Rufe nach mehr Förderungen...

E-Auto-Schmäh: Trickserei mit Zulassungszahlen simuliert Erfolg

Politik
Bild: Freepik

Für die Automobilindustrie und die Zulieferer war die politisch gewollte Wende hin zu E-Mobilität und Verbrennerverbot eine Katastrophe. Denn die E-Autos entpuppten sich schnell als Ladenhüter. Als das steuerliche Subventionen und Kaufprämien abgeschafft wurden, ging der Absatz ganz in den Keller. Mit statistischen Tricksereien bei Zulassungen versucht man allerdings eine Beliebtheit der E-Fahrzeuge zu simulieren.

Immer wieder liest man Meldungen, nach denen die Zahlen der Zulassungen von E-Autos ansteigen. Dies soll eine Beliebtheit der politisch gewünschten Antriebsart simulieren und womöglich doch den ein oder anderen der vermeintlichen Mode folgen lassen und dazu zu bewegen, sich ebenfalls für ein E-Auto zu entscheiden. Doch wieso oft scheinen die Erfolgsmeldungen auf Tricksereien zu beruhen. Zur Überprüfung nahm der Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) die Zulassungszahlen genauer unter die Lupe. Und das Ergebnis zeigt, dass der Markt vielmehr stagniert.

Private Nachfrage sinkt seit Jahren

So würden laut ZDK die amtlichen Verlautbarungen über die ständig steigende Zahl der Neuzulassungen von E-Fahrzeugen über die Realitäten im Handel und die Absatzschwächen hinwegtäuschen. Denn laut der aktuellen Halbjahresumfrage des ZDK unter Autohäusern und Kfz-Betrieben würden diese die Umsatzaussichten und die Auftragslage eher zurückhaltend bewerten. Grund dafür ist unter anderem, dass die private Nachfrage nach E-Autos seit zwei Jahren kontinuierlich schrumpft. "Die Geschäftssituation vieler Autohäuser und Kfz-Betriebe ist deutlich angespannter, als es die offizielle Zulassungsstatistik vermuten lässt. Die wachsende Zahl an BEV-Neuzulassungen täuscht über die Realität im Handel hinweg", so ZDK-Präsident Thomas Peckruhn.

Eigenzulassungen von Händlern und Konzernen

Dabei wird Peckruhn deutlich, was die Entstehung der positiven Zahlen und Jubelmeldungen betrifft: "Was statistisch als Erfolg erscheint, ist in der Realität häufig das Ergebnis von Eigenzulassungen durch Hersteller und Händler, Flottengeschäften oder taktischen Maßnahmen – nicht aber von echten Kundennachfragen im Handel." Und der ZDK kann diese Einschätzung mit Zahlen untermauern. So hätten sich allein im ersten Halbjahr 2025 haben sich die Eigenzulassungen batterieelektrischer Autos durch Hersteller und Handel im Vergleich zum selben Zeitraum im Jahr 2023 mit 65.401 Fahrzeugen mehr als verdoppelt. Und in den vergangenen zwei Jahren hätten sich allein die Eigenzulassungen der Hersteller vervierfacht. Die Zahl privater Neuzulassungen von E-Fahrzeugen ging hingegen im 9 Prozent auf 82.294 zurück. Und auch bei gewerblichen Zulassungen, wenn man die Eigenzulassungen von Händlern und Herstellern hinausrechnet, gingen von Jänner bis Juli 2023 und 2025 um 0,8 Prozent zurück. Die privaten Neuzulassungen im gleichen Zeitraum liegen um 4,8 Prozent hinter jenen von 2023.

Mehr Förderung?

Für die Betriebe ist dies ähnlich schlecht, wie für die Automobilindustrie - denn alle haben sich in das politische Abenteuer E-Mobilität eingelassen. So macht Peckruhn deutlich: "Unsere Betriebe investieren seit über zehn Jahren in Ausbildung und Ausrüstung für E-Mobilität. Wir geraten ökologisch, technologisch und wirtschaftlich ins Hintertreffen, wenn diese Technologie jetzt nicht hochläuft." Und damit die Gewinne doch noch stimmen, fordert er "eine breitangelegte Förderung insbesondere privater Elektroautos" sowie "Senkung der Stromsteuer und der Netzentgelte für alle Konsumenten". Für die "Fehlinvestitionen" soll also wieder der Steuerzahler herhalten, um das Ruder rumzureißen und für "Gewinne" zu sorgen. Aber dies natürlich im Namen des Kampfes gegen den Klimawandel, denn "um die CO₂-Flottenziele bis 2035 zu erreichen, bräuchten wir bereits jetzt rund 100.000 zusätzliche BEV-Neuzulassungen, um einen Marktanteil von etwa 25 % bei den Neuzulassungen zu erreichen", so Peckruhn. Davon sei man aber weit entfernt. Denn seit "dem Förderaus der Ampelkoalition kommt die Marktdurchdringung mit E-Fahrzeugen nur noch schleppend voran". Vielleicht sollte man aber auch einfach die Fehlentscheidungen als solche akzeptieren und abschreiben, anstatt noch mehr Steuergeld in die ungewollte Technologie zu versenken.

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