Teuerung & Inflation: Mehrheit der Deutschen spart, wo es nur geht
Symbolbild: Freepik
Die hohe Inflation der vergangenen Jahre und nun die erneute Preisexplosion bei Sprit und Energie sorgen dafür, dass die Deutschen ihr Konsumverhalten ändern. Bei einer Umfrage gaben 58 Prozent an, sich im Alltag deutlich einzuschränken. Gespart wird dabei überall, bei Restaurantbesuchen, Kraftstoff und sogar bei Lebensmitteln.
Die Teuerungen schlagen bei den meisten Bürgern in Deutschland voll zu. Überall wird versucht Sparpotenzial auszureizen, um noch über die Runden zu kommen. So lässt inzwischen aufgrund der hohen Spritpreise auch jeder Dritte sein Auto stehen, wenn es möglich ist. 68 Prozent änderten ihr Fahrverhalten jedoch nicht, so eine Umfrage von Forsa für RTL und ntv. Von denen, die den Wagen stehen lassen, steigen 51 Prozent auf das Fahrrad um, 42 Prozent gehen vermehrt zu Fuß und 35 Prozent nutzen den öffentlichen Verkehr, weitere 22 Prozent organisieren Fahrgemeinschaften. Daraus könnte man schlussfolgern, dass es für viele trotz der hohen Preise nicht möglich ist, auf das Auto zu verzichten, sei es für den Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen in ländlichen Regionen, denn versucht zu sparen wird überall.
58 Prozent schränken sich ein
Denn die Umfrage zeigt, wie stark sich das Verhalten in weiten Kreisen der Bevölkerung verändert hat. So gaben 58 Prozent der Befragten an, ihr Konsumverhalten zuletzt heruntergeschraubt zu haben, nur noch 41 Prozent erklärten, dass sie wie gewohnt weiter leben würden. Ein Zeichen, dass die multiplen Krisen und die Teuerungen der Vergangenheit in der breiten Schicht der Bevölkerung angekommen sind. Und das veränderte Konsumverhalten schlägt sich natürlich ebenfalls negativ auf die Wirtschaft nieder. So geraten immer mehr Branchen unter Druck, die schon seit Corona und den mit den Maßnahmen verbundenen veränderten Freizeitverhalten massiv zu kämpfen haben und nun abermals die politisch verursachte Abwärtsspirale ausbaden müssen.
Restaurantbesuche, Anschaffungen, Lebensmittel...
So zeigt die Forsa-Erhebung, dass die Bürger im angeblich reichen Deutschland derzeit in allen Bereichen rechnen und sparen. Vor allem sparen dabei jüngere Menschen unter 30 Jahren und Personen, deren Nettoeinkommen unter 2.500 Euro im Monat liegt. 2024 lag der mittlere Bruttojahresverdienst (Median) für Vollzeitbeschäftigte inklusive Sonderzahlungen bei 52.159 Euro - das entspricht, je nach Steuerklasse einem monatlichen Einkommen zwischen etwa 2.300 bis 2.600 Euro netto. Und wie die Forsa-Umfrage zeigt: 76 Prozent der Sparer verzichten zuerst auf Restaurantbesuche, für die Gastronomie ein Schlag. Danach folgt mit 69 Prozent die Reduktion der Ausgaben für Neuanschaffungen oder gleich deren Verschiebung. Ebenfalls 69 Prozent der Befragten gaben an, bei Lebensmitteln den Sparstift anzusetzen. 65 Prozent sparen beim Kraftstoff und 59 Prozent bei der Energie. Auch beim Urlaub und bei Freizeitaktivitäten gaben 57 Prozent bzw. 55 Prozent an, zu sparen.
Abwärtsspirale geht weiter
Dass immer weniger zum Leben bleibt, liegt nicht zuletzt auch an der extrem hohen Abgabenlast. Laut dem Bund deutscher Steuerzahler liegt sie bei durchschnittlich etwa 52,9%. - die zweit- oder dritthöchste Abgabenlast im europäischen Vergleich - und dazu kommen dann diverse andere Abgaben, wie Mehrwertsteuer etc. noch obendrauf - Der Status berichtete. Und selbst ohne derartig hohe Abgaben steigt in ganz Europa die Gefahr der Verarmung großer Teile der Bevölkerung und die soziale Unsicherheit wächst. Mehr als 93 Millionen Menschen gelten laut Eurostat in der EU inzwischen als armutsgefährdet – fast jeder Fünfte - Der Status berichtete. Und der Wohlstandsverlust für die Bevölkerung geht durch die aktuelle Politik weiter, die Lebenshaltungskosten steigen und die Realeinkommen sinken.
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