Widerstand gegen EU bleibt wichtig

Kickl nach Ungarn-Wahl: Auch Regime der Systemparteien wird fallen!

Politik
Screenshot: X.

In seiner Reaktion auf die Abwahl von Viktor Orbán in Ungarn gab sich FPÖ-Chef Herbert Kickl betont kämpferisch. Gerade jetzt gebe es umso mehr Grund, mit klarer patriotischer Politik gegen die EU-Granden aufzutreten. Außerdem schrieb er der "Ömpel"-Regierung ins Stammbuch, dass deren Freude über den Machtwechsel im Nachbarland sie im Bezug auf ihre eigene Politik noch teuer zu stehen kommen könnte.

Widerstand gegen EU umso wichtiger

Das Statement des freiheitlichen Parteichefs war mit Spannung erwartet worden, befinden sich die FPÖ & die FIDESZ doch in einer gemeinsamen EU-Fraktion. Er lobte dabei die Vorreiter-Rolle Orbáns beim Grenzschutz, bei seinen Friedensbemühungen zwischen Russland & der Ukraine, beim Kampf gegen den EU-Zentralismus und dem LGBTIQ-Kult - diese historischen Verdienste seien "ungebrochen". Zugleich sei oberster Auftrag für jeden Demokraten, das Machtwort des Souveräns zur Kenntnis zu nehmen - wie dies auch Orbán anstandslos tat. Es sei auch nicht zu vergessen, dass das ungarische Volk weiterhin keine linke, sondern trotzdem eine rechte Politik gewählt hätte. 

Vielsagend sei aber der "Jubel der EU-Zentralisten" über das Wahlergebnis. Es sei zu befürchten, dass "Irrsinns-Projekte Brüssels gegen den Willen und zum Nachteil der Bevölkerung leichter ausgerollt werden könnten". Die Vorgeschichte der Ungarn-Wahl sei indes auch ein spektakuläres Negativbeispiel, wie sehr die EU bereit ist, mit Druck und Einmischung in Mitgliedsstaaten bereit sei, die Machtverhältnisse zugunsten ihrer Interessen zu beeinflussen. Entsprechend. Umso wichtiger sei nun der "Widerstand gegen die wuchernden Machtbestrebungen und Irrwege Brüssels sowie gegen das Abnickertum und die Steigbügelhalter-Mentalität in nationalen Regierungen."

System sollte zittern, nicht jubeln

Eine Demokratie, so Kickl, leben jedenfalls vom Wechsel der politischen Kraft- & Machtverhältnisse, von Regierung und Opposition. Wenn die übrigen Parteien heute also die Orbán-Ära "in Bausch & Bogen mit Machtmissbrauch gleichsetzen", sollte man nicht vergessen, wie lange das "System ÖVP" in Österreich an der Macht sei und wie lange der rot-schwarze Proporz, u.a. in Kammern & Sozialpartnerschaft existiere: "Dieselben Systemparteien, die sich jetzt über die Ablöse Orbans freuen, liefern damit eigentlich auch das Argument für ihre eigene Abwahl. Ich bezweifle allerdings, dass sie selbst so weit denken, weil es ja in diesem Fall sie selber betrifft. Die Wähler tun das aber sehr wohl."

Es brauche in Österreich einen Systemwechsel, zumal Österreich als Nettozahler in einer stärkeren Position als Ungarn sei. Wenn die Systemparteien nun den "Regimewechsel" in Ungarn bejubeln, möge diese nicht vergessen, dass sie selbst ein "Regime der Entfremdung vom Wählerwillen, der Abhängigkeit von Brüssel, der Huldigung eines zerstörerischen Zeitgeistes, des wirtschaftlichen Niederganges, des Verlustes des Wohlstand und der Zerstörung der Neutralität errichtet haben." Kickl kündigt an, dass seine Partei dafür sorgen werde, dass "auch ihr Regime demokratisch zu Ende gehen wird." 

+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++

Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!

Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende

Weitere Artikel, die Sie interessieren könnten