Stockerl-Platz in Eurozone

Nach 'Entlastungen' im Cent-Bereich: Inflation im März bei 3,1 Prozent

Politik
Symbolbilder: Freepik (3): Komposition: Der Status.

Die Zeit der Selbstbeweihräucherung der Ömpel-Regierung für ihre angeblich gute Arbeit im Kampf gegen die Inflation ist vorbei. Im März lagen die Teuerungen in Österreich wieder bei 3,1 Prozent. Damit ist die Rate nicht nur wieder deutlich gestiegen, sondern ist auch höher als etwa beim nördlichen Nachbarn Deutschland, wo sie 2,7 Prozent beträgt. Die Verliererkoalition hat somit einmal mehr versagt.

Die Teuerungen im März 2026 betrugen laut einer Schnellschätzung der Statistik Austria 3,1 Prozent. Somit lag die Inflation wieder deutlich über dem Ziel der Regierung, diese bei 2 Prozent zu halten - obwohl nach den teilweise zweistelligen Inflationsraten in den vergangenen Jahren auch als moderat geltende Preissteigerungen von 2 Prozent für viele Haushalt zum Problem werden. Doch merklich senken wird sich das Preisniveau bei Mieten, Lebensmitteln etc. wohl in der nächsten Zeit kaum. Aber Hauptsache die Löhne der Steuerzahler - im Gegensatz zu denen von EU-Beamten und sonstigen Politikern - steigen nicht in dem Maße wie die Inflation, denn dies würde diese, so die Behauptung, ja nur weiter anheizen.

Nona Energie, aber auch Dienstleistungen

"Einer ersten Schätzung zufolge wird die Inflationsrate für März 2026 bei 3,1 % liegen. Damit steigt die Inflation wieder auf die Werte der ersten Jahreshälfte 2025, nachdem sie im Februar 2026 noch 2,2 % betragen hat. Der Anstieg von 0,9 Prozentpunkten geht fast vollständig auf die Preisschübe bei Treibstoffen und Heizöl zurück", so die fachstatistische Generaldirektorin der Statistik Austria Manuela Lenk. Allerdings, so führt sie weiter aus, seien die Energiepreise zwar im März um 6,1 Prozent gestiegen, aber die wichtigsten Inflationstreiber bleiben dennoch die Dienstleistungen, die im März um 4,5 Prozent teurer wurden. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex stieg im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,1 Prozent, im Vergleich zum Vormonat um 1,1 Prozent.

Verhöhnung der Bürger im niedrigen Cent-Bereich

Auf die Kommentare der Ömpel-Helden darf man gespannt sein, aber diese werden vermutlich ausbleiben. Anders als im Jänner 2026, als sich die Regierungsspitzen für eine Inflationsrate von 2 Prozent selbst feierten, obwohl diese absehbar war und nur auf einem mathematischen Effekt und weniger auf der Arbeit der Regierung beruhte. ÖVP-Kanzler Christian Stocker sprach von einer "Trendwende": "Dass wir unser Zwei-Prozent-Inflationsziel erstmals im Jänner erreicht haben und damit rascher, als viele erwartet haben, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis klarer Entscheidungen." Auch SPÖ-Vizekanzler Andreas Babler ist auf X ganz aus dem Häuschen: "So geht Teuerungsbekämpfung!" - Der Status berichtete. Nun zeigen sich die Ergebnisse der Ömpel-Politik - Geld für Aufrüstung ja, Entlastung der Bürger nein. Bablers Entlastungen im Cent-Bereich durch eine vegetarische Lebensmittelliste oder das Beobachten der rasant steigenden Spritpreise mit einer Mini-Entlastung von rund 10 Cent pro Liter ab April sind weit von wirksamen Maßnahmen entfernt. Aber FPÖ-Vorschläge zur Abschaffung der CO2-Steuer oder eine stärkere Senkung der Mehrwert- und Mineralölsteuer sowie einer Lockerung der fatalen Russlandsanktionen auf Öl und Gas wurden von der Ömpel und den Grünen abgelehnt. Dabei kassiert der Staat beim Sprit mehr als Hälfte an Steuern und Abgaben.

Lebensmittel und Dienstleistungen

Da hilft es den Bürgern auch wenig, dass ÖVP-Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig im Ö1-Morgenjournal erklärt, dass  steigende Preise für Düngemittel und Treibstoff nicht nur die heimischen Bauern stark belasten würden, sondern dass die hohen Preise am Energiemarkt auch die Konsumenten treffen würde und direkte Auswirkungen auf die Lebensmittelpreise habe. Dies haben die Bürger schon von allein festgestellt. Dass die EU aber auch Düngemittel aus Russland sanktioniert, was Engpässe vergrößert und Preise weiter nach oben treibt, hat die ÖVP ebenfalls mitzuverantworten. Die von Totschnig geforderten Entlastungen für die Landwirtschaft und ein angekündigtes Aktionsprogramm der EU-Kommission sind daher nur die Bekämpfung von zum Teil selbstverursachten Symptomen.

Wieder Stockerl-Platz in Eurozone

Im Rest der Eurozone waren ebenfalls Anstiege der Inflation zu verzeichnen, auf im Durchschnitt 2,5 Prozent. In Deutschland stieg die Inflation laut Destatis auf 2,7 Prozent, laut Eurostat auf 2,8 Prozent. Auch andere Länder steigen noch deutlich besser aus als Österreich: So Belgien (2,0), Bulgarien (2,6), Frankreich (1,9), Italien und Zypern (jeweils 1,5), Malta (2,3), die Niederlande (2,6), Portugal (2,7) und Slovenien und Finnland (ebenfalls jeweils 2,4). Mit einer 3 vor dem Komma spielt Österreich somit wieder auf den vorderen Plätzen mit. ÖVP-Kanzler Christian Stocker und seine Chaoskoalition haben es also geschafft, wieder um einen Stockerl-Platz zu kämpfen. 


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