Bildung, so wichtig...

Peinlich: Ex-SPD-Chefin braucht 4 Anläufe für Nazi-Pogrom-Datum

Politik
Esken: Annette Riedl/re:publica, Flickr; Bildzitat: via X; Komposition: Der Status.

Die Altparteien-Politiker, welche die Geschicke Deutschlands leiten, sind nicht gerade dafür bekannt, eine Auslese der Besten zu sein, die das Land zu bieten hat. Eine besonders schockierende Bildungslücke zeigte nun Ex-SPD-Chefin Saskia Esken, die beim Pflegen ihrer Erinnerungsarbeit weder Jahreszahlen noch Zeitspannen korrekt benennen konnte. Kein Ruhmesblatt für die Vorsitzende des Bildungsausschusses im Bundestag...

Esken scheitert bei Erinnerungsarbeit

Alljährlich zum 9. November erinnern bundesdeutsche Politiker an die Pogrome der Reichskristallnacht im Jahr 1938. An diesem 15. Jahrestag des gescheiterten Hitler-Putsches von 1923, den die Nationalsozialisten zum pompös begangenen Gedenktag an die Gefallenen ihrer Bewegung stilisierten, entlud sich rohe Gewalt gegen Juden überall im Deutschen Reich. Hunderte Gebetsräume & Synagogen wurden attackiert, wahrscheinlich eine vierstellige Zahl von Juden ermordet, in den Folgetagen verhaftete das Regime zigtausende Menschen mosaischen Glaubens. 

Entsprechend begeht das offizielle Deutschland seit Jahren diesen Tag als sühnehaften Tag, obwohl dasselbe Datum auch lichtere Seiten der Geschichte kennt. Etwa den Mauerfall (1989) oder die Ausrufung der ersten deutschen Republik (1918). Stets an vorderster Front beim Frönen des "Nie wieder"-Schuldkults: Die SPD. Besonders reumütig und tugendhaft wollte sich dabei Saskia Esken geben, bis Juni noch Co-Chefin ihrer Partei. In ihrer Heimatstadt Calw wohnte sie der Enthüllung sogenannter "Stolpersteine" bei. Diese sollen an seinerzeit verfolgte Juden erinnern. Doch dabei leistete sie sich einen folgendschweren historischen Fauxpaus - und das gleich mehrmals.

Bildungsausschuss-Chefin brauchte 4 Versuche

Dies geht aus dem Bearbeitungsverlauf ihres Facebook-Beitrages hervor. Zuerst war dort zu lesen: "Heute, am 96. Jahrestag des brutalen Progroms [sic!]der Nationalsozialisten gegen Juden und Jüdinnen in der Nacht des 9. November 1929". Nachdem aufmerksame Bürger darauf hinwiesen, dass etwas nicht stimmen könnte, wurde der Beitrag editiert: Der Schreibfehler wurde korrigiert, es wurde aber zunächst der - mathematisch unmögliche - 86. Jahrestag draus. Wenige Minuten später war es dann der 87. Jahrestag - aber immer noch im Bezug auf das Jahr 1929, in dem nachweislich kein NS-Pogrom in Calw stattfand.

Als diese Version aktuell war, schrieb ihr Team unter den Beitrag: "Vielen Dank für die Hinweise. Die Caption haben wir korrigiert." Erst im vierten Versuch, schlappe 20 Stunden nach dem ursprünglichen Beitrag, stimmte dann auch die Bezugnahme auf das Jahr 1938. Unzählige Kommentatoren zeigten sich entsetzt darüber, dass ausgerechnet eine Politikerin, die im Bundestag den "Ausschusses für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend" agiert, sich diesen Fehler leistete. Es macht fast den Eindruck, als wäre die Beschwörung der angeblichen "ewigen Schuld der Deutschen" für die rote Spitzenpolitiker wichtiger, als in geschichtlichen Fakten sattelfest zu sein... 

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