ-Sex-Praktiken unterrichten. Und dessen Parteifreund & Vorvorgänger Rudi Anschober brachte einen Leitfaden für sichere Corona-Bordellbesuche raus.
FPÖ hinterfragt Schumann-Prioritäten
In den Kommentaren unter dem Sozialministerium-Posting ist das Verständnis für den ministerialen "Dr. Sommer"-Beitrag enden wollend. Für Kopfschütteln sorgt er zudem auch bei FPÖ-Mandatarin Lisa Schuch-Gubik: "Heute ist der vierte Adventsonntag, die Österreicher bereiten sich auf Weihnachten vor, aber SPÖ-Sozialministerin Schumann hat offenbar nichts Besseres zu tun, als den Welt-Orgasmus-Tag auf Facebook groß abzufeiern, inklusive Melanzani- und Pfirsich-Emojis."
Es sei "besonders skurril", dass man sich drei Tage vor Weihnachten dem Thema Orgasmus widmet. Fix sei dabei: "Befriedigend war auch die Performance von ÖVP, SPÖ & NEOS in diesem Jahr absolut nicht". Sie empfiehlt der Ministerin, sich schleunigst um echte Probleme der Bürger zu kümmern, die gerade kurz vor Weihnachten negative Auswirkungen der verfehlten "Ömpel"-Politik spüren. Sie kündigte eine parlamentarische Anfrage an, um zu ergründen, wie viel Steuergeld für diese Infokampagne floss.
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