Tiefe Abgründe statt heiler Welt

Häusliche Gewalt: 20 Anzeigen bei Stalzers - auch gegen SPD-Politikerin!

Politik
Stalzer: Instagram/Iris Stalzer; Symbolbild: Freepik; Komposition: Der Status.

Der Fall rund um den lebensgefährlichen Angriff auf Iris Stalzer, die SPD-Bürgermeisterin von Herdecke, wird immer verworrener. Tatverdächtig ist bekanntlich ihre ursprünglich aus Mali stammende Adoptivtochter (17), die wie ihr aus Haiti adoptierter Bruder (15) schon lange als Problemkind galt. Nun stellt sich heraus: Vor der brutalen Bluttat zeigten sich Mitglieder der nach außen auf "heile Welt" spielenden Patchwork-Familie gegenseitig an. Im Raum steht insbesondere häusliche Gewalt. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Durch Adoptivtochter fast erstochen

So stellte sich Iris Stalzer (57) das erste Monat nach der Wahl zur Bürgermeisterin der 22.000-Seelen Stadt Herdecke am südlichen Rand des Ruhrgebiets wohl nicht vor. Nur 9 Tage nach dem Urnengang, bei dem sie die nach ihrem Wechsel in den Bundestag nicht mehr angetretene langjährige CDU-Bürgermeisterin beerbte, kam es zur unbegreiflichen Tat. Die SPD-Politikerin soll zuerst stundenlang im Keller des Familienhauses gefoltert worden sein, ehe sie durch 14 Messerstiche lebensgefährlich verletzt wurde. Verbrachten die Einsatzkräfte zunächst ihren Adoptivsohn (15), stellte sich später vielmehr die Adoptivtochter Zoe (17) als tatverdächtig heraus.

Immer wieder zeigten sich beide Kinder - der Bub stammt aus Haiti, das Mädchen aus Mali - aggressiv und auffällig. Nach der Tat wurden beide vom Jugendamt in Obsorge genommen, weder Stalzer noch der Adoptivvater wollen die Minderjährigen wieder zu sich nehmen. Die mutmaßliche Messerstecherin wurde in eine jugendpsychiatrische Anstalt verbracht, ihr Bruder in eine betreute Wohngruppe. Allein durch diese Maßnahmen kosten die Spätfolgen dieser Politiker-Adoption den Steuerzahler satte 36.000 Euro pro Monat - Der Status berichtete. Doch all das ist nur die Spitze des Eisberges im Hinblick auf die unglaublichen Familienverhältnisse.

Wechselseitige Vorwürfe häuslicher Gewalt

Denn wie der "Focus" nun berichtet, sollen diverse Mitglieder der dysfunktionalen Patchwork-Familie einander über 20-mal angezeigt haben - wegen häuslicher Gewalt. Die Tochter soll ihre Aggressivität u.a. darauf basiert haben, dass sie sich gegenüber ihrem Bruder benachteiligt fühlte. Interessant dabei: Die wechselnden Rollen. Mal war es die Mutter, die ihre eigenen Adoptivkinder anzeigte, mal stellte der Bub oder das Mädchen eine Anzeige gegen die Mutter. Sollte etwas an den Gewalt-Vorwürfen auch gegen ihre Person dran sein, wäre es freilich ein krasser Widerspruch gegen die Parteilinie. Die SPD heftet sich seit Jahren ein "Recht auf gewaltfreie Erziehung" auf die Fahnen.  

Schon lange war offenkundig, dass die SPD-Politikerin mit den beiden aggressiven Adoptivkindern aus Übersee überfordert schien. Doch Stalzer soll mehrere Hilfsangebote von Polizei-Beamten ausgeschlagen haben. Auch den Vorschlag, die Kinder anderweitig unterzubringen, ließ sie nicht zu. Im Gegenteil: Als das Jugendamt den Adoptivsohn - dessen mögliche Beteiligung beim Angriff noch Gegenstand von Ermittlungen ist - in eine Pflegefamilie gab, holte sie ihn wieder nach Hause. Laut "Focus" könnten die "Furcht vor massiven Anfeindungen" sowie der krampfhafte Versuch, den "Familienfrieden wiederherzustellen" sie zu diesem Schritt bewogen haben. 

Widerspruch von Anspruch und Realität

Die verblendete Liebe für ihre Adoptivkinder endete für Stalzer im Krankenhaus und am Rande einer Fahrkarte ins Jenseits. Spannend ist dabei auch, wie sich diese Realität im Hause Stalzer mit dem Bild spießt, das die Politikerin anlässlich ihres Antritts vermitteln wollte. Dort präsentierte sie sich als Frau von nebenan, eben als "Mutter von zwei Kindern im Teenageralter". Als ihren politischen Anspruch benannte sie im Kurzwahlprogramm ihrer Partei: "Probleme lösen, Kompromisse finden, Menschen zueinander bringen". Außerdem will sie, dass alle Herdecker in einem "fürsorglichen Miteinander" leben und warb im Programm für die Integration "geflüchteter Menschen".

Diese Fassade versuchte Stalzer, die pikanterweise in der Ortsvertretung u.a. in den Ausschüssen für Soziales und Jugendhilfe saß, im Wahlkampf aufrecht zu erhalten. Allerdings lesen sich manche Punkte des Programmes im Nachhinein anders. Etwa jene, dass Frauen "besser vor häuslicher Gewalt geschützt werden" müssten. Noch am Tag des Angriffs erschien ein Zeitungsinterview. Darin forderte sie eine "bessere Zusammenarbeit zwischen Polizei, Ordnungsamt und Jugendämtern". Hatte sie dabei auch ihre eigene familiäre Situation im Hinterkopf? Ungeachtet des Bekanntwerdens der Zustände in ihrem Haus will sie im November ihr Amt offiziell antreten. 

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