Bildung in der Krise

Folgen der Migration: Kosten für Förderung an Schulen immer höher

Politik
Bild: Freepik

Die anhaltende Massenmigration nach Europa belastet nicht nur die Sozialsysteme oder die Wohnungsmärkte, sondern auch zunehmend das Schulsystem. Wie nun eine Anfrage zeigt, haben sich in Österreich die Kosten für sogenannte Deutschförderklassen in Schulen in den vergangenen Jahren mehr als verdoppelt. Rund 50 Millionen Euro kosten den Steuerzahler mittlerweile mangelhafte Deutschkenntnisse bei Schulbeginn.

Die Beantwortung einer Anfrage der Grünen durch NEOS-Bildungsminister Christoph Wiederkehr zeigt die Summen, die mittlerweile in die schulische Deutschförderung fließen. Dabei wirken sich unter anderem die weiter hohen Flüchtlingszahlen - vornehmlich aus Syrien, Afghanistan oder auch aus der Ukraine - oder die Familienzusammenführung aus.  Aber auch die Tatsache, dass mittlerweile Deutsch nicht unbedingt zur Bestreitung des Alltags notwendig ist, dürfte dazu führen, dass die Zahl der Kinder, die ohne ausreichende Deutschkenntnisse, um dem Unterricht zu folgen, eingeschult werden, beständig zunimmt.

Fast 50 Millionen Euro

Um auch nur irgendwie zu versuchen, diese Defizite ausgleichen, fielen für das Schuljahr 2024/25 rund 47,3 Millionen Euro Kosten für die Deutschförderung von außerordentlichen Schülern an. Die von ordentlichen Schülern, die Förderung für die deutsche Sprache benötigten, belief sich auf rund 5,7 Millionen Euro. Damit ist gesamt die Summe von 50 Millionen Euro bereits überschritten. Gerade bei den außerordentlichen Schülern zeigt sich dabei ein massiver Anstieg.

Denn noch im Schuljahr 2020/21 beliefen sich die Kosten mit 24,9 Millionen Euro auf rund die Hälfte. Im kommenden Jahr will die Regierung die Förderungen zudem noch erhöhen - geplant sind dann Ausgaben von rund 100 Millionen Euro. Allein auf die Bundeshauptstadt Wien sollen dabei 40 Millionen Euro entfallen, gefolgt von Oberösterreich mit 19,5 und Niederösterreich mit rund 12,4 Millionen Euro.

Problem der Volksschulen

Wie die Kosten ist naturgemäß auch die Zahl der Schüler, die Deutschforderung benötigen in den vergangenen Jahren gestiegen. Dabei wirken sich auch die Flüchtlingszahlen auf die Zahl der Schüler in Förderklassen aus. Sie ist von 9.351 auf 20.957 bzw. um 124,1 Prozent gestiegen. Dabei gehen 16.736 dieser Schüler auf eine Volksschule, 3.444 auf eine Mittelschule und 777 auf ein Polytechnikum. Dazu kommen noch 18.942 Schüler, die aktuell Deutschförderkurse besuchen - immerhin 31,5 Prozent mehr als im Schuljahr 2020/21. Auch hier überwiegen naturgemäß Volksschüler mit 17.975. Insgesamt macht die Zahl der "außerordentlichen Schüler", also jener, die aus sprachlichen Gründen dem Unterricht nicht folgen können in diesem Schuljahr 48.450 Kinder aus, ein Plus gegenüber 2020/21 um 53,3 Prozent.

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