Greta Thunberg festgenommen: Droht ihr nun die Abschiebung?
Bild: Lua Eva Blue, Greta Thunberg pro-Palestine Demonstration in Lissabon 2025, Wikimedia Commons CC BY 4.0
Eine internationale Aktivistenflotte gerät auf dem Weg nach Gaza in Konfrontation mit Israel. Mit dabei: Greta Thunberg. Die Marine setzte Boote fest, ließ andere passieren – ein symbolträchtiges Ringen um Bilder und Deutungshoheit.
Flotte widersetzt sich Israels Vorgaben
Im Rahmen einer Pro-Palästina-Aktion segelte eine Flotte aus insgesamt 44 Motor- und Segelbooten von Barcelona aus in Richtung Gazastreifen. Laut eigenen Angaben wollten die Teilnehmer Hilfslieferungen für die Bevölkerung nach Gaza bringen. An dieser Aktion nahm auch Greta Thunberg teil. Bei einem Militäreinsatz der israelischen Marine wurden rund 13 Schiffe abgefangen und ihre Besatzungen festgenommen. Dreißig Schiffe sind weiterhin auf ihrem Kurs in Richtung Gazastreifen.
Die israelische Marine forderte die Flotte auf, ihre Hilfslieferungen in Häfen außerhalb des Gazastreifens an Land zu bringen. Die Flotte lehnte dieses Angebot ab. Thiago Ávila, der Sprecher der Flotte, begründete dies damit, dass man die humanitäre Hilfe nicht der Besatzungsmacht im Gazastreifen überlassen wolle. Israel rechtfertigte die Militäraktion damit, verhindern zu wollen, dass die Hilfslieferungen in die Hände der Hamas fallen.
Festnahme im Rampenlicht – Thunbergs Rückflug bereits geplant
Auf Livestreams von den Booten ist die Festnahme von Greta Thunberg zu sehen. Diese verlief friedlich und gewaltlos. Auf dem Video der Festnahme ist zu erkennen, wie ein israelischer Soldat der Aktivistin noch Wasser reicht und sie in Ruhe ihre Jacke anziehen lässt, bevor sie schließlich festgenommen wird. Das israelische Außenministerium schrieb: „Greta und ihre Freunde sind sicher und gesund.“ Israel will die festgenommenen Besatzungsmitglieder nun „sicher und friedlich“ nach Europa abschieben, so der israelische Außenminister auf X.
Da Israel nur rund ein Drittel der Flotte stoppte, lässt sich vermuten, dass es sich hierbei lediglich um eine Selbstinszenierung des israelischen Militärs handelt. Ob die Flotte jedoch tatsächlich mit ihrer Hilfslieferung nach Gaza Erfolg haben wird, steht noch in den Sternen.
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