Linke NGO politisiert Volkstrauertag

Konstanz: Opfergedenken mit mieser Nazi-Keule verunglimpft

Wenn selbst stille Orte des Gedenkens zum Schauplatz wütender Ideologie werden, zeigt sich, wie brüchig der gesellschaftliche Anstand in Brandmauer-Deutschland geworden ist. Ein Moment der Würde wird von NS-Vorwürfen überschattet, weil wieder einmal "die Falschen" es gewagt haben, um die Toten des eigenen Volkes zu trauern...

Volkstrauertag wird zunehmend politisiert

Der November ist die Zeit des stillen Gedenkens. Es wird an die Verstorbenen erinnert, aber explizit auch an die Betroffenen von Gewaltherrschaft. Nach Allerheiligen bzw. dem Gedenktag der Heiligen und dem katholischen Allerseelen feiern evangelische Christen den Toten-und Ewigkeitssontag. Deutsche begehen zudem - ungeachtet ihrer Konfession - den Volkstrauertag. Erstmals als Zeremonie im Reichstag 1922 offiziell praktiziert, titelte vier Jahre später die „Cellesche Zeitung“ mit dem eigentlichen Sinn und Zweck des Datums.

Dieses soll „in erster Linie dem Ehrengedenken unserer im Weltkriege gefallenen Väter, Brüder und Söhne gewidmet sein. Es ist nur zu wünschen, daß sich diese ernste Feier recht tief und fest und feierlich, auch ohne viele Reden und Gesänge, aus dem ureigenen deutschen und menschlichen Empfinden heraus geltend macht in den Herzen des ganzen Volkes“. Bis heute nehmen die Verfassungsorgane an diesem staatlichen Akt teil. Und es gehört in vielen Dörfern und Gemeinden weiterhin zu einem festen Ritual im Kalender, an Stelen und Tafeln unter Anwesenheit kirchlicher Vertreter Appell und Erinnerung daran hochzuhalten, welche grausamen Folgen Diktatur und Konflikt haben.

Explizit sollen alle Opfer im Mittelpunkt stehen, die in militärischen Auseinandersetzungen starben oder verwundet wurden. Der Tenor ist auf den expliziten Aufruf zu Frieden, Versöhnung und Nachdenklichkeit gerichtet. Wer hierin Anstößiges wahrnimmt, dem ist Empathie für die Tragödie jeder Schlacht fern. Takt, Reverenz und Format schmälern sich, werden sie gebunden an den Ursprung Hinterbliebener.

Kranz als "NS-Heldengedenken" verunglimpft

Es gehört also zu einer gängigen Tradition, mit Kränzen und Kerzen an den Gräbern innezuhalten, Bewusstsein zu schaffen und die Botschaft zu vergegenwärtigen, dass Rivalität stets mit Leid verbunden ist. Nichts Anderes tat auch die Alternative für Deutschland am Bodensee, als sie am 16.11.2025 auf dem Waldfriedhof in Singen am Hohentwiel ein entsprechendes Gesteck samt Widmung niederlegte. Kurze Zeit später meldete sich dann das Bündnis „Konstanz für Demokratie – Klare Kante gegen Rechts in Stadt und Landkreis“ zu Wort.

In einem zur Verleumdung und Relativierung der Vergangenheit tauglichen Artikel auf der eigenen Internetseite nahm man sich die AfD zur Brust, die in ihrer „ungebetenen“ Anwesenheit darauf abgezielt habe, mit „Ehre des deutschen Soldaten“ das „NS-Heldengedenken wieder aufleben zu lassen“. Wie tief muss Verachtung in einem Individuum und in sogenannten NGOs verankert sein, wenn sie die Tatsachen derart verdrehen. Wenn sie Hass säen, Spaltung vorantreiben, Geschichte klittern, das Gedächtnis für Verewigte schmähen, Mahnwachen ins Lächerliche ziehen? Und nicht von der einfachen Tatsache lassen können, dass das Leid von Angehörigen Dahingeschiedener universell ist, völlig unabhängig von Nationalität, Herkunft oder dem Gemetzel, in dem sie umkamen? 

Historisches Unverständnis

Es hat etwas Ekliges, etwas Anrüchiges und etwas Schizophrenes, seine Vorfahren einer Gesinnung der ideologischen Überlegenheit preiszugeben. In einem Text voller Behauptungen, Prämissen und Konjunktive wollen „die Guten“ eine pietätvolle Reminiszenz durch den Dreck ziehen. Angeblich ginge es der Partei um eine Heroisierung der deutschen Wehrmacht, so liest man es aus der Formulierung des „Heldenkults“.

Und man muss sich im Laufe der Lektüre fragen, ob man nicht vielleicht Satire aufgesessen ist, wenn ganz nebenbei erwähnt wird, dass „wirklich nur Männer“ dabei gewesen seien, als man sich „nicht etwa am Gedenken für die Zwangsarbeiter:innen beteiligte“, sondern „selbst inszenierte“. Ein Moment der Würdigung wird als „posierendes Fotoshooting“ verunglimpft, jedweder Respekt ist verlorengegangen. Die Menschenwürde existiert ausgerechnet nach Maßgabe derer nicht mehr, die in ihrem linksradikalen Antifa-Geist der Hetze verfangen sind.

Alles, weil ihnen offenbar nicht nur Anstand und Sitte abhandenkommen, sondern ihnen gleichsam Bildung über die dunklen Kapitel der Historie vorenthalten worden ist. Menschenleben werden nach erster und zweiter Klasse sortiert, denn die Achtung vor Großvätern mit hiesigen Wurzeln zählt weniger, weil sie eben unter der falschen Flagge, aber oft unfreiwillig oder gar unter Zwang zum Kanonenfutter wurden. Auf diesen schändlichen Gedanken würde niemand kommen, außer jene, die vor lauter Zerfressenheit die Welt nur in Schwarz & Weiß sehen. Sich das Denken so sehr zu vereinfachen, entlarvt die Fratze der Doppelmoral.

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