Immerhin mal keine Reisekosten...

Sinnlose Showpolitik: Meinl-Reisinger telefoniert mit iranischem Außenminister

Politik
Bild: BMEIA/ Michael Gruber, CC BY 2.0, Flickr (beschnitten)

Österreichs Außenministerin Beate Meinl-Reisinger versucht sich derzeit offenbar als Macherin zu inszenieren. Stolz verkündete sie nun, dass sie mit dem iranischen Außenminister telefoniert habe. Es müssten diplomatische Lösungen gefunden werden, so Meinl-Reisinger ungewohnterweise. Der Nutzen des Anrufs dürfte eher überschaubar sein.

Plötzlich übt sich die österreichische Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger in Diplomatie. Sie habe mit ihrem iranischem Amtskollegen Abbas Araqchi telefoniert, verkündet sie auf X. Dabei sei es um nichts weniger gegangen, als die Öffnung der Straße von Hormus um weitere Krisen zu verhindern. "Ich hatte heute ein Telefonat mit dem iranischen Außenminister Abbas Araqchi. Wir haben die Lage im Iran und die sich zuspitzende Eskalation im Nahen Osten besprochen", erklärte Nato-Beate.

Plötzlich diplomatische Lösungen

Und weiter führt sie aus: "Diplomatische Lösungen und Schritte zur Deeskalation sind dringend erforderlich. Ich habe die Notwendigkeit betont, die Angriffe auf benachbarte Staaten einzustellen und die freie Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen, insbesondere im Hinblick auf die humanitären Auswirkungen auf die globale Ernährungssicherheit mit Fokus auf Düngemittel und andere wichtige Güter." Zudem würde Österreich auch in Bezug auf das iranische Aomprogramm diplomatische Wege und eine Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) unterstützen. "In Zeiten wie diesen ist es wichtig, den Dialog aufrechtzuerhalten", betont Meinl-Reisinger weiter. 

Selbstdarstellung ohne Nutzen

Der Erfolg des Gesprächs mit dem Mullah-Außenminister dürfte allerdings überschaubar sein, immerhin ist Österreich nicht unbedingt ein außenpolitisches Schwergewicht und die Neutralität wurde durch die Regierung in den vergangenen Jahren beschädigt. Genauso hätte Meinl-Reisinger auch im Weißen Haus bei Donald Trump oder beim israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu anrufen und diese bitten können, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen den Iran zu beenden, das Ergebnis wäre vermutlich das gleiche gewesen - ein paar Telefonkosten, sonst nichts. Aber man darf gespannt sein, was als nächstes kommt. Denn zuletzt entdeckte Nato-Beate schon ihre Vorliebe für den Dialog, als sie plötzlich "Gesprächskanäle zu Russland" forderte - Der Status berichtete. Dabei war in den vergangenen Jahren war von Seiten der EU und auch der Neos-Ministerin relativ wenig Wille zum Dialog zu spüren. 

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