Freie Essenswahl? Nicht für Studenten!

'VegÖHtarisch': Kritik an linkem Fleisch-Bann an unseren Unis

Politik
Symbolbild: Freepik

Wer in Österreich studieren geht, muss dafür jedes Semester einen Zwangsbeitrag an die "Österreichische Hochschülerschaft" (ÖH) entrichtet. Die linke Koalition in der Uni-Vertretung nutzt diese Gelder aber nicht, um die alltäglichen Probleme der Studenten zu bekämpfen. Sondern für ideologische Bevormundung: Denn kurz vor Weihnachten wurde beschlossen, dass bei ÖH-Veranstaltungen künftig nur noch fleischlose Gerichte finanziert werden. Dies stößt auf heftige Kritik, u.a. vonseiten der FPÖ.

Grünzeug-Pflicht gegen "Ausbeutung"

Antragsteller waren die "Grünen & Alternativen Student_innen" (GRAS), die dem "Verbotspartei"-Ruf der nahestehenden Partei alle Ehre machen. In der linken ÖH-Koalition setzten sie mit dem "Verband sozialistischer Student_innen in Österreich" (VSStÖ) den De-Facto-Fleischbann durch ("Für dich erreicht: Schnitzel bitte nur mehr vegan"). Begründet wurde dies mit Kritik an der Fleischindustrie, weshalb man eine "Verantwortung gegen diese Ausbeutung von Tieren und Umwelt" habe.

Die linke Wohlfühlblase kennt ein Pardon: Wenn Großkonzerne nicht aufs Tierwohl achten, nimmt man Bauern und selbstschlachtende Metzger mit in Geiselhaft und bevormundet fast 400.000 Studenten beim Essen. Zwar behauptet GRAS, dass man "keinem das Schnitzel verbieten" will. In Wahrheit wollte die Grazer ÖH schon vor 2 Jahren die Uni-Mensen auf rein vegane Speiseangebote umstellen lassen. Dabei setzen diese ohnehin auf heimisches Bio-Fleisch und das vegane & vegatarische Speiseangebot ist umfangreich.

Bildzitat: Instagram

FPÖ für Wahlfreiheit am Speiseplan

Doch egal, wie groß die fleischlose Auswahl ist, bleibt das Schnitzel der eigentliche Verkaufsschlager, wenn sich Studenten an einem harten Tag des Paukens bei Kräften halten wollen - und so nutzen die linken Fraktionen ihre Macht, um es allen zu vermiesen. Scharfe Kritik kommt von FPÖ-Studentensprecher Manuel Litzke: "Mit dieser Entscheidung hat sich die ÖH einmal mehr als ideologisch gesteuerte Lobby-Organisation entpuppt, die den Willen der breiten Studentenschaft ignoriert [...] Studenten sollen selbst entscheiden dürfen, was sie essen – und nicht von einer politischen Minderheit bevormundet werden, die ihre Weltanschauung zur verbindlichen Regel erheben will.“

Insbesondere sei das faktische Fleisch-Verbot bei ÖH_Veranstaltungen weder sachlich begründet, noch entspreche es dem Anspruch, alle Studenten gleichermaßen zu vertren. Die Entscheidung sei ein "Angriff auf die Wahlfreiheit, diskriminierend und trifft nicht die Bedürfnisse der großen Mehrheit". Er forderte die Rücknahme des ideologischen Essens-Banns. Außerdem sollte sich die ÖH "endlich wieder mit den tatsächlichen Problemen der Studenten befassen, statt ideologische Nebenkriegsschauplätze zu eröffnen". Von explodierenden Wohnkosten über Teuerung bis hin zu immer schlechteren Studienbedingungen gebe es mehr als genug zu tun.

Uni-Mehrheit bevormundet Studenten

Diesmal ist die FPÖ mit ihrer Kritik nicht allein: Laurin Weninger, der Bundesobmann der ÖVP-nahen "Aktionsgemeinschaft" (AG) wetterte: "Das ist ideologische Bevormundung pur. Die ÖH ist keine Erziehungsanstalt, sondern eine Serviceeinrichtung für Studierende. Wer nichts mehr zu den echten Problemen im Studienalltag beitragen kann, flüchtet sich offenbar in Symbolpolitik. Während Studierende um Lehrplätze kämpfen, kämpft die ÖH gegen Schnitzel."

Entgegen dem Bundestrend im Volk haben an Hochschulen linke Fraktionen dank des "Marsches durch die Institutionen" die Oberhand. Neben der rot-grünen Koalition traten bei der jüngsten ÖH-Wahl gleich drei kommunistische Listen an, eine davon ist aktuell in Innsbruck und Wien sogar Teil der dortigen Uni-Koalition. An letzterer Uni unterhält die ÖH zudem sogar ein "Antifa-Referat". Zu den früheren ÖH-Vorsitzenden gehört mit Sigrid Maurer (Grüne) auch die Ex-Klubobfrau einer ehemaligen Regierungspartei.

NEOS-Minister als Veggie-Zwang-Vorreiter

Apropos Regierung: Der "Veggie-Zwang" ist aber nicht nur ein Prestige-Projekt der linken ÖH-Spitze, sondern längst im Dunstkreis der hohen Politik angekommen. So verordnete der heutige NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr als Wiener Stadtrat einen wöchentlichen Tag in den Schulkantinen, an dem ausschließlich vegetarische Speisen angeboten werden dürfen. Diese begründete er mit "Generationengerechtigkeit" und versprach sich davon einen "positiven Effekt aufs Klima" - Der Status berichtete.

Auch hier ging eine ähnliche Ausgangslage voraus. Je nach Menülinie kam maximal dreimal pro Woche ein Fleischgericht auf den Tisch, im Schnitt nur einmal. Allerdings erfreuten sich diese großer Beliebtheit: Wenn ein Fleisch-Menü angeboten wurde, wählten rund 40% der Schulen dies auch aus - vermutlich, weil die Schüler es gerne aßen. Im deutschen Freiburg ging man einen ähnlichen Weg und verordnete Schülern ein vegetarisches Einheitsmenü, offiziell aus "Kostengründen". 

+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++

Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!

Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten