'Spieler*innen' bei Herren-WM: Spott über Bablers Gender-Panne
Hintergrund: Magnific; Screenshot: X; Komposition: Der Status.
Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen - aber SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler tut trotzdem alles dafür, mit Slapstick-Einlagen in alle Fettnäpfchen der Nation zu treten. Anlässlich seines Besuchs beim Herren-Nationalteam, das aktuell bei der Fußball-WM in Übersee weilt, huldigte er nämlich den "Spieler*innen". Die Reaktionen darauf in sozial Medien könnten für den Sportminister nicht vernichtender sein...
Gendersprache entgegen Volksmeinung
Regelmäßig stellen Umfragen heraus, dass die Österreicher mehrheitlich kein Freund gekünstelter Gender-Sprache sind. Doch bei den Genossen, die längst keine Arbeiterpartei mehr sind, hat man trotzdem den "woken" identitätspolitischen Anspruch, möglichst alle Geschlechter umfassend mit anzusprechen. Und diese Selbst-Sprachpolizei, welche die Sozialdemokratie unter Andreas Babler sich auferlegt, wird offenbar auch dann durchgezogen, wenn "inklusive" Sprachmarkierungen völig außerhalb jeder Realität agieren.
Etwa bei vielen nach Geschlechtern getrennten Sportarten, allen voran im Fußball. Dort findet gerade in den Kanada, Mexiko & den USA die Weltmeisterschaft statt - und Österreich ist mittendrin statt nur dabei. Nach erfolgreich überstandener Gruppenphase dank Last-Minute-Tor im Entscheidungsspiel gegen Algerien wartet im 1/16-Finale mit Europameister Spanien nun einer der denkbar schwersten Brocken, nachdem man bereits in der Gruppe gegen Titelverteidiger Argentinien den Kürzeren zog.
Sabitzer, Arnautovic & Co. als "SpielerInnen"
Der rote Vizekanzler, seines Zeichens zudem Sportminister, genießt aktuell die Ausübung seines Amtes bei der Mega-WM durch eine Besuch auf Steuerzahler-Kosten. In einer Pressekonferenz freute sich der SPÖ-Chef nun darüber, "zum ersten Mal bei der WM zu sein, vor Ort zu sein, beim Trainingscamp zu sein mit den Spieler*innen". Dafür nehme man viele Stunden Reise gerne in Kauf, so Babler, um "den Spieler*innen persönlich zu sagen, wie dieses Land auch kollektiv stolz ist".
Jo, eh. Aber der Witz an der Sache: Bei einer Fußball-WM der Herren findet sich freilich keine Frau unter den Spielern - selbst langhaarige Spieler haben ein entsprechend maskulinisches Erscheinungsbild, dass versehentliche Verwechslungen generell unmöglich sind. Vielmehr dürfte es daran liegen, dass Babler in seinen Reden immer "gendert". Gegen die miserablen Beliebtheitswerte seiner Person bzw. negativen Umfrage-Ergebnisse seiner Partei hat diese Sprechaktrobatik bislang übrigens noch nicht geholfen.
Gefundes Fressen für Opposition & Medien
Dafür dauerte es nicht lange, bis der Pannen-Sager die Runde machte - und zwar völlig unabhängig, ob bei der politischen Konkurrenz, im medialen Raum oder eben in sozialen Medien. FPÖ-Chef Herbert Kickl etwa kommentierte den Babler-Ausrutscher kurz und bündig, aber trotzdem gepfeffert: "Wie peinlich ist das? Babler scheint nun von allen guten Geistern verlassen zu sein. Was stimmt mit diesem Herrn nicht?"
Auch der niederösterreische LH-Vize Udo Landbauer (ebenfalls FPÖ) konnte sich einen süffisant-kritischen Kommentar nicht verkneifen: "Der Vizekanzler reist um die halbe Welt, steht vor elf Männern, und nennt sie 'Spielerinnen'. Man muss sich fragen, ob er überhaupt weiß, wen er da vor sich hat." Auch um solche Absurditäten etwa in der Verwaltung zu vermeide, habe seine Partei das Verbot der Genderei im Landesdienst durchgesetzt: "Genderstern, Binnen-I, Doppelpunkt. Alles vorbei. Aus gutem Grund."
Der Vizekanzler reist um die halbe Welt, steht vor elf Männern und nennt sie "SpielerInnen". Man muss sich fragen, ob er überhaupt weiß, wen er da vor sich hat. In Niederösterreich haben wir das Gendern im Landesdienst per Erlass verboten. Genderstern, Binnen-I, Doppelpunkt.… https://t.co/fi6Tizabco
— Udo Landbauer (@UdoLandbauer) June 30, 2026
Spott & Häme in sozialen Medien
Und auch der Volksmund sollte nicht gnädig mit Babler sein: "Peinlichkeit hat einen Namen", befand ein Facebook-Nutzer etwa. Ein anderer: "Der kann halt nix. Was will man von dem erwarten. Ohne Berater ist der ne glatte 0." Oder ein dritter: "Was soll man über diese Person noch sagen. Der schafft ja schon jeden Tag den Highscore an Peinlichkeiten." Eine Dame erinnert zwischen aller Belustigung daran, das Bürger für solche Kapazunder mitzahlen: "Das traurige daran ist, dass er zig Tausende Euro für Berater und dergleichen ausgibt. Unser Steuergeld für nix."
Auf X war der Tenor entsprechend ähnlich. Ein Nutzer schrieb etwa sarkastisch: "Herr Mag. Babler, Sportminister (warum auch immer), nennt in seiner Rede die ÖFB-Kicker: Spieler:innen. Ok. Martina Arnautovic, Daniela Alaba und Herfriede Sabitzer finden das cool." Oder auch zu lesen: "Kann mir jemand sagen, ob wir in Österreich schon JEMALS so einen 'hochintelligenten' Vizekanzler hatten?"
Herr Mag. Babler, Sportminister (warum auch immer), nennt in seiner Rede die ÖFB-Kicker: Spieler:innen. Ok. 😐😐😐
— Omichrom (@austrocom) June 29, 2026
Martina Arnautovic, Daniela Alaba und Herfriede Sabitzer finden das cool. 🫶🫶🫶
Kann mir jemand sagen, ob wir in Österreich schon JEMALS so einen "hochintelligenten" Vizekanzler hatten? 😭😭😭 pic.twitter.com/2Qt9GDiW0Q
— Echte Demokratie (@JosefWagne40124) June 29, 2026
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