Wenn die 'Toleranten' nachtreten

'Pietätloser Höhepunkt': FPÖ über ORF-Tirade nach Baumgartner-Tod entsetzt

Politik
Hafenecker: (C) Alois Endl; Baumgartner: foto-net / Kurt Schorrer, Flickr, CC BY-SA 2.0; Komposition: Der Status.

Die ungustiöse Art der Nachbetrachtung des Lebenswerks des am Donnerstag tödlich verunglückten Felix Baumgartner durch Staatsfunk und Teile der "linken Reichshälfte" wirft vor allem die Frage nach dem Charakter der selbsternannten "Guten" auf. Scharfe Kritik an dieser Art der Berichterstattung und der zugrundeliegenden Geisteshaltung übte nun FPÖ-Generalsekretär Christian Hafenecker.

ORF tritt in jedem Beitrag nach

Der Leichnam des allseits beliebten Extremsportlers und leidenschaftlichen Patrioten war noch nicht einmal kalt, da loderte in den "üblichen Verdächtigen" teils bereits die Flamme des Verlangens, ihm mit unflätigen Beschreibungen ins noch nicht aufbereitete Grab nachzutreten. Besonders auffällig waren hierbei einschlägige Formulierungen im ORF. Denn im Staatsfunk dichtete man ihm seit der Trauermeldung in jedem Beitrag u.a. "frauenverachtende Aussagen" und angebliche Schärmerei für Diktaturen an oder problematisiert seine kritische Haltung in der Corona-Zeit - Der Status berichtete als erstes Medium über diese Entgleisungen.

FPÖ kritisiert Staatsfunk-Berichte

Scharfe Kritik daran übte nun FPÖ-Generalsekretär & Mediensprecher Christian Hafenecker: "Felix Baumgartner ist kaum wenige Stunden tot, da beginnt der Staatsfunk bereits damit, nicht seine herausragenden Leistungen zu würdigen, sondern ihn für seine politische Ansichten post mortem öffentlich zu denunzieren. Dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk in einem Nachruf nicht Respekt und Würde, sondern moralische Hinrichtung betreibt, ist an Pietätlosigkeit, Geschmacklosigkeit und journalistischer Verkommenheit kaum zu überbieten!"

Dass man bei einem frisch tragisch verstorbenen Menschen "die Gelegenheit nutzt, um ihm noch rasch ein politisches Etikett umzuhängen und ausgerechnet seine systemkritischen Aussagen zur Corona-Politik oder zur Medienlandschaft in den Mittelpunkt zu rücken, zeigt, wie tief der ORF moralisch gesunken ist." Anstatt ihm Respekt zu zollen, watsche man Baumgartner als "politischen Problemfall" ab, weil er sich als unbequemer Kritiker & Patriot kein Blatt vor den Mund nahm und "nicht ins linke Weltbild des Küniglsbergs" gepasst habe. Wer solche Prioritäten setze, habe den journalistischen Kompass und jede Form des Anstands verloren, so Hafenecker.

"Erschütterndes Sinnbild linker Doppelmoral"

Dies sei Resultat einer "linken Meinungsblase" und ein Offenbarungseid einer Anstalt, die sich statt objektiver Bericherstattung nur noch "systemkonformer Moralüberlegenheit" verpflichtet fühle. Hand in Hand damit gingen die Reaktion der "selbsternannten toleranten linken Community". So zeigten Nutzer auf Plattformen wie BlueSky, wie Entmenschlichung funktioniere: "Kaum ist Baumgartner tot, überschlagen sich einschlägige Antifa-Accounts und linke Aktivisten mit makaberen Witzen, Hassbotschaften und zynischen Kommentaren. Wer sich patriotisch äußert, wird dort nicht nur diffamiert, sondern selbst im Tod verhöhnt."

Diese abscheulichen Reaktionen seien der Beweis dafür, dass die sogenannte "Zivilgesellschaft" dort, wo sie sich moralisch überlegen wähnt, jedes Maß an Anstand und Menschlichkeit verliere, so Hafenecker. Es sei ein erschütterndes Sinnbild linker Doppelmoral – "unterstützt und salonfähig gemacht durch einen zwangsgebührenfinanzierten Staatsfunk, der diese Entgleisungen nicht nur widerspiegelt, sondern mitträgt!" Wer seinen Tod nütze, um ihn medial zu diffamieren zeige, dass es ihm um Meinungsmache gehe. Es sei "höchste Zeit, diese Anstalt zu entideologisieren, zu entpolitisieren, zu entprivilegieren und den ORF-Zwangsbeitrag abzuschaffen."

Medienhetze & Schweigen der "Ömpel"

Das Problem reicht freilich noch tiefer: Auch andere systemkonforme Medien zogen nach und ätzten nach dem Ableben Baumgartners über diesen. Der deutsche "Stern" schrieb etwa: "Er hätte ein Held sein können. Doch er erging sich in rechtsnationalen Schwurbeleien und verzwergte sich selbst." Dass er nicht bei einem seiner waghalsigen Sprünge, sondern bei einem Freizeitunfall starb, sei eine "bittere Pointe". Und ein heimisches Inseratenkaiser-Medium dichtet den Applaus, den Baumgartner für unbotmäßige Aussagen im Volk erntete, faktenelastisch in einen "Sturm der Entrüstung" um, den es in Wahrheit so aber nur im polit-medialen Elfenbeinturm gab... 

Man kritisiert etwa migrationskritische Aussagen ("Ein Land, in dem Angeln ohne Angelschein rechtlich bestraft wird und Menschen ohne Pass die Grenze überqueren, können nur Idioten regieren") oder eine einstige positive Bezugnahme auf den patriotischen Aktivismus der Identitären. Eine linke deutsche Zeitung wiederum versucht überhaupt sein Faible für den Extremsport zu pathologisieren. Die schwarz-rot-pinke Regierung schweigt bislang gänzlich zu seinem Tod - weder ÖVP-Kanzler Stocker noch SPÖ-Vize Babler, der tags zuvor noch seine Trauer über einen deutschen Theaterregisseur bekundete - äußerten sich dazu. Würdigende Nachrufe gibt's in der Politik bisher nur seitens der FPÖ. 

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