Teure Klimapanik: Regierung aktiviert 'Hitzetelefon' wieder
Das mit dem Sparen hat die Ömpel-Regierung noch nicht so richtig heraußen. Zwar setzt man bei den Bürgern den Rotstift mit aller Vehemenz an, aber selbst, in den Kabinetten und bei externen Beratern ist man mehr als freigiebig. Und auch zweifelhafte Institutionen, wie das Hitzetelefon des nationalen Hitzeschutzplans lässt man auf Steuerzahlerkosten weiterlaufen.
Es ist wieder Klima statt Wetter. Und deshalb nahm am 26. Juni wieder das österreichische Hitzetelefon seine Arbeit auf. "Unter der kostenfreien Telefonnummer 0800 880 800 bietet es rasch und unkompliziert Informationen und Tipps zum richtigen Verhalten bei großer Hitze", heißt es dazu auf der Seite des Bundesministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Damit setzt SPÖ-Ministerin Korinna Schumann das Projekt, welches von ihrem Vorgänger, dem grünen Gesundheits- & Sozialminister Johannes Rauch ins Leben gerufen wurde, fort - Der Status berichtete.
"Niederschwelliges Angebot" auf Kleinkindniveau
Und Schumann schürt die übliche Klimapanik und erklärt dazu: "Die Sommer werden immer heißer, und damit steigt auch die Belastung für viele Menschen – insbesondere für ältere und gesundheitlich vorbelastete Personen. Mit dem Hitzetelefon bieten wir eine niederschwellige Anlaufstelle, um mit Beratung und Informationen gesundheitlichen Problemen frühzeitig vorzubeugen. Es ist ein wichtiger Beitrag, um gut durch den Sommer zu kommen."
So niedrigschwellig das Angebot sein mag, so niedrigschwellig dürfte auch das Niveau der Informationen sein, die vermittelt werden, zumindest wenn diese sich ähnlich gestalten, wie in der bekannten Broschüre "Sommer, Sonne, Hitze - Gesunde Tipps für die heiße Jahreszeit" des Ministeriums. Denn immerhin sollte man davon ausgehen können, dass vor allem auch ältere Menschen im Laufe der Jahre gelernt haben, mit heißen und sonnigen Tagen umzugehen, immerhin haben sie es geschafft, Jahrzehnte ohne Hitzetelefone zu überleben.
Luftige Kleidung, Trinken, Schatten
Im Ministerium scheint man jedoch davon auszugehen, dass die Österreich etwas auf den Kopf gefallen sind - oder man passt unbewusst das Niveau der Spitzenpolitik an? So kommt man in der Broschüre auch mit Allerwelttipps daher, die immer wieder für Kopfschütteln sorgen. So wird empfohlen viel zu trinken, 1,5 bis 3 Liter täglich, am besten Wasser. Und auch besonders Babys und Kleinkinder, so ein Ratschlag, soll man zum Trinken animieren - am besten also dem Baby gleich einen Lageplan vom Kühlschrank malen.
Auch, dass man Sonnenschutzmittel auftragen soll oder sich besser im Schatten statt in der prallen Sonne aufhalten sollte, dürfte sich auch ohne Ministerium in Österreich herumgesprochen haben. Für die Daunenjacken- und Wintermantel-Träger im Sommer hält das Ministerium noch einen besonderen Tipp bereit: "Leichte, luftdurchlässige, den Körper bedeckende Kleidung tragen".
Steuergeld für die falschen Berater?
Dem gelernten Österreicher stellt sich anhand der letzten Steuergeld-Exzesse der Regierung die Frage, ob nicht die falschen Berater engagiert wurden. Immerhin wurden Extrakosten in Höhe von 1,75 Millionen Euro fabriziert. Darunter Mediencoaches für SPÖ-Vizekanzler Andreas Balber für 5.670 Euro für die ORF-Pressestunde, oder 30.000 Euro für eine SPÖ-nahe Kommunikationsagentur. Aber auch Sozialministerin Schumann war in dieser Hinsicht nicht untätig, auch hier wurden mehrere Zehntausend Euro für Medien-Coaching und Sonstiges ausgegeben. Und wer wagt, diese Optik zu kritisieren, dem wird postwendend anwaltlich gedroht - Der Status berichtete.
Hätte man für das Geld andere Berater gewählt, etwa ein Unternehmen, welches Einsparpotential in den Ministerien, Kabinetten und deren Projekten prüft, wäre dem Steuersäckel und den Österreichern mehr geholfen gewesen. Allerdings hätte dann neben dem Hitzetelefon - interessant wäre auch, wie viele Bürger zum Hörer greifen - auch die Regierung verloren, und zwar ihren Ruf, die teuerste Regierung aller Zeiten zu sein.
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