Neue 'Kriegstüchtigkeit': Bundeswehr bestellt 8.400 Leichensäcke
Im Zuge der Aufrüstung lässt ein Beschaffungsvorgang der Bundeswehr aufhorchen. Neben erwartbaren Bestellungen von Waffen, Munition und sonstiger Ausrüstung wurden auch 8.400 Leichensäcke geordert. Und die Bundeswehr hüllt sich in Schweigen, auf Nachfrage von Medien gibt es keine Auskünfte dazu. Zumindest ist die Bestellung eine logische Konsequenz der Kriegsrhetorik.
Zuerst berichtete die "Neue Osnabrücker Zeitung" über die Bestellung der Bundeswehr. Leichensäcke bzw. Body Bags werden gesucht, aus Kunststoff sollen sie sein, zudem luft-, wasser- und gasdicht, ausgenommen der Reißverschluss, zum einmaligen Gebrauch, steril müssen sie nicht sein - so zumindest die Leistungsanforderungen. Die Angebotsfrist endet am 2. Juli 2025. Geliefert werden sollen sie in das Sanitätsmateriallager in Krugau in Brandenburg und in das Lager im Nordrheinwestfälischen Epe. Jeweils 4.200 Stück für jedes der Vorratslager.
Auf Nachfrage herrscht schweigen
So heißt es gewöhnlich: Si vis pacem, para bellum - Wenn du Frieden willst, bereite Krieg vor. Bei der neuen, zur Kriegstüchtigkeit angehaltenen Bundeswehr scheint man dies ernst zu nehmen und sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Und auch Geheimhaltung schreibt man groß. Auf Nachfrage der NOZ, die darüber Auskunft wollte, wofür man die Leichensäcke benötige "wie viele solcher Säcke man bereits hat, wo zuletzt welche benötigt wurden und wie man jetzt auf die Idee gekommen ist 8.400 weitere auszuschreiben", hüllte sich die Bundeswehr in Schweigen.
Den Sinn der Ausschreibung wollte man nicht kommentieren und ließ wissen, dass alle Informationen als Verschlusssache gelten. Nur eines dürfte wohl sicher sein: Die Kinder der Nomenklatura und der hohen Politiker werden die bestellte Ware kaum ihrer Funktion zuführen.
NATO-Drehscheibe und Katastrophenschutz
Mitgeteilt wurde vom Beschaffungsamt (BaAINBw) als auch vom Unterstützungskommando, zu dem der Sanitätsdienst gehört, dass die Ausschreibung zur Erfüllung des Bundeswehrauftrags gehöre. Dies könnte unter anderem auch bei Katastrophen der Fall sein, bei dem die Bundeswehr regelmäßig im Einsatz ist. Zudem, so die NOZ, teilte ein Spreche der Bundeswehr mit, dass derartige Verbrauchsgegenstände auch in der Vergangenheit unter Umständen benötigt wurden, so hätte es seit 2020 etwa mehr als 100 Todesfälle von Soldaten und zivilen Angestellten im Dienst gegeben.
Aber auch sollte es zu einem Kriegseinsatz der NATO kommen, stellt Deutschland gemäß dem aktuellen Operationsplan nicht nur eine Drehscheibe bei Truppenverschiebungen und Logistik, sondern auch bei der Sanitätsversorgung von Verwundeten dar. Ob jetzt also nur verbrauchte Bestände ergänzt werden oder ob schon "aufgerüstet" wird, bleibt also offen.
+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++
Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!
Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende