Jetzt dreht er völlig durch: Selenski jammert über Erpressung durch die EU
Das Gebaren der ukrainischen Führung wird zunehmend absonderlicher. Nachdem selbst die EU inzwischen Kiew aufgefordert hat, die Druschba-Pipeline zu reparieren und wieder in Betrieb zu nehmen, scheint der ukrainische Präsident Wolosymyr Selenski völlig auszurasten. Nun warf er der EU Erpressung vor.
Der Streit um die Öllieferungen durch die Druschba-Pipeline dürfte mittlerweile selbst für gute Fachärzte interessant werden. Denn in Kiew versucht man sich inzwischen mit Rundumschlägen gegen alles und jeden, weil es nicht nach dem eigenen Willen geht. Ukraine-Machthaber Wolodymyr Selenski scheint Widerspruch nicht mehr gewohnt zu sein. Anders ist es kaum zu erklären, dass er inzwischen selbst der EU Erpressung vorwirft. Wie der BBC berichtet warf Selenski den europäischen Verbündeten vor, Kiew "erpressen" zu wollen, damit die Pipeline, über die russisches Öl nach Ungarn und in die Slowakei transportiert wird, wieder in Betrieb genommen wird.
Ukraine lehnt Bitten der EU ab
Zuletzt hatte auch die EU Kiew aufgefordert, die Druschba-Pipeline zu reparieren und ihn zudem gebeten, unabhängige Inspektoren zu gestatten, die Schäden zu begutachten. "Ich sage ganz offen: Ich bin dagegen. Aber wenn mir Bedingungen gestellt werden, dass die Ukraine keine Waffen erhält, dann, entschuldigen Sie bitte, bin ich in dieser Frage machtlos. Ich habe unseren Freunden in Europa gesagt, dass man das Erpressung nennt", wird Selenski zitiert, der weiter erklärt: "Ich sage einfach: Wenn wir beschlossen haben, die Lieferungen von russischem Öl wiederherzustellen, dann sollen sie wissen, dass ich dagegen bin". So hatte Kiew auch die Anfragen zu unabhängigen Untersuchungen bisher immer abgelehnt, wie auch der ungarische Außenminister Peter Szijjarto auf X kritisierte. Allerdings führte das zu einem Knieschuss für Kiew, da Ungarn und die Slowakei sowohl das 20. Sanktionspaket als auch den 90 Milliarden Euro-Kredit blockieren.
A trilateral consultation with the Slovak and Ukrainian energy ministers was scheduled for today, but the Ukrainian side ultimately refused to take part.
— Péter Szijjártó (@FM_Szijjarto) March 16, 2026
This comes after our Energy Ministry delegation spent three and a half days in Kyiv seeking dialogue.
All meeting… pic.twitter.com/khOhWaGpkN
Realitätsverlust und Anmaßung Kiews
Und gerade hier zeigt sich ein inzwischen wohl schon pathologisches Anspruchsdenken Kiews. Offenbar ließ man Selenski und seinen Pöbel-Diplomatien wie Andrij Melnyk in den vergangenen Jahren zu viel durchgehen. Denn sich darin zu versteigern, dass es Erpressung sei, dass die 90 Milliarden Euro-Geldgeschenke an die Wiederherstellung der Druschba-Pipeline geknüpft wird, ist selbst für Kiewer Verhältnisse eine neue Dimension. Zumal Selenski noch hinzufügt, dass der Beschluss der EU, der Ukraine 90 Milliarden Euro zu leihen, von allen 27 Ländern verabschiedet worden sei und umgesetzt werden müsse. Ein Anspruchsdenken, welches in keinem Verhältnis zur Bedeutung der Ukraine für Europa steht.
Ukrainische Einmischung in interne EU-Politik
Noch abenteuerlicher wird es allerdings, wenn Selenski zudem noch als Begründung die Russland-Sanktionen bemüht und der EU versucht, zu diktieren, was sie in diesem Bereich zu tun habe. Denn, so erklärt der Ukraine-Machthaber, käme eine Wiederaufnahme der Rohöllieferungen aus Russland mittels Druschba-Pipeline durch die Ukraine in die EU einer Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Moskau gleich. Er sei grundsätzlich dagegen, russisches Öl durch die Ukraine zu transportieren, während die EU dessen Verkauf anderswo sanktioniere. "Inwiefern unterscheidet sich das von der Aufhebung der Sanktionen gegen Russland? Warum können wir in dem einen Fall den Vereinigten Staaten sagen, dass wir gegen eine Aufhebung der Sanktionen sind, während wir andererseits die Ukraine zwingen, den Öltransit durch die Druschba-Pipeline wieder aufzunehmen – und das zu einem politischen Preis, der faktisch für eine anti-europäische Politik bezahlt wird?", so Selenski, der weiter wettert: "Wir unterstützen eine Lockerung der Sanktionspolitik ganz sicher nicht. Und insgesamt hilft uns dieser Krieg im Nahen Osten hier und jetzt nicht, obwohl wir uns keine Illusionen über das iranische Regime machen und es absolut nicht unterstützen – und das ist noch milde ausgedrückt.“
Wozu braucht Europa die Ukraine?
Angesichts der Sprengung der Nord-Stream-Pipeline und der bisher seit 2022 geflossenen 309,6 Milliarden Euro Unterstützung für die Ukraine, davon über 194 Milliarden durch die EU und ihre Mitgliedstaaten, die für ihre Ukraine-Politik mit Inflation und Wirtschaftskrise einen sehr hohen Preis zahlen, sollte man sich einen Schwenk in der weiteren Zusammenarbeit überlegen. Denn solange das Kiewer Regime wild um sich schlägt, faktisch gegen die eigenen Verbündeten arbeitet und diese brüskiert, zu keinerlei Entgekommen oder Kompromissen bereit ist, selbst gegenüber der ihm zugeneigten EU-Führung, stellt sich einmal mehr die Frage, wie sinnvoll eine Unterstützung der Ukraine tatsächlich ist. Und: wozu Europa die Ukraine überhaupt braucht. Selbst Peking oder die Kreml-Führung könnten kaum unberechenbarer oder unzuverlässiger sein. Und im Gegensatz zur Kiewer Junta, die immer nur Forderungen aufstellt, haben Russland und China immerhin in Form von Bodenschätzen und Energieträgern einiges zu bieten.
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