Für Corona-Politik, Ukraine & Green Deal: 'Pfizer-Uschi' erhält Karlspreis
Es ist immer das gleiche Bild, welches abgehobene Eliten oder in ihrer eigenen Blase lebenden "Aktivisten" bieten. So erhielt "Correctiv" für seine Potsdam-Räuberpistole im vergangenen Jahr manch Journalisten-Preis zugeschanzt. Und heuer wird die umstrittene EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen mit dem ehedem renommierten Karlspreis für ihre politischen Aktivitäten geehrt.
Schon die Gründe für die Verleihung des Karlspreises an die umstrittene EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen lassen eigentlich tief blicken. So heißt es auf der Internetseite des Preises: "Für ihre Verdienste um die Einheit der Mitgliedstaaten, die Eindämmung der Pandemie, die Geschlossenheit des Verteidigungswillens gegen Russland und die Impulse zum Green Deal einerseits sowie zur Ermutigung gegenüber den anstehenden Aufgaben ehrt das Direktorium der Gesellschaft für die Verleihung des Internationalen Karlspreises die Präsidentin der Kommission der Europäischen Union mit der Verleihung des Internationalen Karlspreises zu Aachen im Jahr 2025."
1 Million Euro für Impfstoffdeals & Co.
Der mit 1 Million Euro dotierte Preis geht somit also an eine Politikerin, die mit zweifelhaften Hinterzimmerdeals zig Milliarden Euro Impfstoffbestellungen mit Pharmafirmen wie Biontech/Pfizer per SMS abwickelte. Dass die Ermittlungen zu den Impfstoffkäufen wegen diverser Strafanzeigen noch laufen und die EU-Kommission sich mit Händen und Füßen dagegen wehrt, sowohl die Verträge als auch die Anbahnung offenzulegen, scheint bei der Preisverleihung keine Rolle zu spielen.
Das Gremium des Karlspreises erklärt stattdessen: "Die Kommission übernahm die Verantwortung für eine koordinierte europäische Impfstrategie, trug maßgeblich dazu bei, dass die Finanzierung der Entwicklung wirksamer Impfstoffe abgesichert wurde und so binnen weniger Monate nicht nur die Europäerinnen und Europäer Zugang zu mehreren Milliarden Covid-19-Impfdosen hatten, sondern auch Entwicklungsländer hiermit versorgt wurden."
"Pfizer-Uschi" in guter Gesellschaft...
Gelobt wird zudem auch umfänglich die Ukraine-Politik oder auch der Green Deal der EU-Kommissionspräsidentin. Vergangene Preisträger waren unter anderem Jean-Claude Juncker (2006), Angela Merkel (2008), Donald Tusk (2010), Martin Schulz (2015), Emmanuel Macron (2018), Antonio Guterres (2019) und Wolodymyr Selenski und das ukrainische Volk (2023). Von der Leyen befindet sich somit in einer illustren Gesellschaft.
Und es zeigt einmal mehr, dass sich das System gegenseitig Preise nach gutdünken zuschanzt. So gewann etwa im vergangenen Jahr das Medienhaus Correctiv für seine abenteuerliche "Investigativ-Recherche" zu dem Potsdam-Treffen den Leipziger Medienpreis. Besonders originell war damals die Erklärung des SPD-Oberbürgermeisters der Stadt, Burkhard Jung, der als Vorsitzender des Stiftungsrates mit der Jury die Entscheidung für die Preisverleihung traf.
Seiner Ansicht nacht habe Correctiv durch "das Anstoßen öffentlicher Debatten, das Aufdecken von Missständen, Korruption und unethischem Verhalten, die Blickschärfung für das Agieren politisch extremer, der freiheitlich-demokratischen Grundordnung feindlich gesonnener Personen, Organisationen und Parteien" die Kontroll- und Kritikfunktion des investigativen Journalismus in hervorragender Weise wahrgenommen. Aber auch in Österreich überhäuft sich die Systempresse alle Jahre wieder mit Preisen - und bildet sich darauf etwas.
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