Weil er nicht in Alpbach antanzte

Lederhose statt Globalismus: 'Profil' empört sich über Kunasek

Politik
Kunasek: (C) Instagram/Mario Kunasek; Profil-Headline: Bildzitat; Komposition: Der Status.

Während 75% der schwarz-rot-pinken "Ömpel"-Regierung beim Globalisten-Gipfel in Alpbach auftraten, zog der steirische Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) es vor, als Tourismusreferent seines Landes in Norditalien in Tracht für die grüne Mark zu werben. Für das Mainstream-Magazin "profil" ein gar übler Affront. Doch der Versuch, ihn journalistisch zu verspotten, ging nach hinten los.

Gute Trachten-Politik, böse Trachten-Politik

Unterstützt u.a. vom Soros-Netzwerk fand unlängst das "European Forum Alpbach" statt, das als ältere, aber heute kleinere Schwester des WEF-Gipfels in Davos gilt. Für die Vertreter der Systemparteien war es ein Pflichttermin, konnte man sich doch mit Globalisten aus aller Welt vernetzen. Für besondere Aufregung sorgte u.a. der Auftritt von NEOS-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger, die zuerst die Neutralität auf offener Bühne beerdigte und dann in Ukraine-Tracht durch Alpbach stolzierte.

Während das "profil" dazu keinen kritischen Artikel lancierte, tobte es über den Umstand, dass der einzige FPÖ-Landeshauptmann, der Veranstaltung fernblieb. Während sich also die Systemparteien zur Mauschelei mit Ihresgleichen versammelten, trug Kunasek einige Autostunden weiter südlich in Jesolo bzw. Venedig die heimische Tracht. Auf Plakaten warb man in der Lagune, im beliebten Ferienort baute man ein "Steiermarkdorf" mit regionalen Spezialitäten auf, um für das Bundesland zu werben.

Steirer-Werbung statt Steuergeld-Völlerei

Für Kunasek eine Strategie mit Kalkül - ist die Steiermark doch u.a. durch die Eröffnung der Koralmbahn aus dem Süden leichter zu erreichen. Schon im Vorjahr verzeichnete man 50.000 Touristen aus Italien und ein sattes Nächtigungsplus, wie "Freilich" berichtet. Volkskultur und kulinarische Güter wie Wein & Kernöl aus der Steiermark besitzen ohnehin seit Jahrzehnten Weltruf. Aber für das "profil" ein Grund, über den freiheitlichen Politiker, dessen Landespartei in Umfragen bei knapp 40% steht, zu ätzen.

Er würde "das Forum Alpbach schwänzen", wo die Luft "schärfer" sei und "seit 1945 halb Europa zusammenkommt, um über die Zukunft des Kontinents zu diskutieren". Das Magazin trauert dem "traditionellen Steiermark-Empfang" in Alpbach nach, der in der Vergangenheit stets stattfand, wobei "die Rechnung auf den Landesvater" gehe. Man skandalisiert dabei, dass Kunasek lieber für sein Bundesland wirbt, als Steuergeld rauszuwerfen: Schließlich habe er "vorgezogen, weder zu kommen noch zu zahlen." 

Volk zeigt Verständnis für Kunasek

Beim Volk kommt der bodenständige Auftritt in Lederhosen hingegen gut an, während man das Globalisten-Treffen in Alpbach für einen entbehrlichen Termin hält, wie mehrere Kommentare unter dem "profil"-Artikel nahelegen. Die Sache gereicht also bestenfalls in jener abgehobenen Mainstream-Journalistenblase zu einem "Skandal", der die eigene Redaktion stets für den Nabel der Welt hält.

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