Fico an Möchtegern-Kriegshelden: 'Geht doch in den Ukraine-Krieg!'
Die geradezu unerträgliche Groteske einer wohlstandsverwöhnten, völlig von ihrer eigenen Existenz angeödeten Jugend, die sich aus einer 4-Stern-Comfort-Zone zu War-Game-Heroes hochstilisiert hat der slowakische Ministerpräsident Robert Fico mit einem einzigen Satz konterkarikiert.
Ein Beitrag aus unserer Kooperation mit Unser-Mitteleuropa
Während eines Vortrag des linksnationalen Ministerpräsidenten verließen plötzlich zahlreiche Schüler den Saal und rasselten dabei mit ihren Schlüsseln – in Anspielung an Proteste gegen das kommunistische Regime im Jahr 1989. Welch eine orwell´sche Verdrehung der Realität. In seiner Rede im nord-slowakischen Poprad hatte der Regierungschef davon gesprochen, dass die EU 140 Millionen Euro für die Fortsetzung des Krieges in der Ukraine bereitstellen werde. Nach ersten Unmutsbekundungen konfrontierte er die Youngster lakonisch: "Wenn ihr in euren schwarzen T-Shirts solche Helden seid und so sehr für diesen Krieg seid, dann geht doch dorthin."
Today, high school students in Poprad, Slovakia, walked out on Prime Minister Robert Fico ringing their keys as a nod to the Velvet Revolution.
— Samo Marec (@SamoMarec) November 14, 2025
So proud of my high school ♥️♥️♥️
Video: Denník N pic.twitter.com/CMwjFLl4uF
Worauf sich etwa 30 Schüler in üblicher Courage, die nichts kostet, übten: Indem sie den Raum verließen. Einige hielten dabei wie üblich die ukrainische Flagge hoch.
"Fico war aggressiv und arrogant"
Dem verwöhnten Jungwählervolk fiel dabei nur das ewige Totschlagsargument ein, Fico wäre "aggressiv und arrogant uns gegenüber" gewesen – wie eine etwa 19-jährige Sarah W. gegenüber dem „TA3“ meinte. In weiterer Orwell`scher Wirklichkeits-Überdrehung übte sich dann die linke Kriegstreiber-Oppositionspartei, „Progressive Slowakei“: "Fico benahm sich wie ein Diktator. Die Studenten zeigten ihm, dass sie keine Angst vor ihm haben." Fico selbst outete diesen Vorfall als einen geradezu lächerlichen: "Als sie die Möglichkeit hatten, zu diskutieren, gingen sie." Und weiter: "Aber es kamen andere, die bereit waren, zu diskutieren und andere Meinungen zu respektieren, denn ohne sie gibt es keine freie Diskussion und ohne freie Diskussion gibt es keine Demokratie." Interessant aber: All diese perversen Kriegs-Heroisierung hatte wir in Europa schon einmal gehabt: Danach gingen in Europa die Lichter aus – im Ersten Weltkrieg.
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