Die seltene Chance in Verantwortung wahrnehmen

In der Stimmkabine sind wir nur dem Gewissen verpflichtet!

Politik
Bild: Freepik

Mut zur Veränderung oder weiter wie bisher? Die politische Elite verharrt in Stillstand, während drängende Probleme ungelöst bleiben. Statt echter Debatten dominieren Diffamierung und Ausgrenzung. Doch in der Wahlkabine entscheidet jeder für sich – ohne Bevormundung, ohne Moralkeule. Jetzt ist die Zeit, ein Zeichen für die Zukunft zu setzen.

Der Wahlsonntag als Schicksalsmoment

Nun steht der richtungsweisende Sonntag unmittelbar bevor. Und nach einer anfangs so kurz geglaubten Phase des Wettbewerbs um die besten Lösungen und Antworten für das Land zog sich das Ringen von Merz, Weidel, Scholz und Habeck am Ende doch wie ein Kaugummi, weil die wenigen Forderungen, Vorschläge und Sachinhalte ausgetauscht waren, die man abseits des Ausgrenzens und Verunglimpfens der AfD durch die etablierten Parteien präsentierte. Mir obliegt es weder als Journalist noch als Privatperson, an dieser Stelle eine Empfehlung auszusprechen. Ich möchte lediglich daran erinnern: Nehmen wir diesen einen Augenblick in der Stimmkabine bewusst wahr und vergegenwärtigen uns die Ernsthaftigkeit dieser Situation. Dort sind wir alleine für uns, ohne jede Beobachtung und den Versuch einer Beeinflussung. Da kann die Moralkeule der Demonstranten gegen rechts ohne Bedenken ausgeblendet werden. Niemand muss im Anschluss wissen, wo wir unser Kreuz gesetzt haben. Wir machen unser Votum alleine mit dem Gewissen aus. Ohne allzu melancholisch zu werden, erinnere ich mich persönlich an viele Schicksalsmomente und Wendepunkte in meinem Leben. Sie waren oftmals gesundheitlicher Natur, aber auch von politischer Tragweite.

Die Suche nach Verantwortung

Da ging es manchmal um die Frage, ob ich angesichts einer Diagnose tatsächlich eine Perspektive habe. Und wenn ja, ob sie deutlich kürzer ausfällt, als man sich das in jungen Jahren vielleicht gedacht und erhofft hat. Bei all diesen Tiefschlägen gab es für mich aber nie die Erwägung, die Segel zu streichen oder die Flinte ins Korn zu werfen. Denn ich wollte die einmalige Chance nicht zurücklegen in die Hände, von denen mir das Geschenk zuteilwurde, auf dieser Welt im ganz Kleinen zu wirken. Für meine ganz eigene Existenz, aber vor allem für die Gesellschaft und unsere Nation war es mir immer von Belang, nicht in eine Zukunft voller Unsicherheit, Resignation und Ernüchterung blicken zu müssen. Sondern tatsächlich sagen zu können, dass ich mich nach meinen Möglichkeiten bemüht habe, für das Wohlergehen all der Menschen aus meinem Volk etwas beizutragen. Es sind die Erfahrungen aus dem Alltag und die Konfrontation mit der Wirklichkeit gewesen, die mich vom anfänglich linken Lager zu einer strikten Umkehr in Richtung einer heimatliebenden und identitären Gesinnung bewegt haben.

Deutschland am Scheideweg

Das war weit vor den Messerattentaten und Amokfahrten, Wärmepumpen und Windrädern, nonbinären Geschlechtern und queeren Denkweisen, Transformation und Rezession, außer Rand und Band geratener Migration oder einem gescheiterten Multikulturalismus. Doch mit all diesen Realitäten werden wir mittlerweile stündlich brüskiert, gegängelt und verspottet. Im Angesicht dessen stehen wir tatsächlich vor einer historischen Weggabelung. Und wir sind vor die Entscheidung gestellt, inwieweit wir uns im Zweifel unter die Fuchtel bloßer Vorurteile und Ressentiments gegenüber einer Alternative stellen und von einer Maßregelung durch das Totschlagargument der Bringschuld irritieren lassen wollen. Keiner ist dazu gezwungen, gegen seine Überzeugung zu agieren und zu einer politischen Kraft eine Liebesbeziehung aufzubauen. Doch jeder muss mit sich und all seinen Nächsten vereinbaren, im Zweifel die letzte Abfahrt verpasst zu haben. Das Markieren eines bisher vielleicht als ideologischen Gegner wahrgenommenen Konkurrenten auf dem Wahlzettel tut nicht weh, es kann sogar entlastend sein. Denn wer sich ehrlich macht, weil er aus der Routine des "Weiter so" entkommen ist, bestätigt auch sich selbst der Souveränität und Handlungsfähigkeit.

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