'Hier fliegen die Pensionen': Regierung verfliegt in 3 Monaten fast 1,2 Mio. Euro
Symbolbild: Freepik; Freisteller: © Alois Endl (3); Komposition: Der Status.
Während es daheim nicht rund läuft, das Damoklesschwert des Budgets schwebt weiter über den Häuptern, die Wirtschaft kommt nicht vom Fleck und dem Bürger werden Sparmaßnahmen verordnet, sucht die Regieurng offenbar Ablenkung von dem heimischen Frust auf Auslandsreisen. Im 2. Quartal 2025 sammelten sich so Reisekosten von fast 1,2 Millionen Euro an. Besonders die "Luxus-Eskapaden" von Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger stehen in der Kritik.
Drei Monate und genau 1.122.102 Euro an Flugkosten. Diese Summe kann sich für das 2. Quartal 2025 durchaus sehen lassen. Die tatsächlichen Summen würden aber noch deutlich höher liegen, so FPÖ-Generalssekretär Michael Schnedlitz, der mit Anfragen an die Ministerien die Kosten zutage förderte. Denn die Kosten für das Innen- und das Verteidigungsministerium seien nicht enthalten, diese Ressorts wurden herausgerechnet. Damit sorgt die teuerste Regierung aller Zeiten, die zuletzt den Personalstand auch ordentlich aufstockte, SPÖ-Vizekanzler Andeas Babler erhöhte den Personalstand in seinem Kabinett etwa um 11 Personen - Der Status berichtete - auch für horrende Reisekosten.
Mit Business-Class auf Geschenktour
Besonders in der Kritik steht dabei Neos-Außenministerin Beate Meinl-Reisinger. Als Spitzenreiterin beliefen sich deren Reisekosten von April bis Juni 2025 auf 261.293,15 Euro. Selbst die grüne Ex-Ministerin Leonore Gewessler schaffte in 90 Tagen nur 116.454,54 Euro Steuergeld zu verfliegen. Nun liegt es in der Natur der Sache, dass eine Außenministerin öfter einmal unterwegs ist, aber NATO-Beate scheint zunehmend zur Luxus-Beate zu mutieren. Denn selbst auf Kurzstrecken wählte sie Business-Class, statt wie die übrigen Ministerien die günstigere Economy. Offenbar will die Außenministerin ihre Geldgeschenke mit allem Komfort ans Ziel bringen. „Während die übrigen Ministerien auf Kurzstrecken Economy-Class fliegen, lässt sie sich selbst nach Skopje, Luxemburg oder Tel Aviv in der Business-Class chauffieren. Meinl-Reisinger denkt entweder, dass sie etwas Besonderes ist – oder sie hat wie ihre frühere deutsche Kollegin Annalena Baerbock eine eklatante Geografie-Schwäche. Beides ist in Zeiten, in denen man bei den Menschen den Rotstift ansetzt, keine Ausrede für Luxus-Eskapaden!", kritisiert Schnedlitz, der weiter erklärt: "Die Bürger müssen sparen, aber die Minister sitzen im Flugzeug auf Samtsesseln. Das ist politische Dekadenz pur!"
"Hier fliegen die Pensionen!"
Zu der im wahrsten Sinne des Wortes abgehobenen Ampel und dem verflogenen Millionenbetrag kommentiert Schnedlitz: "Hier fliegen die Pensionen!" Denn gerade hier will die Ömpel-Regierung, die bei sich selbst wenig spart, den Bürgern Einschnitte verkaufen. Nach den 261.293,15 Euro aus dem Außenministerin folgt mit etwas Abstand bei den Reisekosten das Finanzministerium mit 181.505,38 Euro. Das Bundeskanzleramt mit angeschlossenem Bundesministerium kommt immerhin noch auf 113.121,32 Euro. Das Vizekanzleramt und das Ministerium für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien, Sport von SPÖ-Parteichef Andreas Babler gaben 17.764,83 Euro Flugkosten an. Bablers Trip nach New York ist den Kosten allerdings noch nicht erfasst.
Weiter wie bisher...
Kein Wunder, dass das Vertrauen der Österreicher in die Ampel-Koalition schrumpft, die nach neuesten Umfragen bei Wahlen schon keine Mehrheit mehr im Nationalrat hätte. Laut Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IFDD) für die Krone trauen demnach auch 61 Prozent der Befragten der Regierung keinen Politik-Wechsel oder Reformen zu. 45 Prozent glauben allerdings, dass die Regierung die Legislaturperiode durchwursteln wird, immerhin geht es um Macht und Geld. Und dafür wird weitergewurstelt wie bisher. So erinnert man sich bei den Kosten etwa an den Skandal des ehemaligen ÖVP-Nationalratspräsidenten Wolfgang Sobotka, der bei seinen Reisetätigkeiten auch Zehntausende Euro für begleitende Journalisten ausgab, um die ÖVP-Hofberichterstattung sicherzustellen, für jedes Geschäft gibt es bekanntlich ein Gegengeschäft - Der Status berichtete. Und auch ÖVP-Burger-Kanzler Karl Nehammer und seine Regierung flüchteten sich bekanntlich in Auslandsreisen, um dem Trübsal der Innnepolitik und der Probleme daheim zu entgehen - Der Status berichtete. Dies wird nun offenbar nahtlos fortgesetzt, auf Kosten der Steuerzahler, die die PR-Trips bezahlen müssen, während bei ihnen der Gürtel von den reisefreudigen Herrschaften enger geschnallt wird.
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