Negative Konsequenzen befürchtet...

Schock-Umfrage: Jeder dritte Deutsche verschweigt aus Angst seine Meinung

Politik
Symbolbild: Freepik

Meinungsfreiheit in Deutschland - offiziell gibt es sie. Doch wenn es nach dem aktuellen INSA-Meinungstrend geht, sehen dies viele Deutsche nicht mehr so. Ungefähr ein Drittel gab bei der aktuellen Umfrage an, dass man aus Angst vor möglichen Konsequenzen seine politische Meinung lieber nicht mehr äußern würde. Ein Alarmsignal.

Meinungsfreiheit existiert nur auf dem Papier

Der Meinungstrend ist aktuell und sollte eigentlich nicht nur der Politik, sondern auch den Bürgern zu denken geben. Immerhin betrifft es jeden, in welchem politischen Klima er lebt und vor allem auch leben will. Doch der aktuelle Meinungstrend des INSA-Meinungsforschungsinstitutes, für den vom 25. April bis 28. April 2025 rund 2006 Personen befragt wurden, zeichnet ein düsteres Bild.

Dieses würde eher in längst vergangene Zeiten - von der Inquisition bis zum Zerfall des Ostblocks - passen würde, wo man lieber den Mund hielt, statt seine Meinung kundzutun und dafür Nachteile und Repressalien in Kauf nehmen musste. Denn auf die Frage, ob man schon einmal aus seine politische Meinung nicht gesagt gabe, weil man Angst vor negativen Konsequenzen hatte, antworteten 33 Prozent der Befragten mit Ja.


Jüngere besonders betroffen

Interessant ist dabei auch die Aufschlüsselung nach dem Alter, auch INSA-Chef Hermann Binkert erklärt: "Über alle Altersgruppen, Geschlechter, Regionen hinweg ist die Einstellung da: Die Menschen haben Angst, ihre Meinung zu sagen." Denn vor allem bei den 18- bis 29-jährigen sind es 40 Prozent und bei den 30- bis 39-Jährigen gar 45 Prozent der Befragten, die ihre politische Meinung schon einmal aus Angst vor negativen Konsequenzen nicht klar gesagt haben. Bei den folgenden Alterskohorten ab 50 Jahren nimmt diese Sorge deutlich ab und schrumpft von 30 über 27 bis 18 Prozent bei den über 70-Jährigen.

Klima des Misstrauens und der Angst

Deutlich wird aber auch, dass man in Deutschland offenbar zunehmend in einem Klima der Angst statt des offenen Wortes zu seinem Gegenüber lebt. Denn mehr als drei Viertel der Befragten, ganze 76 Prozent erklärten, dass sie glauben, es gäbe Menschen, die aus Angst vor Konsequenzen ihre politische Meinung nicht sagen. Lediglich 10 Prozent sahen dies anders. Für das gesellschaftliche Miteinander kaum erbaulich. Nach der Parteianhängerschaft befragt, sind es wenig verwunderlich auch 46 Prozent der AfD-Wähler, die aus Angst mit ihrer Meinung zurückhaltend sind, wobei auch 47 Prozent von ihnen angaben, sich frei zu äußern.

Bei der FDP waren es 38 Prozent der Anhänger, die ihre Meinung nicht kundtaten. Bei Anhängern der restlichen Systemparteien machte man sich dagegen weniger Sorgen. 68 Prozent der Grün-Wähler, 67 Prozent der SPD-Wähler und 61 Prozent der CDU-Wähler gaben an, sich frei zu äußern. Nur 25 Prozent der SPD- und Grünen-Wähler und 32-Prozent der CDU-Wähler erkärten, aus Angst vor Konsequenzen ihre Meinung nicht geäußert zu haben. Wobei auch dies angesichts der eigentlichen Orientierung dieser Parteien am Zeitgeist noch ein hoher Anteil ist...

+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++

Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!

Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten