Wahlbeobachtung ist ein Ausdruck von Zivilcourage!
Symbolbild: Freepik
Wer hätte gedacht, dass wir in unserem einstigen Vorzeigeland einmal selbst wachsam prüfen müssten, ob unsere Wahlen tatsächlich sauber ablaufen? Während staatstreue Medien das Recht auf Wahlbeobachtung als Verschwörungstheorie abtun, rückt der Verdacht gezielter Manipulation immer näher. Warum jeder Einzelne am 23. Februar 2025 zur Verteidigung unserer Volksherrschaft beitragen sollte, lesen Sie im Folgenden.
Wahlbeobachtung statt Willkür
Eigentlich kennt man derartige Maßnahmen nur aus autoritären Staaten. Mittlerweile jedoch ist es offenbar auch bei uns dringend nötig und angezeigt, dass zur Sicherstellung reibungsloser Abläufe beim Hochfest der Volksherrschaft Externe beauftragt werden, ein kritisches und prüfendes Auge auf das Votum zu werfen. Doch was in diesem Zusammenhang vielen unter uns unbekannt sein dürfte ist das jedem Einzelnen zustehende Recht, sich auch am 23. Februar 2025 selbst als Wahlbeobachter zu betätigen.
Lediglich die Kabine, in der der Souverän sein Kreuz setzt, ist selbstverständlich aus Geheimhaltungspflichten tabu. Doch alle anderen Prozesse über den gesamten Tag hinweg müssen zugänglich gemacht werden. Und dazu gehört explizit auch die Auszählung, bei der man den Helfern über die Schulter schauen darf. Schon in der Vergangenheit gab es Anstalten, diesen Grundsatz aus den Angeln zu heben, indem mit Stuhlbarrikaden ein Blick von außen verhindert werden sollte. Doch derartige Blockaden sind eindeutig illegitim und sollten gemeldet werden.
Alles zu #Wahlbeobachtung der #Bundestagswahl:https://t.co/a01D13Fl4y
— einprozent.de (@ein_prozent) February 12, 2025
Verbriefte Rechte unter Beschuss
Gerade unter diesem Gesichtspunkt wird von staatstreuen Medien aktuell das durch Art. 38 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 und Abs. 2 GG verbriefte Prinzip der öffentlichen Überprüfbarkeit sämtlicher Vorgänge auch deshalb diskreditiert, weil insbesondere das rechte Lager dazu aufruft, davon ausgiebig Gebrauch zu machen. Schließlich ist es mittlerweile keine bloße Verschwörungstheorie mehr, dass antifaschistische Kreise mit Vehemenz versuchen, das Wahlergebnis durch Vernichtung oder Veränderung von Zetteln mit AfD-Stimmen zu manipulieren.
Ob es zu einer großangelegten Kampagne kommt, um ihren Anteil beim Votum massiv nach unten zu drücken, darüber kann man nur spekulieren. Zumindest scheint in diesen Tagen nichts mehr ausgeschlossen, weil wir schon längst nicht mehr jenes Vorbild für die Welt sind, als das man uns einst wahrgenommen hat. Schließlich gibt es keine Garantie mehr dafür, dass das Resümee am Montag danach tadellos ist.
Demokratie auf dem Prüfstand
Die Worte des US-Vizepräsidenten Vance auf der Münchner Sicherheitskonferenz machten deutlich, dass nicht nur die Meinungsfreiheit in unseren Breiten heute einen schweren Stand hat. Auch andere Kernelemente der Demokratie stehen bei uns offensichtlich zur Disposition. In Rumänien wurde bereits ein unliebsames Resultat kurzerhand annulliert. Und auch in Österreich geht das Umgehen des Mehrheitswillens der Bevölkerung weiter.
Warum sollten wir also ausgespart bleiben von einer etwaigen Sabotage, die deutlich weniger abwegig ist als die Vermutung sogenannter Terrorismusexperten, die die Messerattentate und Amokfahrten der jüngeren Vergangenheit als eine vom Ausland gesteuerte Aktion zur Beeinflussung der bundesrepublikanischen Bewusstseinsbildung betrachten? Daher sei jeder, dem es ein Anliegen ist, dass weit nach 18.00 Uhr ordnungsgemäß Fazit gezogen und authentische Zahlen vorgelegt werden können, zu einer Begleitung der Abläufe im Stimmlokal als Ausdruck von Zivilcourage und Bürgerpflicht eingeladen.
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