Ramadan im Wiener Rathaus: Sogar für Gebetsraum ist gesorgt
Alle Jahre wieder... So lautet das Motto im Wiener Rathaus. Dabei geht es allerdings weniger um Ostern oder Weihnachten, sondern vielmehr um den Ramadan und das übliche Iftar bzw. Fastenbrechen, welches regelmäßig unter viel Aufwand von SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig veranstaltet wurde. Schließlich muss man sich gerade in Wahlkampfzeiten ganz besonders um Wählerschichten kümmern.
Egal ob 2023 oder 2024 oder nun - in Wahlkampfzeiten - 2025, islamische Traditionen und Feiertage haben es der SPÖ Wien angetan. So fand am 27. März wieder das traditionelle Fastenbrechen der Moslems im Wiener Rathaus statt. Auch der Staatsfunk ORF oder die Kronen-Zeitung berichteten ausführlich vom interreligiösen Iftar des Wiener Bürgermeisters gemeinsam mit der IGGÖ (Islamische Glaubensgemeinschaft in Österreich). Aber auch in sozialen Medien kann man sich einen Eindruck aus dem Festsaal des Rathauses verschaffen.
Na, Herr Ludwig, alles fit nach dem Fastenbrechen? Ist Ihr Rathaus jetzt eine Moschee? Warum werden Wiener Schulkinder ihrer Bräuche beraubt? Keine Faschingskrapfen mehr? Kein Nikolaus mehr? Bestimmt jetzt die IGGIÖ? pic.twitter.com/BufPfXoOBj
— Justizgeschädigte Österreich (@juridiavictima) March 29, 2025
Islam als Teil von Wien
Während der Saal laut Krone in ein zartes Hellgrün getaucht ist - grün ist bekanntlich nicht nur die Farbe der Hoffnung, sondern auch die des Propheten - orientalische Musik gespielt wird und auch die Stimme es Vorbeters erklingt, ist es dem Wiener SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig wichtig gegenüber der Krone zu betonen: "Es soll ein Signal sein, dass vom heutigen Abend ausgeht, dass der Islam Teil unserer Gesellschaft, auch Teil unserer Stadt ist." Um dies zu unterstreichen, wurde sogar ein eigener Gebetsraum abseits des Festsaales eingerichtet. "Des Weiteren betonte der Bürgermeister, dass Fasten nicht nur im Islam eine Rolle spielt", so berichtet die Krone. "Wir kennen das auch im Christentum, vom Aschermittwoch bis Ostern", zitiert das Blatt Ludwig weiter. Wobei Ludwig nicht der Einzige sein dürfte, der islamische Wählerschichten hofiert, wurde doch heuer auch schon ein Wiener FPÖ-Politiker bei einer Ramadan-Veranstaltung gesichtet.
Aufregung um Ramadan-Feier in Volksschule
Während man bei der SPÖ-Wien im Rathaus groß um den Ramadan kümmert, ähnliches scheint bei den von Ludwig angesprochenen Anlässen wie Aschermittwoch, Ostern oder auch anderen heimischen Festen nicht sonderlich en vouge zu sein, gab es indessen auch Beschwerden von Eltern deren Kinder in Wien-Leopoldstadt auf eine Volksschule gehen. "Unser Kind ist römisch-katholisch, warum soll es jetzt Ramadan feiern? Eine Weihnachtsfeier gab es auch nicht in der Schule. Wenn wir wollen, dass unser Kind Ramadan feiert, würden wir in Arabien leben und nicht in Österreich!", machte sich ein Vater gegenüber Medien über die Feiergepflogenheiten der Schule Luft. Zumal die Schuldirektion erklärt haben dürfte, dass es sich um eine Pflichtveranstaltung handelt. Die Bildungsdirektion kalmierte dann allerdings und wies darauf hin, dass die Teilnahme bei der schulischen Ramadan-Feier selbstverständlich freiwillig sei.
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