Überholspur einmal anders

Rasante Aufholjagd von Merz: Kanzler schon so unbeliebt wie Vorgänger Scholz

Politik
Bild: European Peoples Party, CC BY 4.0, Flickr

Nach dem Ampel-Debakel hofften viele Deutsche auf eine politische Wende. Doch nach wenigen Monaten im Amt hat auch die neue Regierungskoalition das Vertrauen der Bürger völlig verspielt. Die CDU-SPD-Regierung unter Friedrich Merz ist in Umfragen im Tiefflug und inzwischen ebenso unbeliebt wie die Vorgängerregierung. Und Merz erreicht Scholz-Ergebnisse in Rekordzeit.

Die Ampel-Koaltion von SPD, Grünen und FDP unter SPD-Kanzler Olaf Scholz hatte die Latte schon sehr hoch gelegt. Als die Regierung scheiterte dürften viele Deutsche erleichtert aufgeatmet haben. Doch die gewünschte Wende blieb aus. Die jetzige CDU-SPD-Regierung mit Kanzler Friedrich Merz an der Spitze bricht bereits weitere Rekorde - im negativen Sinne. Wie eine  Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für Bild zeigt, hat die Merz-Regierung in einer unvergleichlichen Aufholjagd bereits ähnliche Umfragewerte wie die Ampel erreicht. So sind  70 Prozent der Befragten mit der Arbeit der Regierung unzufrieden. 

Merz schafft Negativrekord in Rekordzeit


Alles andere als ein Zugpferd für die Regierung ist dabei der Kanzler selbst. Mehr als zwei Drittel der Deutschen sind mit der Arbeit von Friedrich Merz unzufrieden - ein Rekord. Nur noch 23 Prozent finden ihn als Kanzler gut. Die INSA-Umfrage ist dabei kein Ausreißer. Erst vor wenigen Tagen attestierte eine Umfrage von FORSA dem Kanzler noch schlechtere Werte. Ihr zufolge waren 76 Prozent mit seiner Arbeit unzufrieden, die Zustimmung war sogar noch um einen Prozentpunkt schlechter und lag bei nur 22 Prozent. Damit hat Merz die Beliebtheitswerte seines Vorgängers, des SPD-Kanzlers Olaf Scholz erreicht. Wer allerdings glaubt, die Union könne nicht performen, der irrt. Merz hat nach nur sechs Monaten im Amt bereits geschafft, wofür Scholz immerhin zweieinhalb Jahre brauchte. Das muss ihm ersteinmal jemand nachmachen.

Absoluter Tiefstand

Noch im Mai, kurz nach dem Start der Regierung fanden mehr als die Hälfte die Koaltion gar nicht schlecht. Inzwischen sind es laut INSA nur noch 21 Prozent, die mit der Regierungsarbeit zufrieden sind. Damit ist innerhalb weniger Monate ein neuer Tiefstand erreicht. Und laut aktuellem Sonntagstrend käme die Regierung nur noch auf 40 Prozent und ist damit weit weg von einer Mehrheit. Auch die eigenen Wähler sind unzufrieden. INSA-Chef Hermann Binkert erklärt im Springerblatt:  Binkert: "Nur noch gut jeder zweite Unionswähler (52 Prozent) ist mit Merz zufrieden, unter den SPD-Wählern ist es nur noch gut jeder Dritte (35 Prozent). Sogar eine Mehrheit der Wähler von CDU/CSU (zufrieden 44 Prozent, unzufrieden 49 Prozent) und SPD (41:52 Prozent) ist mit der Bundesregierung unzufrieden."

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