Den Kreml wird es freuen...

Putins Kasse klingelt: Trump verlängert Sanktionslockerungen auf russisches Öl

Politik
Symbolbilder (2): Freepik; Komposition: Der Status.

Das US-israelische Desaster im Iran geht weiter. Nach wie vor ist die Straße von Hormus gesperrt und die Weltwirtschaft in Geiselhaft von USA, Israel und Iran. Um zumindest einigermaßen die Ölpreise zu drücken, verlängert US-Präsident Donald Trump nun die Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl bis Mitte Mai. Für den Kreml bedeutet dies weiter satte Mehreinnahmen.

Auf, zu, auf, zu, doch zu? Die Frage, wie es um die Möglichkeit zur Querung der Straße von Hormus bestellt ist, sorgt derzeit für Achterbahnfahrten beim Ölpreis. Der Ölpreis bricht nach der Öffnung der Meerenge ein, lauteten unzählige Medienberichte. Statt Rekordpreisen von zeitweise knapp 120 Dollar je Barrel, fielen die Preise auf unter 90 Dollar. Doch die Freude dürfte nicht lang währen, denn nur wenige Stunden später hieß es wieder, der Iran habe die Straße erneut gesperrt und angeblich sogar einen britischen Tanker beschossen. Statt guter Nachrichten, wie US-Präsident Donald Trump angekündigt hatte, ein Weiter wie bisher. Auch die US-Blockade scheint derzeit keinen schnellen Erfolg gegen den Iran zu bringen. Die Energiepreise könnten also, wie Trump zuletzt angekündigt hatte, noch länger hoch bleiben - Der Status berichtete.

Weiter freie Fahrt für russisches Öl

Die Hilflosigkeit der USA zeigt sich nun auch darin, dass die Lockerung der Sanktionen gegen russisches Öl bis zum 16. Mai verlängert wurde, wie unter anderem die New York Times berichtet. Dabei hatte US-Finanzminister Scott Bessent noch Mitte voriger Woche erklärt, dass es keine Verlängerung der  Ausnahmegenehmigungen für US-Sanktionen gegen russisches Öl  geben werde. Diese Ausnahmeregelung war Mitte März eingeführt worden und sollte bis zum 11. April gelten. Mehreinnahmen für Russland, so Bessent damals, würde es durch die Maßnahme kaum geben - Der Status berichtete.

Doch nun sorgte offenbar der Druck mehrerer Länder dafür, dass die Ausnahme doch verlängert wurde. So berichtet Reuters unter Bezugnahme auf eine US-Quelle, dass Partnerländer am Rande der Treffen der Gruppe der 20, der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds in Washington die USA gebeten hätten, die Ausnahmeregelung zu verlängern. Laut dem Sanktionsexperten Brett Erickson, der für die Beratungsfirma Obsidian Risk Advisors arbeitet, sei dies aber vermutlich die letzte Ausnahmeregelung, die die USA gewähren würden, berichtet Reuters weiter.

Noch mehr Einnahmen für Kreml

Im Kreml dürfte man die Verlängerung der Sanktionslockerungen mit einem breiten Grinsen goutieren. Denn die Iran-Krise sorgt dafür, dass der Rubel in der Kasse rollt. Bereits im März stieg der Preis für ein Barrel russisches Öl um 73 Prozent auf 77 US-Dollar pro Barrel – der höchste Stand seit Oktober 2023. Und am 2. April lag russisches Ural-Öl bei 116,05 US-Dollar pro Barrel - ein 13-Jahres-Hoch - und dies, obwohl die EU in ihrem Sanktionsreigen den Preis pro Barrel im Februar auf 47,6 Dollar gesenkt hatte, doch interessierte es offenbar niemanden.

Wie sehr Russland in Summe profitiert, zeigten zuletzt auch Berechnungen von Reuters:  So dürfte Russland auf der Grundlage vorläufiger Produktionsdaten und Ölpreise seine Mineralgewinnungssteuer auf die Ölförderung im April von 327 Milliarden Rubel im März auf rund 700 Milliarden Rubel (9 Milliarden US-Dollar) steigern - dies entspricht einer Verdoppelung der Einnahmen. Und auch bei anderen Rohstoffen, wie Düngemitteln, Aluminium oder LNG drängt Russland wieder zunehmend auf den Weltmarkt - Der Status berichtete.

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