Nächster ÖRR-Skandal

Sie war schon weg: Aber in der ARD klatscht Merkel zur Merz-Wiederwahl

Politik
Bild: Armin Linnartz, CC BY-SA 3.0 DE, Wikimedia Commons

Pleiten, Pech und Pannen oder einfach manipulative Berichterstattung? Bei einem ARD-Bericht über die Wiederwahl von Friedrich Merz zum CDU-Parteitag wurde auch eine klatschende Angela Merkel gezeigt, doch zu diesem Zeitpunkt war sie schon gar nicht mehr vor Ort. Erst nach Kritik korrigierte der Sender den Beitrag und räumte Fehler ein. Der Fall erinnert fast an eine UN-Rede Selenskis, als in den gleichgeschalteten ukrainischen Medien Selenski selbst zu seiner eigenen Rede klatschte.

Im ÖRR jagt derzeit ein Skandal den nächsten. Zuletzt arbeitete das ZDF  im "heute journal" am 15. Februar mit einem KI-Video. Dies zeigte  Festnahmen durch die US-Einwanderungsbehörde ICE, war nicht als KI-generiert gekennzeichnet und erweckte so den Eindruck von Authentizität - zudem wurde auch noch aus dem Kontext gerissenes Dokumentationsmaterial aus der Vergangenheit verwendet. Schuld soll nun die Autorin des Beitrags und New-York-Korrespondentin sein - Der Status berichtete. Jetzt schlug der "Fehlerteufel" wieder zu: Im "Bericht aus Berlin" der ARD. Dort wurde unter anderem die Wiederwahl von Friedrich Merz gezeigt, klatschende Parteigenossen und nach einem Schnitt auch Ex-Kanzlerin Angela Merkel klatschend. Damit sollte wohl größtmögliche Einigkeit suggeriert werden.

210 ÖRR-Mitarbeiter für nichts?

Nach Hinweisen, Kommentaren und Kritik wurde der Beitrag geändert. In der Mediathek heißt es jetzt darunter: "In der ursprünglichen Fassung war in einem Beitrag über den CDU-Parteitag zu sehen, wie Angela Merkel nach der Wiederwahl von Friedrich Merz zum CDU-Chef Beifall spendet. Dieses Bild ist jedoch früher, nach der Rede von Friedrich Merz, entstanden. Die Redaktion hat das Bild aus dem Beitrag entfernt und eine neue Fassung online gestellt. Wir bitten, den Fehler zu entschuldigen." Doch wie viele derartige Fehler, die durchaus manipulativ und irreführend sind, schleichen sich sonst ein und bleiben unentdeckt? Zumal der ÖRR auch mit einer gewaltigen Mannstärke von 210 Mitarbeitern am CDU-Parteitag vertreten war - Der Status berichtete. Aber viele Köche verderben bekanntlich den Brei. Ein Grund mehr, den ÖRR auf einen Grundfunk zusammenzuschrumpfen.

Annäherung an Ukraine-Zustände?

Dabei erinnert der Fall auch an das Vorgehen der ukrainischen gleichgeschalteten Medien. Bei der UN-Generalversammlung im September 2023, als der Ukraine-Machthaber Wolodymyr Selenski eine Rede hielt, sahen sich ukrainische Medien wohl genötigt, dem Präsidenten das nötige Publikum zu verschaffen, damit er nicht vor fast leeren Rängen sprechen musste, so wie der damalige deutsche SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz. Dazu bemühte man einfach die Technik und schnitt Bilder mit mehr Anwesenden in die Rede des Präsidenten hinein. Allerdings passierte ein peinliches Hoppala, denn plötzlich sah man Selenski höchstselbst andächtig seiner eigenen Rede lauschen - Der Status berichtete. Hat man bei ÖRR inzwischen so tief die eigene Berichterstattung verinnerlicht und handelt nach dem Motto: Von der Ukraine lernen, heißt siegen lernen!

+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++

Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!

Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten