Spritpreis bleibt hoch: 'Bremse' schon wieder völlig für die Katz
Symbolbild: Freepik
Was feierte sich die "Ömpel"-Regierung doch für ihre "Spritpreisbremse"! Bis zuletzt feilschte man um Details, ehe sie am Donnerstag mit einem Tag Verspätung dann doch kam. Doch die "Entspannung" von bis zu 10 Cent war bereits am nächsten Tag schon wieder Makulatur. Seither blieben zeitweilige Senkungen äußerst bescheiden, obwohl Medien teilweise versuchen, das Gegenteil zu suggerieren. Und schon am Mittwoch könnte angesichts international weiter steigender Preise der nächste Preis-Schock drohen!
Kaum beschlossen, schon verpufft
Die sogenannte "Spritpreisbremse" war ohnehin von vornherein nur eine Mogelpackung. So waren etwa Autobahn-Tankstellen, die in der Regel zu großen Ketten gehören, von der Anfang an davon ausgenommen, obwohl sie sowieso die teuersten Zapfsäulen der Republik anbieten. Den kleineren privaten Anbietern gewährte man auch ein Galgenfrist zur Umsetzung der gesamten Bremsen, wiewohl diese üblicherweise ohnehin zu den billigeren Tankstellen gehören. Als sie ab 2. April dann galt, sollte Sprit vermeintlich um 10 Cent billiger werden.
Doch dieser Effekt war nicht von Dauer: Denn schon am Freitagmittag, bei der nächsten erlaubten Preiserhöhung war das "Bremserl" teils schon wieder verpufft. Denn im Schnitt stiegen diese im Vergleich zum Vortag laut "E-Control" bei Diesel um rund 7 Cent & bei Benzin immerhin um 4 Cent. Mancherorts waren Anstiege um 9 Cent zu beobachten, sodass die "Entlastung" bei einer vollen Tankladung durch die "Bremse" gerade noch 50 Cent betrug, vereinzelt war sogar von einem Anstieg um 20 Cent die Rede! Die Regierung schob das dann natürlich auf den internationalen Markt und forderte eine Untersuchung der internationalen Rohöl-Preise. Diese steigen weiter ins Unermessliche
Preisbremse als "komplette Nullnummer"
Heftige Kritik folgte von FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker, zudem Verkehrssprecher seiner Partei: Bei der Bremse handle es sich um eine "komplette Nullnummer" der Regierung, die nun nach internationaler Transparenz rufe, obwohl sie der "größte Preistreiber" im System sei. Immerhin kassiere sie durch die Mineralöl-Steuer (MÖSt), die "unsinnige CO2-Strafsteuer" und die Mehrwertsteuer gleich mehrfach ab. Es bräuchte keine Studie für die Erkenntnis, dass Bürger nicht mehr wüssten, wie sie sich den Arbeitsweg leisten sollen. Die FPÖ fordert eine MÖSt-Halbierung sowie die ersatzlose Streichung der CO2-Bepreisung, womit Spritpreise auf dem Vorkriegs-Niveau möglich wären.
Kreativ ist indes die "Kleine Zeitung", bei der man liest, dass der "Spritpreis gesunken" sei. Nirgendwo erwähnt der Artikel, dass -1,4 Cent (Benzin) bzw. -2,5 Cent (Diesel) nur eine Mini-Entspannung am Ostersonntag war. Dafür räumt man der Ansicht der wirtschaftsliberalen & ÖVP-nahen "Agenda Austria" eine breite Bühne ein. Diese behauptet, dass die neuen Spritpreise denselben Anteil eines mittleren Gehalts ausmachten wie von 14 Jahren. Dass dies daran liegt, dass dazwischen eine sanktionsbedingte, teils zweistellige Inflation alles andere verteuerte & später höhere Lohnrunden nötig machte, verschweigt das tendenziell schwarze Blatt aber...
Preis-Explosion bei deutschen Nachbarn
Keinerlei Entspannung an den Tankstellen gibt's indes im benachbarten Deutschland. Dort hielt die schwarz-rote Regierung es für sinnvoll, das "Österreich-Modell" einzuführen, nach dem die Spritpreise nur noch zu bestimmten Zeitpunkten erhöht werden dürfen - allerdings täglich. Seither explodieren diese regelrecht. Nachdem es bereits am Sonntag zu einem Allzeit-Hoch kam, zog der Preis am Ostermontag nun noch einmal empfindlich an. Bei unseren nördlichen Nachbarn kostet der Liter Benzin nun im Schnitt schon 2,235 Euro - und der Liter Diesel unglaubliche 2,487 Euro - seit Beginn des Irankriegs ist das ein astronomisches Plus von 29 bzw. 43%.
Auch dort reagieren Teile der Politik mit einer unfassbaren Wurstigkeit ob der Kosten, die auf die Bürger zukommen. So erklärte CDU-Mann Jürgen Hardt vor rund anderthalb Wochen, man könne "Autofahrern schon zumuten, für eine begrenzte Zeit zum Beispiel 20 Euro, 25 Euro mehr für die Tankfüllung zu zahlen.“ Selbst seit dieser Entgleisung egten die Preise für Benzin um über 10 Cent und für Diesel um über 25 Cent zu. Auf das zusätzliche steuerliche Körberlgeld aus dem teureren Sprit will die deutsche Regierung indes offenbar ebensowenig verzichten wie ihr österreichisches Gegenstück. Indes stieg der Ölpreis inzwischen schon auf 110 Dollar pro Barrel...
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