Enkel an die Front: So hetzen 'Omas gegen rechts' gegen Frieden
Hintergrund: Montecruz Foto, Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0; Screenshot: X; Komposition: Der Status.
Im ganzen deutschsprachigen Raum agitieren die sogenannten "Omas gegen Rechts" seit einigen Jahren gegen jeden Anflug konservativen Gedankenguts. Doch längst haben die betagten selbsterklärten "Unsere Demokratie"-Verteidigerinnen ein neues Feindbild bekommen: Nämlich Menschen, die gegen die kollektive Aufrüstung oder die neue deutsche Wehrpflicht für die Nachnachfolge-Generation sind. Sie machen sich für "Wehrhaftigkeit" stark und bezeichnen jene, die ihre Geschwister, Kinder & Enkel nicht an der Front verheizt sehen wollen, als "Pseudopazifisten".
"Omas" gegen rechts, aber für Krieg?
Selbst im akuten Verteidigungsfall müssten die "Omas gegen Rechts" aufgrund vorgerückten Alters selbst nicht einrücken, weshalb es sich aus ihrer Warte leicht reden lässt. Aber ein bisschen originell mutet die Haltung der linksdrehenden Greisinnen schon an. Galt es doch bei der vormaligen Wehrpflicht über lange Zeiten der Bonner und frühen Berliner Republik zum guten Ton in linken Kreisen, sich sogar für die Rechte von "Totalverweigern" einzusetzen.
Doch inzwischen ist man bekanntlich bei "Frieden schaffen mit schweren Waffen" angelangt und da wollen die "Omas gegen Rechts" die Speerspitze jener bilden, die das deutsche Volk rhetorisch in Reih & Glied für den Kriegsdienst vorbereiten wollen. Bedenkt man den Umstand, dass die Organisation ursprünglich auf die Gründung durch eine Theologin aus dem neutralen Österreich zurückgeht, werden die jüngsten Aussagen der Kölner Ortsgruppe umso skurriler.

Screenshot: X
Zivilisten angeblich gefährdeter als Soldaten
In einem X-Beitrag postulieren sie nun sinngemäß, dass es sinnvoll wäre, junge Menschen an die Front zu schicken, weil es dort im Konfliktfall sicherer für sie wäre als zuhause: "Viele Menschen sterben nicht an der Front, sondern als Zivilisten dahinter. [...] Wer sich nicht wehrt, hat nicht Frieden, sondern ist ausgeliefert. [...] Liebe Kids, das sind Fakten, die Pseudopazifisten euch verschweigen." Diese Grafik stellen sie einem Sujet gegenüber, das eine geringe Überlebensdauer von Frontsoldaten postuliert.
Tatsächlich ist die Todesrate in einem Krieg unter Kombattanten freilich naturgemäß bei vielen Kriegen weitaus höher als unter Zivilisten, einige Fälle wie der Vietnamkrieg der USA oder der sowjetische Einmarsch in Afghanistan ausgenommen. In einigen Schlachten des 1. & 2. Weltkrieges sei die Sterbensrate für Frontsoldaten zwischen 13 und 56% gelegen, jene für Zivilisten aber im niedrigen einstelligen Prozentbereich, arbeitet "ScienceFiles" in einem Artikel heraus.
Dort hält man sich auch mit derber Kritik an der "Omas gegen Rechts"-Behauptung nicht hinter dem Berg: "Wer einen solchen Blödsinn verbreitet, gehört eigentlich weggesperrt, wenn er nicht mildernde Umstände wie fortschreitende Demenz für sich ins Feld führen kann. [...] Vielleicht ist die eigene Nähe zum Tod, bei „Omas gegen Rechts“ die Triebkraft hinter dem Bemühen, andere in den Tod zu schicken."
Unbeirrtes Beharren auf "Wehrfähigkeit"
Nicht minder deutlich fiel die Reaktion des X-Kommentariats aus. Doch die "Omas gegen Rechts" aus Köln beharren darauf, wie wichtig sie die "Wehrfähigkeit" doch halten. Wörtlich: "Wer zitternd in der Ecke sitzt hat schon verloren. Wer aufrecht steht hat jede Chance." Alle anderen, so ihre Logik, wären dann "zitternd, ängstlich, wehrlos" wie ein Kaninchen im Erdloch ausgeliefert. Sie verlinken sogar den Beitrag eines Militärbloggers, der "Friedensverwahrlosung" unironisch als abwertendenden Begriff für Kritiker der neuen deutschen Wehrpflicht benützt. Ist das schon dieser berühmt-berüchtigte "Altersstarrsinn", oder doch einfach noch die "gute, alte" Kriegstreiberei?

Screenshot: X
+++ Folgt uns auf Telegram: t.me/DerStatus & auf Twitter/X: @derStatus_at +++
Dir gefällt unsere Arbeit? Unterstütze uns jetzt mit deiner Spende, damit wir weiterhin berichten können!
Kontoinhaber: JJMB Media GmbH
IBAN: AT03 1500 0043 9102 6418
BIC: OBKLAT2L
Verwendungszweck: Spende