'Eskalation des Krieges': Experte über neuen Selenski-Zirkus um 'Siegesplan'
Derzeit tingelt Ukraine-Machthaber Wolodymyr Selenski wieder durch die Hauptstädte Europas und anderer wichtiger NATO-Staaten, um für seinen Friedensplan zu werben. Doch das, was davon in die Öffentlichkeit und die Medien dringt, zeigt einmal mehr, dass der vermeintliche Plan weder ausreichend Substanz hat, noch dazu geeignet ist, wirklich für dauerhaften Frieden zu sorgen.
Selenski reist wieder durch Weltgeschichte
Ende September war er erst in den USA und seitdem hat die Reisetätigkeit von Ukraine-Machthaber Wolodymyr Selenski kaum nachgelassen. Überall sind es auch die gleichen, nun seit Jahren bekannten Stehsätze und Forderungen nach mehr Waffen, mehr Geld, überhaupt mehr Unterstützung von und mit allem, die der ehemalige Schauspieler zum Besten gibt. Daneben machen aber auch zuletzt immer wieder Aussagen zu einem vermeintlichen "Siegesplan" die Runde.
Schließlich muss man auch etwas vorweisen, nachdem es an der Front alles andere als rund läuft und auch vom propagandistisch groß gefeierten Kursk-Vorstoß kaum noch etwas zu vernehmen ist. Zumal auch in Kiew die Luft für Selenski dünner wird. Die Stimmen der Kritiker mehren sich und auch immer weniger Ukrainer sind bereit, an die Front geschickt zu werden.
Chimäre "Siegesplan"
Also muss ein vermeintlicher Siegesplan her, um alle bei Laune zu halten. Bereits seit längerem angekündigt, werden nun beim EU-Gipfel und vor einem Besuch Selenskis im NATO-Hauptquartier Details bekannt. Drei Punkte seien noch geheim, fünf andere sind nun offen gelegt. Dazu gehört, dass die NATO Kiew schnellstmöglich die Mitgliedschaft anbieten solle. Eher eine zweischneidige Forderung, solange sich die Ukraine noch im Krieg befindet.
Zudem, so Punkt zwei, verlangt Selenski von Westen Sicherheitsgarantien und - wie sollte es anders sein - mehr Waffen. So solle der Westen der Ukraine Waffen liefern, die das russische Offensivpotential zerstören können und zeitgleich sollen auch endlich die Beschränkungen für weitreichende Waffen aufgehoben werden. Drittens soll es eine nichtnukleare Abschreckung geben.
Viertens fordert Selenski in seinem Friedensplan weitreichende Investitionen des Westens in die Ukraine, damit diese mit neuer Wirtschaftskraft Russland schwächen könne. Dafür bietet Selenski dem Westen Zugriff zu wichtigen Bodenschätzen - Teile davon befinden sich allerdings im besetzen Donbass. Und fünftens, Bescheidenheit ist die Stärke der Junta in Kiew nicht, soll nach dem Krieg - also dem erfolgreichen Niederringen Russlands gemäß des Siegesplanes - die Ukraine bzw. deren Streitkräfte die bisherige Rolle der USA als Schutzmacht Europas übernehmen.
Neben der EU auch noch einem Korruptionsstaat wie der Ukraine ausgeliefert zu sein, dürfte wohl kaum in Interesse der Bürger sein. Zeigten schon die Erpressungsversuche mit Öl- und Gaslieferungen, wie Kiew mit Verbündeten umgeht.
Plan der Eskalation, statt des Friedens
Die verbliebene ukrainische Opposition in der Rada rund um Ex-Präsident Petro Poroschenko bezeichnete den Plan als wenig realistisch - Selenski hatte unter anderem auch damit geworben, dass es "starke Unterstützung von allen Parlamentsparteien und Gruppen" gäbe. Russland machte deutlich, dass aus den bisherigen fünf Punkten nicht deutlich werde, wie Selenski den Konflikt lösen wolle, vielmehr sei es ein Versuch, den Westen noch tiefer in den Konflikt hineinzuziehen.
Zu diesem Ergebnis kommt auch der Militärexperte und Vorsitzende der Politisch-Militärischen Gesellschaft e.V., Ralph Thiele, gegenüber dem "Focus": "Selenski will mit deutlich stärkerem westlichem Engagement siegen. Er will eine Eskalation des Krieges", so Thiele, der darin den Versuch erkennt, Russland mithilfe des Westens zu züchtigen, bis es von dem Krieg ablässt.
Doch dies sei ein Wunschtraum und unrealistisch. Und Thiele warnt: "Selenskis Plan ist ein Weg tiefer in den Krieg und nicht hin zum Waffenstillstand." Der Plan würde lediglich die Verzweiflung der Ukraine aufgrund der immer schlechteren Lage an der Front widerspiegeln.
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