Für Aufrüstung, gegen Frieden

Globalisten-Treff in Tirol: NATO-Beate beerdigt Neutralität in Alpbach

Politik
EFA: © Simon Legner, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (Symbolbild); Meinl-Reisinger: © BMEIA/ Michael Gruber, CC BY 2.0; Komposition: Der Status.

Nur wenige Tage nach ihrem dritten Besuch in der Ukraine, wo sie weitere Steuer-Millionen für Kiew versprach, nahm Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) am Gipfel in Alpbach teil, wo sich aktuell die Vertreter der Systemparteien mit Globalisten aus allen Bereichen vernetzen. Sie erklärte dort offen, dass sie gegen "Frieden um jeden Preis" in der Ukraine sei, dafür aber für die kollektive Aufrüstung - und erteilte sogleich entgegen der Volksmeinung der immerwährenden Neutralität Österreichs eine Absage.

"NATO-Beate" tanzt bei Globalisten-Gipfel auf

Unter dem Motto "Recharge Europe" wird das "European Forum Alpbach" (EFA) nach eigener Beschreibung "erneut zum internationalen Treffpunkt für Menschen, die sich engagiert für die Gestaltung der Zukunft Europas einsetzen" und will dabei "Raum für Austausch, neue Ideen und konkrete Lösungen" stehen. Also genau der richtige Rahmen für NEOS-Außenministerin und Bilderbergerin Beate Meinl-Reisinger, die aber trotzdem angeblich keine Ahnung haben will, wie "Verschwörungen gehen", sich mit einschlägigen Ideologen zu vernetzen, um ihre radikalen Ideen samt Beerdigung der österreichischen Neutralität zum Besten zu geben.

Bei einem von "Puls 4"-Infochefin Corinna Milborn, die u.a. die "Nachhaltigkeitsziele" der UN-"Agenda 2030" als Maßstab für ihre Berichterstattung nimmt, moderierten Panel "diskutierte" sie am Samstag zur Eröffnung der "Europe in the World Days" mit dem Ex-Chef der Münchner Sicherheitskonferenz Peter Ischinger, ihrer rumänischen Amtskollegin und "European Young Leaderin" Oana Țoiu, dem tschechischen Außenminister Jan Lipavsky, dem langjährigen ÖVP-Politiker & neuen EFA-Chef Othmar Karas und Peter Bosek, dem Vorstandsvorsitzenden der "Erste Group", aus deren Spitze auch u.a. der frühere EFA-Chef, Bilderberger & Ex-ÖVP-Bundesvorstand Andreas Treichl stammte. 

Neutralität auf offener Bühne beerdigt

Und dabei machte "NATO-Beate" keine Gefangenen. Im Bezug auf das Trump-Putin-Treffen in Alaska, um eine Beendigung des Ukraine-Krieges auszuloten, habe sie schlaflose Nächte erlitten und sich gedacht, dass "das Schlimmste passiert" sei, denn ihrer Ansicht darf es "keinen Frieden um jeden Preis geben". Mehr Lob hatte sie da schon für den kriegstreiberischen Blitzbesuch mehrerer europäischer Regierungschefs um den deutschen CDU-Kanzler Friedrich Merz in Washington. Sie nutzte die Gelegenheit zudem, um die NEOS-Vorstellungen einer EU-Armee zu bewerben unter einem Zentral-Kommando.

Sie ärgerte sich über die mögliche "Veto-Politik" der Mitgliedsstaaten, die daran hindern würde, dass die EU in der Verteidigungspolitik "mit einer Stimme" spricht oder zumindest eine gemeinsame Strategie habe. Außerdem machte sie keinen Hehl, was ihre Pläne für Österreich bedeuten würden. Denn sie beerdigte auf offener Bühne die immerwährende Neutralität: Der Ukraine-Krieg habe angeblich zutage gefördert, dass man "nicht neutral sein kann angesichts einer derartigen Bedrohung". Ein unglaublicher Affront gegenüber dem Wählerwillen, wenn man bedenkt, dass deutlich über 75% der Österreicher eisern zu deren Beibehaltung stehen.

Konzertierte Angriffe auf die Neutralität

In der Vergangenheit fuhr Österreich stets gut mit seiner Neutralität, war so u.a. Schauplatz des Ost-West-Gipfels zwischen John F. Kennedy und Nikita Chruschtschow, als der Kalte Krieg zu eskalieren drohte. Weil immerwährend neutrale Staaten - davon gibt's weltweit nur noch 10 Stück, darunter u.a. Österreich und die Schweiz - als sicher gelten, siedelten sich mehrere internationale Organisationen in Wien an, darunter u.a. einer der vier Hauptsitze der Vereinten Nationen (UNO), die Organisation der erdölfördernden Länder (OPEC) und die internationale Atomenergiebehörde (IAEA). Trotz nötiger Kritik an mancher der Institionen, bedeutete das trotzdem Prestige am internationalen Parkett.

Vor diesem Hintergrund galt es einst sogar als salonfähig, der Ukraine das österreichische Modell zu empfehlen. Die beharrte auf dem EU- & NATO-Beitritt, was Putin bekanntlich dann als argumentative Steilvorlage für seinen Einmarsch nahm. Seither fremdeln Politiker der Systemparteien öffentlich mit der Neutralität, Ex-ÖVP-Kanzler Karl Nehammer bezeichnete sie als "von den Sowjets aufgezwungen". Nun verdichten sich erneut die Angriffe: Ebenfalls am Samstag bezeichnete eine Politologin diese als "zutiefst unmoralisch", während ein hochrangiger General am selben Tag behauptete, die Neutralität sei angeblich "kein Schutz" und daher eine "Debatte" über selbige wollte. 

Illustres Eliten-Schaulaufen in Alpbach

Noch bis 29. August findet das "Europäische Forum Alpbach" (EFA) im gleichnamigen, malerischen Bergdorf in Tirol statt statt. Der Globalisten-Gipfel gilt als ältere, aber kleinere und medienfernere Schwester des WEF-Gipfels in Davos. Die Teilnahme pro Modul kostet 1.100 Euro, Presseakkreditierungen gibt's nur für Medien, welche nachweisen können, dass sie ausreichend im Sinne der Eliten-Agenda berichten. Im ersten Jahr nach der Übergabe der Präsidentschaft des u.a. von der Soros-Stiftung unterstützten EFA an Ex-ÖVP-Politiker Othmar Karas nehmen erneut Vertreter aller drei Regierungsparteien sowie der grüne Bundespräsident Alexander van der Bellen teil.

Dort treffen sie auf einschlägige Persönlichkeiten, darunter u.a. der WEF-"Agenda Contributor" Carl Bildt von der Soros-Denkfabrik "European Council of Foreign Relations" oder Yasha Mounk, der in der Massenmigration ein "einzigartiges Experiment" sieht und ihre Gegner am Liebsten hinter Gittern sähe. Dazu gesellt sich u.a. der ebenfalls der US-Ökonom & Globalisierungsbefürworter Joe E. Stiglitz. Die umstrittene Soros-Politologin Julia Ebner vom "Institute for Strategic Dialogue" (ISD), das alternative Medien am Liebsten verbieten will, berät sich am heutigen Sonntag mit ihrem CDU-nahen Fachkollegen Peter R. Neumann über das "Eindringen extremistischer Ideen in die Politik".

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