Volksfern: Häupl hält Österreicher zu faul für morgendliche Arbeit
In einem "Kurier"-Interview sorgte der Wiener Ex-Bürgermeister Michael Häupf (SPÖ) für Irrationen. Denn nicht nur glaubt er, dass die Integration von Migranten in der Hauptstadt großteil gut funktioniert habe - er hält die Massenzuwanderung auch für alternativlos. Sein Argument dafür: Einheimische Österreicher seien zu faul, um zu früher Morgenstunde aufzustehen, um etwa einen Marktstand zu betreiben. Lob fand er hingegen ausgerechnet für die Integrationswirkung des Brunnenmarkts, an dem einst eine Österreicherin am nächtlichen Weg zur Arbeit ermordet wurde...
"Kein Österreicher steht um 3 Uhr auf"
Michael Häupl, der bis 2018 fast ein Vierteljahrhundert lang die Geschicke im Wiener Rathaus leitete, galt nicht als Sinnbild für überbordenden Fleiß. Manches Mal bekundete er, mit seinem Werk für die Woche bereits am Dienstagmittag fertig sei. Genügend Zeit also, um den Gaumen mit etwas legendärem "Spritzwein" zu befeuchten - ein Hobby, auf das er auch im vorliegenden Gespräch rekurriert. So will er sich mit anderen Landeshauptleuten um 2 Uhr morgens in feuchtfröhlicher Runde zu Deals verabredet haben.
In dieser Welt muss das Aufstehen zu ähnlicher Zeit wie eine geradezu übermenschliche Leistung vorkommen. Die aber in seiner Welt nur Zuwanderer erfüllen würden: Denn den Ottakringer Brunnenmarkt hält er für ein Zeichen gelungener Integration. Mit folgender Begründung: "Dort findet man keinen gebürtigen Österreicher, weil Dir keiner um drei Uhr früh aufsteht, um am Großgrünmarkt das Obst und Gemüse zu holen."
Die Realität sieht freilich anders aus
Für viele Einheimische müssen sich diese Zeilen wie ein Schlag ins Gesicht anfühlen. Überall im Land stehen zigtausende Schichtarbeiter sehr wohl mitten in der Nacht auf. Viele leisten täglich Nachtschichten, Einsatzkräfte und Spitalspersonal sowieso. Auch etwa das Bäckerhandwerk erfordert solche Arbeitszeiten - und das ist fast durch das gesamte Land hauptsächlich von einheimischen Meistern, Gesellen und Mitarbeitern geprägt. Arbeitsstellen im produzierenden Gewerbe, wo es zumindest einen Nationalitäten-Mix gibt, erfordern oft ebenso das Aufstehen zu Zeiten, wo noch kein Öffi fährt. Irgendwas mit Arbeiterpartei...
Brunnenmarkt-Mord am Arbeitsweg
Besonders eiskalt ist die Aussage vor dem Hintergrund, dass er sie mit dem "Erfolg" des Brunnenmarktes verbindet. Denn dort wurde vor 10 Jahren die Patriotin Maria Eschelmüller auf dem nächtlichen Weg zu ihrer ehrlichen Arbeit als Reinigungskraft von einem amtsbekannten Afrikaner mit einer Eisenstange brutal ermordet. Direkt an den Brunnenmarkt schließt übrigens der Yppenmarkt an, der aufgrund von Integrationsproblemen zur - freilich wenig wirksamen - Waffenverbotszone erklärt wurde.
+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++
Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!
Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende